

Verbot der chemischen Verhaltensbeeinflussung wie Ruhigstellung von Tieren, v.a. Katzen


Verbot der chemischen Verhaltensbeeinflussung wie Ruhigstellung von Tieren, v.a. Katzen
Das Problem
Petition an die Volksvertretung nMv Art. 17 GG
Verbot der Beeinflussung, insbesondere Sedierung von Tieren, v.a. Katzen, durch Einsatz chemischer oder physikalischer Wirkfaktoren.
________________________________________
I Petitum
I.1 Der Bundestag möge im gesetzlichen Ressort „Tierschutz“ rahmenrechtliche Regeln beschließen, die verbieten, dass Tiere
a durch chemische oder physikalische Wirkfaktoren
b dauerhaft, es sei denn aus vernünftigen Grunde,
c in ihrem natürlichen Verhalten, insbesondere ruhigstellend (sedierend),
beeinflusst werden.
I.2.1 Unter „kurzfristig aus vernünftigem Grunde“ als Gegenteil zu „dauerhaft“ sind z.B. Maßnahmen der Anaesthesie bei Operationen zu verstehen.
I.2.2 Eine dauerhafte Beeinflussung von Tieren, soweit überhaupt als im Sinne dieser Petition beeinflussend anzusehen, ist insbesondere bei der ärztlich verordneten Schmerzunterdrückung (vgl. WANDERBURG 2011⁸) durch retardierende Mittel, (z.B. nicht-steroidale Antiphlogistika - NSAID) als vertretbar einzustufen.
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II Grundsatz
Die Petition kritisiert nicht eine hier nicht geprüfte regelmäßige Gesundheitsschädlichkeit eines chemischen Produktes.
Sie kritisiert die Anwendung, also die chemische Einflussnahme auf den emotionalen Habitus von Tieren, v.a. Katzen, auch in Fällen, in denen der Anlass kein konkreter „vernünftiger Grund“ ist, sondern auch eine ungezielte Prophylaxe. Diese Prophylaxe erfolgt unter Hinnahme dessen, dass ethologisch natürliches Verhalten mit dem Ziel einer „Verbesserung des Verhaltens“ der Tiere zumindest teilweise unterdrückt wird.
Stattdessen wird nicht primär auf die Pflicht seitens für das jew. Tier verantwortlicher Menschen eingegangen, auf dieses Verhalten grundsätzlich und ausdrücklich tiergerecht gezielt und abwägend einzugehen, also mit dem Tier zu kommmunizieren.
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III Gründe
III.1 Besonderer Anlass dieser Petition sind auf dem Markt angebotene Sedativa wie „FELIWAY“ (vgl. TV-Werbung³). Diese Produkt wird im folgenden exemplarisch angesprochen und schließt die Existenz ähnlicher Mittel¹, deren Anwendung bei näherer Prüfung ggf. einer gleichen Kritik wie folgt zu unterziehen wären, nicht aus.
III.1.1.1 FELIWAY wird durch stationäre Zerstäuber/Verdampfer⁴ in der Wohnung nach der „Schrotschuss-Applikation“ ungezielt verteilt, wird also nicht individuell appliziert.
III.1.1.2 Lt. Hersteller sei das Mittel von Ärzten empfohlen und „natürlich“. FELIWAY sei eine Kopie des Gesichtspheromons (vgl. ENDLER 2019², auch CANOSAN 2022) der Katze. Wenn Katzen sich wohl und sicher fühlten. gäben Sie das beruhigende Pheromon frei.
Dieses Pheromon sei in FELIWAY enthalten und „stimuliere“ die Katze. Innerhalb eines Monats („manchmal bereits nach einer Woche“) könne man in den meisten Fällen eine deutliche Verbesserung im Verhalten und der Stimmung der Katze erkennen. FELIWAY werde nur von Katzen wahrgenommen und könne ohne Probleme auch mit anderen Medikamenten verwendet werden. Die Wirkfelder erstrecken sich von "Pinkeln?" bis "Putzt sich?"⁶, wobei unterschwellig die Information transportiert wird, daß die Katze damit glücklich werde.
