

Tierheimhund Bilbo-Für immer ein Verlierer? Machen WIR ihn GEMEINSAM zum Gewinner !!
Das Problem
Freiheit für Bilbo!
Mein Name ist Rene, 46 Jahre alt und ich bin gelernter Speditionskaufmann im Angestelltenverhältnis. Ich bin ein Bewegungs-Mensch, gern in der freien Natur und liebe Hunde.
Schon mein ganzes Leben begleiteten mich Hunde auf meinem Lebensweg und ich würde mich schon als „hundeerfahren“ bezeichnen. Ich beschäftige mich gern mit dem Thema Hunde und lerne stetig dazu.
Anfang 2022 beschloss ich, wieder einen eigenen Hund in mein Leben aufzunehmen und machte mich auf die Suche nach einem zu mir passenden Hund.
Ein Tierschutzhund sollte es sein, ein Hund der dringend eine zweite Chance in seinem Leben braucht und sucht.
Gesagt getan und durch meine aktive Suche nach dem passenden Traumhund wurde ich endlich im Tierheim Burgdorf fündig.
Bilbo — Staffordshire-Terrier-Mix, der schon seit sage und schreibe sechs Jahre seines Lebens im Tierheim sitzt.
Bilbos Odyssee ist lang und er hat schon einige Tierheime von innen gesehen. Ursprünglich kam er aus Bayern und ist über Umwege ins Tierheim Burgdorf gelandet.
Ein Hund, der aufgrund seiner Optik und seinem Werdegang sicherlich nicht viele Anfragen in seinem Leben hatte. Ein Opfer der „Listenhund-Problematik“ und der wohl eher einen 6er im Lotto gewinnen würde, als ein passendes Zuhause zu finden.
Bilbo sollte es sein und von ganzem Herzen wollte ich diesem großartigen Kerl endlich ein liebevolles, sicheres und strukturiertes Zuhause geben.
Unsere gemeinsame Zeit begann.
Durch meine regelmäßigen langen Gassigänge mit Bilbo und die viele gemeinsame Zeit, die wir zusammen verbrachten, wurde unsere Bindung immer stärker. Bilbo vertraute mir immer mehr und unsere gemeinsamen Ausflüge waren entspannt und schön.
Bilbo wurde dabei immer mit Maulkorb und Leine geführt und ich habe mich strikt an die rechtlichen Auflagen gehalten.
Bei unseren ausgiebigen Spaziergängen hatte Bilbo sogar die Möglichkeit seine sozialen Kompetenzen zu stabilisieren und zu fördern. Oft gingen wir mit einer Gruppe anderen Hundehalter problemlos spazieren und man konnte sehen, dass Bilbo sichtbar davon profitierte und viel Spaß an unseren Ausflügen hatte.
Für mich war schnell klar, dass Bilbo endlich einen ruhigen und stressfreien Ort brauchte. Ein Zuhause, wo er geliebt und hundgerecht leben kann und eine Bezugsperson, auf die er sich verlassen kann, die ihm Halt und Sicherhalt gibt.
Dieses Zuhause wollte und will ich ihm geben.
Das Tierheim Burgdorf war begeistert und wir machten Pläne!
Unser gemeinsames Leben sollte beginnen und damit wir eine noch engere Bindung aufbauen konnten, besuchten ich mit Bilbo regelmäßig die Hundeschule Zehengänger in Hannover. Dort lernte ich Bilbos Verhalten und seine Körpersprache besser zu lesen und einschätzen zu können. Wir lernten stetig und meisterten die von der Hundeschule gestellten Aufgaben und Situationen mit Bravour.
Bilbos positive Entwicklung war großartig und die Übungsstunden in der Hundeschule machten uns beiden riesigen Spaß.
Die regelmäßigen Kontakte mit den anderen Hunden vor Ort stabilisierten Bilbos Sozialverhalten auf ein gesundes Maß. Gern hätten wir noch mehr daran gearbeitet, Bilbos Kompetenzen zu fördern und weitere Stunden in einer Hundeschule absolviert.
Zu der Zeit stand mir das Tierheim Burgdorf mit Rat und Tat zur Seite und gemeinsam besprachen wir die weiteren Schritte.
Aufgrund der Rasse war es mir von Anfang an klar, dass es kein leichter Weg werden wird. Ich habe alles veranlasst, damit ein Zusammenleben ermöglicht werden kann.
Zuerst musste da einmal die Wohnsituation geklärt werden.
So fragte ich meinen Vermieter, ob er mit der Haltung eines Hundes aus dem Tierheim in meiner Wohnung einverstanden wäre.
Dies wurde vom Vermieter aufgrund der Rasse sofort verneint und auch die von mir überzeugende Argumente konnten ihn nicht umstimmen.
