
Der Endspurt des Bundestagswahlkampfes steht an und kurz vor der Wahl haben AfD und SPD nochmal millionenschwere Wahlkampfhilfe erhalten: Gerhard Dingler, ehemaliger FPÖ-Funktionär aus Österreich, spendierte der AfD eine Plakatkampagne im Gegenwert von 2,3 Mio. Euro; die Media Force GmbH, hinter der Sozialunternehmer Kai Viehof, der viel Geld aus dem Verkauf des Unternehmens Allkauf geerbt hat, und Maximilian Oehl, Mitgründer der Initiative Brand New Bundestag stehen, spendete 1,5 Mio. Euro in Form einer Werbekampagne an die SPD. Allein die drei größten Parteispenden in 2025 bringen den beiden Parteien zusammen 5,3 Mio. Euro ein!
+++ Hier alle Ergebnisse der Forsa-Umfrage nachlesen! +++
Noch nie gab es so viele hohe Parteispenden wie in der heißen Phase dieses Wahlkampfes. Was bedeutet das für die Wahrnehmung der Bürger:innen? Um das herauszufinden, haben wir eine repräsentative Forsa-Umfrage zum Thema Parteispenden und ihren Einfluss auf die Politik in Auftrag gegeben. Hier die wichtigsten Erkenntnisse:
- 91 % der Bürger:innen glauben, dass durch Parteispenden politischer Einfluss erkauft wird.
- 61 % der Befragten fast aller politischer Lager fordern eine Obergrenze von privaten Spenden.
Im Ergebnis zeigt sich: Großspenden von Vermögenden und Konzernen gefährden das Vertrauen der Menschen in die Demokratie. Die Bürger:innen nehmen wahr, dass diejenigen mit viel Geld auch viel Einfluss auf die Politik haben – das widerspricht dem Prinzip unserer Demokratie, dass jede Stimme den gleichen Wert hat!
Neben deiner Unterschrift und der Unterstützung von 70.000 weiteren Unterzeichner:innen unserer Petition, spricht sich auch die Mehrheit der Bürger:innen für Reformen der Parteispendenregelungen aus. Ebenso befürwortet eine Mehrheit die Begrenzung von Parteispenden und auch ein Verbot von Unternehmensspenden an Parteien.
Das Problem: Die Wahlprogramme der Parteien ignorieren die Problematik von Megaspenden und Konzernspenden weitestgehend. Wir finden, die Politik darf die Mehrheitsmeinung der Bürger:innen nicht länger ignorieren. Die nächste Bundesregierung muss endlich handeln. Das bedeutet: Unternehmensspenden an Parteien verbieten und Privatspenden deckeln!
Sie möchten wissen, wie Ihre Direktkandidierenden zum Verbot von Unternehmensspenden an Parteien stehen? Dann machen Sie den kandidierendencheck – unsere Wahlhilfe für Ihre Erststimme!
+++ Hier geht’s zum kandidierendencheck! +++
Lassen Sie uns gemeinsam die Politik überzeugen, dass alle Stimmen in unserer Demokratie gleich viel wert sind!
Vielen Dank für Ihre Unterstützung.
Lara Siever
Verantwortlich für Kampagnen und die politische Arbeit von abgeordnetenwatch.de
P.S. Politik verstehen, Demokratie stärken!
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