III.1.2.1 Dem steht zum einen entgegen, dass sich betroffene Tiere der „Behandlung“ mit FELIWAY aufgrund der Schrotschuss-Applikation (analog Raumluft-Erfrischer zur Freude des Menschen etc.) nicht entziehen können.
Nur, weil etwas als „natürlich“ verkauft wird, heißt das nicht, dass es der Katze - zumal aus deren Sicht unangefordert - in nicht nachvollziehbaren Mengen zugeführt werden dürfte.
III.1.2.2 Aus tierethischen wie ethologischen Gründen ist
a nicht das Tier bzw. sein Verhalten anhand einer großen Anzahl von „Stellschrauben“ wohnungsgerecht zu trimmen, sondern
b genau umgekehrt die Wohnng tiergerecht anzulegen und zu managen.
III.1.2.2.1 Kratzen sei, so der Hersteller, bei Katzen ein normales Verhalten und das diene der täglichen Krallenpflege. Kratzte die Katze jedoch trotz Kratzbaum an anderen Stellen in der Wohnung, sei das ein Zeichen, dass es sich um stressbedingtes Kratzmarkieren handeln könnte. Die Katze setze hierbei ein optisches und geruchliches Zeichen: "Bleib draußen, dies ist mein Bereich!".
Wie pervers wäre denn das aber, wollte man einen Kater chemisch dahingehend behandeln, dass er der Konkurrenz im ureigenen Kater-Geschäft nicht mehr klarmachen könnte, wer wo Revier-Chef ist?
III.1.2.3 Nach Aussage des Herstellers sei FELIWAY für Menschen vollkommen unbedenklich⁵. FELIWAY „Botschaften“ seien katzenspezifisch. Sie würden daher nur von Katzen wahrgenommen und nicht von Menschen.
Bei Nebenwirkungen - hier auf Menschen - ist es aber völlig unerheblich, ob ein Stoff „wahrgenommen“ werden könne oder nicht. Ganz im Gegenteil macht die den Herstellerangaben zufolge fehlende Wahrnehmbarkeit von FELIWAY den Wirkstoff ggf. gefährlicher als im Falle der Wahrnehmbarkeit. Es gibt z.B. Duftstoffallergien (vgl. KIRSTEN 2013⁷, ⁸), wobei Voraussetzung dafür nicht ist, dass Betroffene den jew. Allergieauslöser wahrnehmen müßten.
III.2.1 Was der Hersteller von FELIWAY weitgehend zu erwähnen verzichtet, ist die Fähigkeit von seriösen Katzenkennern und die Anforderung an künftige Katzenkenner, auf die ihnen anvertrauten Tiere partnerschaftlich verbal einwirken zu können. Dabei „Herr im Haus“ und damit auch umfassend Verantwortlicher für Mensch und Katze zu sein, verlangt zweifellos bei Katzen eine andere „Kommandostruktur“, als sie z.B. bei Hunden wirkt.
Man kann sich deshalb in Zweifelsfällen auch beraten lassen, Psychologen gibt’s für Katz´ und Mensch, speziell auch zur Förderung derer Kommunikation miteinander, gleichermaßen.
III.2.1.1 Eine Erziehung dahingehend, dass z.B. „NEIN“ auch wirklich „NEIN“ bedeutet, ist möglich. Der Ton macht die Musik. Wenn der Kater meiner Mutter von der Jagd kommt und für seine Beute (Ratte, Maus,….) ein hörbares tonal einfühlsames Lob erntet (bei Vögeln als Beute hingegen nicht) hat er inzwischen verinnerlich, wenn auch mit wenigen unvermeidbaren geflügelten „Ausrutschern“, was Sache ist.