Ich hatte mir extra eine Unterschriftenliste von allen Nachbarn angefertigt, wo alle Mitmieter unterschrieben haben und damit bekundeten, dass sie mit dem Einzug Bilbos einverstanden waren.
Auch der Nachweis der niedersächsischen Hunde-Sachkundeprüfung und einer Hundehalterhaftplicht änderte an der Verneinung meines Vermieters nichts.
Das Einschalten eines Rechtanwalts brachte leider auch keinen Erfolg und das Einzige, was ich erreichen konnte, war ein Sonderkündigungsrecht von 14 Tagen.
Eine neue Wohnung musste her und ich hatte alle Hebel in Bewegung gesetzt, um diese auch zu finden.
Privat und auch über Soziale Medien habe ich Aufrufe gestartet. Freunde, Bekannte und sogar das Tierheim und ehrenamtliche Gassigänger haben über verschiedene Kanäle, wie Instagram und Facebook, mit uns gemeinsam nach einer neuen Wohnung gesucht.
Es wurde zahlreicht geteilt und alle wollte helfen.
Aufruftext auf der Tierheimseite:
<< „Unser Bilbo könnte ausziehen, allerdings sucht sein zukünftiges Herrchen eine neue Wohnung, wo beide endlich zusammen leben dürfen … <<
Unsere Suche hatte Erfolg!
Nach einigen Absagen habe ich dann endlich eine passende Wohnung gefunden und der Einzug Bilbos war zum Greifen nah. Obwohl die Miete um einiges teurer ist, habe ich vollen Einsatz gezeigt und mir von der Wohnungsgenossenschaft eine Haltungserlaubnis speziell für Bilbo geben lassen, um diese dem Tierheim übergeben zu können.
Endlich konnte Bilbos neuer Lebensabschnitt beginnen, endlich konnte er aus seiner unsagbar tragischen und traurigen Situation befreit werden und endlich durfte er ein glückliches und artgerechtes Leben führen. Er hatte es so sehr verdient.
… wenn folgendes Ereignis nicht vorgefallen wäre.
Am 13.01.2023 hatte ich Bilbo wie gewohnt zum ausgiebigen Spaziergang abgeholt und ihn wie immer angeleint und den Maulkorb angezogen. Bilbo wurde wie immer an einer Schleppleine geführt, die bis dato ohne Probleme vom Tierheim akzeptiert wurde.
Während des Spaziergangs ist mir aufgefallen, dass Bilbo etwas im Gebüsch witterte und unruhig wurde und ich wollte aufgrund dessen die Schleppleine kürzer nehmen. Doch bevor ich das konnte, war es schon zu spät. Bilbo sprang ins Gebüsch.
Völlig versteckt saß dort mitten im Gebüsch eine Frau mit ihrem Hund. Ich und Bilbo waren völlig erschrocken, und alle Beteiligten konnten in dieser Situation gar nicht so schnell reagieren. Die beiden Hunde gerieten aneinander und im Eifer des Gerangels hing der Maulkorb im Gebüsch fest und löste sich von Bilbos Schnauze. Um Schlimmeres zu verhindern, griff ich gegenwärtig in Bilbos Maul, der sofort darauf von dem anderen Hund abließ. Ich legte ihm daraufhin direkt den Maulkorb wieder an.
Gott sei Dank hatte der andere Hund, bis auf die beim Tierarzt festgestellten Hämatome, keine schwerwiegenden Verletzungen. Ich stehe noch heute in gutem Kontakt mit der Besitzerin, die mir versicherte, dass es ihrem Hund gut geht und er bis heute keinerlei Schaden davongetragen hat. Die Besitzerin hatte volles Verständnis für Bilbos Reaktion, da niemand damit rechnen konnte, dass sich eine fremde Person so tief in einem Gebüsch versteckt hatte. Der Schreck und die daraufhin gepushte Stressreaktion aller Beteiligten führte leider zu dieser unvermeidbaren Situation.
Wir gingen danach unverzüglich zurück zum Tierheim und ich meldete diesen Vorfall natürlich sofort dem Tierheimpersonal.
Daraufhin reagierte das Tierheim für mich völlig unerwartet und unverständlich.
Man warf mir vor, dass ich beim Spaziergang fahrlässig gehandelt hätte und es deswegen nur zu diesem Vorfall kommen konnte. Unteranderem wurde mir auch der Einsatz der Schleppleine vorgeworfen und diese plötzlich bemängelt.