III.2.1.2 Es ist hingegen nicht tragbar, dass Menschen, die in Sachen Kommunikation mit der Katze oder dem Kater nichts hinbekommen, ihre Unfähigkeit sogar mit „Chemie“, sprich Pheromonen kompensieren sollen. Sie sollen anstelle von Einfühlsamkeit chemische Streu-Munition zur Modellierung eines gefälligen, aber nicht unbedingt natürlichen, Tier-Verhaltens, einzusetzen.
III.2.2 Was wir als Menschen mit uns selber machen und was wir innerlich und äußerlich zu uns nehmen, um unsere eigene psychische Selbstwahrnehmung, unser eigenes positives Erscheinungsbild und vor allem unsere eigene Wirkung auf andere zu stylen, füllt Bücher über Bücher.
III.2.2.1 So mag jeder mehr oder weniger lesefreudig mit sich selbst ausmachen und auch bestimmen, was er an Wirkstoffen wie auch immer im rechtlich zulässigen Rahmen zu sich nimmt.
III.2.2.2 Die gleiche Vorgehensweise auf dahingehend wehrlose Tiere zu übertragen, um sie mit Aerosolen „glücklich“ zu machen oder anderes dem Menschen Gefälliges beim Tier zu bewirken, ist hingegen niederträchtig.
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IV Hinweise
IV.1 Nicht Grundlage dieser Petition sind Begründungen und detaillierte Ausführungen zu Nebenwirkungen, nach Maßgabe derer das unter Kap. 1.2 angeführte Verbot auch wegen Beeinflussungen zu Lasten des Menschen (vgl. Kap. III.1.2.3) zu begründen wäre. Dies müßte aber ohnehin Gegenstand der Zulassung von FELIWAY gewesen sein.
Es bleibt nicht ausgeschlossen, dass hierzu seitens des Petenten weitergehend recherchiert werden wird.
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¹) z.B. Zenifel, beaphar CatComfort, …….
²) Gesichtshormone v.a.
F3-Analog: Das F3-Analog entspricht den Pheromon, das Katzen zur Markierung ihrer vertrauten Umgebung anbringen. Es wirkt damit beruhigend auf die Katze, da es ihr Sicherheit suggeriert und damit den Stresslevel senkt. Es kann problemlos über längere Zeiträume oder sogar dauerhaft angewandt werden.
F4-Analog: F4 entspricht dem Gesichtspheromon, das Katzen beim Allomarkieren abgeben, also beim Markieren von Sozialpartnern. Es lässt somit einen Gruppengeruch und damit ein Zusammengehörigkeitsgefühl entstehen. Deswegen ist es besonders bei Konflikten im Mehrkatzenhaushalt, der Zusammenführungen zweier Katzen, oder auch dem Einzug eines anderen neuen Tieres oder Menschen geeignet. Auch das F4-Analog kann je nach Bedarf vorübergehend oder längerfristig bis dauerhaft unterstützend eingesetzt werden.
Q: ENDLER, A., Stress und naturheilkundliche Stressreduktion bei der Katze, Facharbeit für den Ausbildungslehrgang Tierheilpraktiker Hund / Katze an der Rolf Schneider Akademie (RSA), Kitzingen Mai 2019
³) Stand 19.4.2022
⁴) FELIWAY Optimum Verdampfer, Hardcopy - Abruf 20.4.2022
⁵) FELIWAY - FAQ - NW auf Menschen. Hardcopy - Abruf 20.4.2022
⁶) FELIWAY - FÜR EIN GLÜCKLICHES ZUSAMMENSEIN, Hardcopy - Abruf 20.4.2022
⁷) KIRSTEN, A., Duftstoffallergie, Apothekerzeitung idF 28.10.2013
⁸) WANDERBURG, S., Tierpharmazie / Schmerztherapie bei Haustieren, DAZ 2011, Nr. 17, S. 66
⁹) Verstecken- und Lauern-Üben mit einer EDEKA-Tüte vor der Bettruhe. Die Tüte überdauert die Attacken, anders als der Kater, in der Regel kaum mehr als 2 Tage.
Der auf dem Titelbild abgebildete Kater erfreut sich eines von chemischen Nebeln unbeeinflussten Lebens als erfolgreicher Jäger und selbstbewußtes sowie kreatives⁹ Haustier.