Genau diese Schleppleine wurde 9 Monate lang ohne Probleme bei meinen Spaziergängen mit Bilbo akzeptiert, wurde nie bemängelt und ich wurde auch nie darauf angesprochen. Die Handhabe und der Einsatz einer Schleppleine war und ist mir bekannt und ich habe Bilbo nur dann an der längeren Schleppleine laufen lassen (die Handschlaufe immer fest in der Hand), wenn es die Gegebenheiten zuließen.
Aufgrund dieses unglücklichen, aber einzigen Vorfalls, wurde mir völlig unverständlich der Kontakt zu Bilbo verwehrt und ich durfte ihn ab diesem Zeitpunkt nicht mehr sehen.
Ich war verzweifelt, traurig und suchte immer wieder das Gespräch mit der Tierheimleitung.
Am 18.01.2023 bekam ich vom Tierheim Burgdorf dann folgende Nachricht per E-Mail:
<< „Der Vorfall hat uns gezeigt, dass nicht genug Achtsamkeit im Umgang mit Bilbo vorhanden ist. Denn ansonsten hätte so etwas nicht geschehen können.“>>
Seit 9 Monaten ging ich regelmäßig mit Bilbo spazieren, machte Ausflüge und besuchte mit ihm die Hundeschule. Seit 9 Monaten machte Bilbo eine wirklich positive Entwicklung durch und unsere Bindung wurde immer stärker. Das Tierheim hatte mir sogar schriftlich mitgeteilt, wie toll sich Bilbo seit meinen Besuchen und der Arbeit mit ihm entwickelt hat.
Dieses Tierheim hatte mit vollem Eifer das Gesuch nach einer neuen Wohnung geteilt und den Aufruf sogar auf die eigene Webseite gestellt, damit Bilbo endlich in sein neues Zuhause ziehen darf.
9 Monate ohne Vorfälle, positiver Entwicklung und vollem Einsatz meinerseits soll jetzt einfach hinfällig sein? Menschen machen Fehler (wenn man in diesem Fall überhaupt von Fehlern sprechen kann). Hunde sind keine Roboter und Situationen manchmal nicht vermeidbar. Auch ich habe durch diesen unglücklichen Vorfall gelernt und weiß, wie ich das ein oder andere anders oder besser machen würde.
Aufgrund dessen haben Bilbo und ich jetzt keine zweite Chance verdient?
Das will und kann ich nicht so einfach akzeptieren.
Als ich mich im letzten Jahr dazu entschlossen hatte, Bilbo zu adoptieren und die Verantwortung für ihn zu übernehmen, war mir klar, dass es nicht immer einfach sein wird. All das war selbstverständlich für mich, denn ich wollte diesem wunderbaren Hund endlich die Möglichkeit geben, ein schönes verdientes Leben zu führen.
Eine Chance, die Bilbo in den letzten 6 Jahren seines Lebens nie erhalten hat und wahrscheinlich nicht wieder erhalten wird.
Von Anfang an war mir wichtig, Zeit mit ihm zu verbringen. Manchmal waren aufgrund von Schnee und Eis leider keine Spaziergänge möglich und trotzdem war ich dennoch vor Ort und habe wichtige Zeit mit Bilbo verbracht und war einfach für ihn da.
Als die Hunde den Zwinger und das Gelände nicht verlassen durften, weil sie erkrankt waren, bin ich sechs Tage die Woche zum Tierheim gefahren und habe geschaut, wie es Bilbo geht. Auch wenn es manchmal nur 20 Minuten waren. Es waren 20 Minuten gefüllt mit Wärme, Liebe und Streicheleinheiten.
Ich habe ihm am Wochenende gepflegt, ihm Hustensaft und Medikamente besorgt. Auch an den Futterkosten habe ich mich in Form von Futtersackspenden beteiligt. Am Silvestermorgen bin ich extra mit ihm am Vormittag spazieren gegangen.
All das war und ist für mich selbstverständlich und ich möchte Bilbo auch jetzt nicht aufgeben.
Ich suchte immer wieder das Gespräch und mittlerweile hatte sich sogar der Vorstand des Deutschen Tierschutzbundes München eingeschaltet und mir Hoffnungen gemacht, dass es in naher Zukunft ein Gespräch mit der Tierheimleitung Burgdorf und mir geben würde. Leider ist dieses bis heute nicht erfolgt.
Ich bin verzweifelt, ich möchte Bilbo doch nur ein „Für immer Zuhause“ ermöglichen und wünsche mir nichts sehnlicher als eine persönliche Aussprache mit allen Beteiligten.
Zusammen könnten wir Lösungen finden, damit Bilbos und mein Traum doch noch in Erfüllung geht.
Ich bin mir der Verantwortung voll bewusst und ich traue mir mit voller Überzeugung zu, Bilbo verantwortungsvoll zu halten, zu handeln und sicher durchs Leben zu führen. Ich möchte weiter mit ihm arbeiten und ihm die Chance geben, sich positiv zu entwickeln.