Das Problem
Petition an die Volksvertretung nMv Art. 17 GG
Verbot der Beeinflussung, insbesondere Sedierung von Tieren, v.a. Katzen, durch Einsatz chemischer oder physikalischer Wirkfaktoren.
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I Petitum
I.1 Der Bundestag möge im gesetzlichen Ressort „Tierschutz“ rahmenrechtliche Regeln beschließen, die verbieten, dass Tiere
a durch chemische oder physikalische Wirkfaktoren
b dauerhaft, es sei denn aus vernünftigen Grunde,
c in ihrem natürlichen Verhalten, insbesondere ruhigstellend (sedierend),
beeinflusst werden.
I.2.1 Unter „kurzfristig aus vernünftigem Grunde“ als Gegenteil zu „dauerhaft“ sind z.B. Maßnahmen der Anaesthesie bei Operationen zu verstehen.
I.2.2 Eine dauerhafte Beeinflussung von Tieren, soweit überhaupt als im Sinne dieser Petition beeinflussend anzusehen, ist insbesondere bei der ärztlich verordneten Schmerzunterdrückung (vgl. WANDERBURG 2011⁸) durch retardierende Mittel, (z.B. nicht-steroidale Antiphlogistika - NSAID) als vertretbar einzustufen.
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II Grundsatz
Die Petition kritisiert nicht eine hier nicht geprüfte regelmäßige Gesundheitsschädlichkeit eines chemischen Produktes.
Sie kritisiert die Anwendung, also die chemische Einflussnahme auf den emotionalen Habitus von Tieren, v.a. Katzen, auch in Fällen, in denen der Anlass kein konkreter „vernünftiger Grund“ ist, sondern auch eine ungezielte Prophylaxe. Diese Prophylaxe erfolgt unter Hinnahme dessen, dass ethologisch natürliches Verhalten mit dem Ziel einer „Verbesserung des Verhaltens“ der Tiere zumindest teilweise unterdrückt wird.
Stattdessen wird nicht primär auf die Pflicht seitens für das jew. Tier verantwortlicher Menschen eingegangen, auf dieses Verhalten grundsätzlich und ausdrücklich tiergerecht gezielt und abwägend einzugehen, also mit dem Tier zu kommmunizieren.
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III Gründe
III.1 Besonderer Anlass dieser Petition sind auf dem Markt angebotene Sedativa wie „FELIWAY“ (vgl. TV-Werbung³). Diese Produkt wird im folgenden exemplarisch angesprochen und schließt die Existenz ähnlicher Mittel¹, deren Anwendung bei näherer Prüfung ggf. einer gleichen Kritik wie folgt zu unterziehen wären, nicht aus.
III.1.1.1 FELIWAY wird durch stationäre Zerstäuber/Verdampfer⁴ in der Wohnung nach der „Schrotschuss-Applikation“ ungezielt verteilt, wird also nicht individuell appliziert.
III.1.1.2 Lt. Hersteller sei das Mittel von Ärzten empfohlen und „natürlich“. FELIWAY sei eine Kopie des Gesichtspheromons (vgl. ENDLER 2019², auch CANOSAN 2022) der Katze. Wenn Katzen sich wohl und sicher fühlten. gäben Sie das beruhigende Pheromon frei.
Dieses Pheromon sei in FELIWAY enthalten und „stimuliere“ die Katze. Innerhalb eines Monats („manchmal bereits nach einer Woche“) könne man in den meisten Fällen eine deutliche Verbesserung im Verhalten und der Stimmung der Katze erkennen. FELIWAY werde nur von Katzen wahrgenommen und könne ohne Probleme auch mit anderen Medikamenten verwendet werden. Die Wirkfelder erstrecken sich von "Pinkeln?" bis "Putzt sich?"⁶, wobei unterschwellig die Information transportiert wird, daß die Katze damit glücklich werde.
III.1.2.1 Dem steht zum einen entgegen, dass sich betroffene Tiere der „Behandlung“ mit FELIWAY aufgrund der Schrotschuss-Applikation (analog Raumluft-Erfrischer zur Freude des Menschen etc.) nicht entziehen können.
Nur, weil etwas als „natürlich“ verkauft wird, heißt das nicht, dass es der Katze - zumal aus deren Sicht unangefordert - in nicht nachvollziehbaren Mengen zugeführt werden dürfte.
III.1.2.2 Aus tierethischen wie ethologischen Gründen ist
a nicht das Tier bzw. sein Verhalten anhand einer großen Anzahl von „Stellschrauben“ wohnungsgerecht zu trimmen, sondern
b genau umgekehrt die Wohnng tiergerecht anzulegen und zu managen.
III.1.2.2.1 Kratzen sei, so der Hersteller, bei Katzen ein normales Verhalten und das diene der täglichen Krallenpflege. Kratzte die Katze jedoch trotz Kratzbaum an anderen Stellen in der Wohnung, sei das ein Zeichen, dass es sich um stressbedingtes Kratzmarkieren handeln könnte. Die Katze setze hierbei ein optisches und geruchliches Zeichen: "Bleib draußen, dies ist mein Bereich!".
Wie pervers wäre denn das aber, wollte man einen Kater chemisch dahingehend behandeln, dass er der Konkurrenz im ureigenen Kater-Geschäft nicht mehr klarmachen könnte, wer wo Revier-Chef ist?
III.1.2.3 Nach Aussage des Herstellers sei FELIWAY für Menschen vollkommen unbedenklich⁵. FELIWAY „Botschaften“ seien katzenspezifisch. Sie würden daher nur von Katzen wahrgenommen und nicht von Menschen.
Bei Nebenwirkungen - hier auf Menschen - ist es aber völlig unerheblich, ob ein Stoff „wahrgenommen“ werden könne oder nicht. Ganz im Gegenteil macht die den Herstellerangaben zufolge fehlende Wahrnehmbarkeit von FELIWAY den Wirkstoff ggf. gefährlicher als im Falle der Wahrnehmbarkeit. Es gibt z.B. Duftstoffallergien (vgl. KIRSTEN 2013⁷, ⁸), wobei Voraussetzung dafür nicht ist, dass Betroffene den jew. Allergieauslöser wahrnehmen müßten.
III.2.1 Was der Hersteller von FELIWAY weitgehend zu erwähnen verzichtet, ist die Fähigkeit von seriösen Katzenkennern und die Anforderung an künftige Katzenkenner, auf die ihnen anvertrauten Tiere partnerschaftlich verbal einwirken zu können. Dabei „Herr im Haus“ und damit auch umfassend Verantwortlicher für Mensch und Katze zu sein, verlangt zweifellos bei Katzen eine andere „Kommandostruktur“, als sie z.B. bei Hunden wirkt.
Man kann sich deshalb in Zweifelsfällen auch beraten lassen, Psychologen gibt’s für Katz´ und Mensch, speziell auch zur Förderung derer Kommunikation miteinander, gleichermaßen.
III.2.1.1 Eine Erziehung dahingehend, dass z.B. „NEIN“ auch wirklich „NEIN“ bedeutet, ist möglich. Der Ton macht die Musik. Wenn der Kater meiner Mutter von der Jagd kommt und für seine Beute (Ratte, Maus,….) ein hörbares tonal einfühlsames Lob erntet (bei Vögeln als Beute hingegen nicht) hat er inzwischen verinnerlich, wenn auch mit wenigen unvermeidbaren geflügelten „Ausrutschern“, was Sache ist.
III.2.1.2 Es ist hingegen nicht tragbar, dass Menschen, die in Sachen Kommunikation mit der Katze oder dem Kater nichts hinbekommen, ihre Unfähigkeit sogar mit „Chemie“, sprich Pheromonen kompensieren sollen. Sie sollen anstelle von Einfühlsamkeit chemische Streu-Munition zur Modellierung eines gefälligen, aber nicht unbedingt natürlichen, Tier-Verhaltens, einzusetzen.
III.2.2 Was wir als Menschen mit uns selber machen und was wir innerlich und äußerlich zu uns nehmen, um unsere eigene psychische Selbstwahrnehmung, unser eigenes positives Erscheinungsbild und vor allem unsere eigene Wirkung auf andere zu stylen, füllt Bücher über Bücher.
III.2.2.1 So mag jeder mehr oder weniger lesefreudig mit sich selbst ausmachen und auch bestimmen, was er an Wirkstoffen wie auch immer im rechtlich zulässigen Rahmen zu sich nimmt.
III.2.2.2 Die gleiche Vorgehensweise auf dahingehend wehrlose Tiere zu übertragen, um sie mit Aerosolen „glücklich“ zu machen oder anderes dem Menschen Gefälliges beim Tier zu bewirken, ist hingegen niederträchtig.
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IV Hinweise
IV.1 Nicht Grundlage dieser Petition sind Begründungen und detaillierte Ausführungen zu Nebenwirkungen, nach Maßgabe derer das unter Kap. 1.2 angeführte Verbot auch wegen Beeinflussungen zu Lasten des Menschen (vgl. Kap. III.1.2.3) zu begründen wäre. Dies müßte aber ohnehin Gegenstand der Zulassung von FELIWAY gewesen sein.
Es bleibt nicht ausgeschlossen, dass hierzu seitens des Petenten weitergehend recherchiert werden wird.
________________________________________
¹) z.B. Zenifel, beaphar CatComfort, …….
²) Gesichtshormone v.a.
F3-Analog: Das F3-Analog entspricht den Pheromon, das Katzen zur Markierung ihrer vertrauten Umgebung anbringen. Es wirkt damit beruhigend auf die Katze, da es ihr Sicherheit suggeriert und damit den Stresslevel senkt. Es kann problemlos über längere Zeiträume oder sogar dauerhaft angewandt werden.
F4-Analog: F4 entspricht dem Gesichtspheromon, das Katzen beim Allomarkieren abgeben, also beim Markieren von Sozialpartnern. Es lässt somit einen Gruppengeruch und damit ein Zusammengehörigkeitsgefühl entstehen. Deswegen ist es besonders bei Konflikten im Mehrkatzenhaushalt, der Zusammenführungen zweier Katzen, oder auch dem Einzug eines anderen neuen Tieres oder Menschen geeignet. Auch das F4-Analog kann je nach Bedarf vorübergehend oder längerfristig bis dauerhaft unterstützend eingesetzt werden.
Q: ENDLER, A., Stress und naturheilkundliche Stressreduktion bei der Katze, Facharbeit für den Ausbildungslehrgang Tierheilpraktiker Hund / Katze an der Rolf Schneider Akademie (RSA), Kitzingen Mai 2019
³) Stand 19.4.2022
⁴) FELIWAY Optimum Verdampfer, Hardcopy - Abruf 20.4.2022
⁵) FELIWAY - FAQ - NW auf Menschen. Hardcopy - Abruf 20.4.2022
⁶) FELIWAY - FÜR EIN GLÜCKLICHES ZUSAMMENSEIN, Hardcopy - Abruf 20.4.2022
⁷) KIRSTEN, A., Duftstoffallergie, Apothekerzeitung idF 28.10.2013
⁸) WANDERBURG, S., Tierpharmazie / Schmerztherapie bei Haustieren, DAZ 2011, Nr. 17, S. 66
⁹) Verstecken- und Lauern-Üben mit einer EDEKA-Tüte vor der Bettruhe. Die Tüte überdauert die Attacken, anders als der Kater, in der Regel kaum mehr als 2 Tage.
Der auf dem Titelbild abgebildete Kater erfreut sich eines von chemischen Nebeln unbeeinflussten Lebens als erfolgreicher Jäger und selbstbewußtes sowie kreatives⁹ Haustier.

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Petition am 21. April 2022 erstellt