Das alles habe ich in diesen 9 Monaten gezeigt.
Dieser vergangene Vorfall war einfach nicht vorhersehbar und es hätte jedem Hundebesitzer passieren können. Vor solchen Situationen kann sich kein Mensch schützen.
Meine Bitte an den deutschen Tierschutzbund und an die Tierheimleitung Burgdorf:
Gebt mir und Bilbo eine Chance! Lasst nicht zu, dass Bilbo den Rest seines Lebens im Tierheim verbringen muss.
Wir alle wissen, dass ein Hund mit seiner Optik und Rassezugehörigkeit geringe Chancen haben wird, jemals vermittelt zu werden.
Die Tierheime sind überfüllt mit Listenhunden und die Nachfrage ist gering.
Durch mich hat Bilbo die Chance auf ein neues Leben.
Bitte sucht das Gespräch mit mir und lasst Bibo nicht hängen.
Ich bin für alles bereit, offen für neue Ideen, Ratschläge und konstruktive Kritik und werde alles dafür tun, um auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen.
Ich bitte euch! Gebt Bilbo und mich nicht auf!
4.407
Das Problem
Freiheit für Bilbo!
Mein Name ist Rene, 46 Jahre alt und ich bin gelernter Speditionskaufmann im Angestelltenverhältnis. Ich bin ein Bewegungs-Mensch, gern in der freien Natur und liebe Hunde.
Schon mein ganzes Leben begleiteten mich Hunde auf meinem Lebensweg und ich würde mich schon als „hundeerfahren“ bezeichnen. Ich beschäftige mich gern mit dem Thema Hunde und lerne stetig dazu.
Anfang 2022 beschloss ich, wieder einen eigenen Hund in mein Leben aufzunehmen und machte mich auf die Suche nach einem zu mir passenden Hund.
Ein Tierschutzhund sollte es sein, ein Hund der dringend eine zweite Chance in seinem Leben braucht und sucht.
Gesagt getan und durch meine aktive Suche nach dem passenden Traumhund wurde ich endlich im Tierheim Burgdorf fündig.
Bilbo — Staffordshire-Terrier-Mix, der schon seit sage und schreibe sechs Jahre seines Lebens im Tierheim sitzt.
Bilbos Odyssee ist lang und er hat schon einige Tierheime von innen gesehen. Ursprünglich kam er aus Bayern und ist über Umwege ins Tierheim Burgdorf gelandet.
Ein Hund, der aufgrund seiner Optik und seinem Werdegang sicherlich nicht viele Anfragen in seinem Leben hatte. Ein Opfer der „Listenhund-Problematik“ und der wohl eher einen 6er im Lotto gewinnen würde, als ein passendes Zuhause zu finden.
Bilbo sollte es sein und von ganzem Herzen wollte ich diesem großartigen Kerl endlich ein liebevolles, sicheres und strukturiertes Zuhause geben.
Unsere gemeinsame Zeit begann.
Durch meine regelmäßigen langen Gassigänge mit Bilbo und die viele gemeinsame Zeit, die wir zusammen verbrachten, wurde unsere Bindung immer stärker. Bilbo vertraute mir immer mehr und unsere gemeinsamen Ausflüge waren entspannt und schön.
Bilbo wurde dabei immer mit Maulkorb und Leine geführt und ich habe mich strikt an die rechtlichen Auflagen gehalten.
Bei unseren ausgiebigen Spaziergängen hatte Bilbo sogar die Möglichkeit seine sozialen Kompetenzen zu stabilisieren und zu fördern. Oft gingen wir mit einer Gruppe anderen Hundehalter problemlos spazieren und man konnte sehen, dass Bilbo sichtbar davon profitierte und viel Spaß an unseren Ausflügen hatte.
Für mich war schnell klar, dass Bilbo endlich einen ruhigen und stressfreien Ort brauchte. Ein Zuhause, wo er geliebt und hundgerecht leben kann und eine Bezugsperson, auf die er sich verlassen kann, die ihm Halt und Sicherhalt gibt.
Dieses Zuhause wollte und will ich ihm geben.
Das Tierheim Burgdorf war begeistert und wir machten Pläne!
Unser gemeinsames Leben sollte beginnen und damit wir eine noch engere Bindung aufbauen konnten, besuchten ich mit Bilbo regelmäßig die Hundeschule Zehengänger in Hannover. Dort lernte ich Bilbos Verhalten und seine Körpersprache besser zu lesen und einschätzen zu können. Wir lernten stetig und meisterten die von der Hundeschule gestellten Aufgaben und Situationen mit Bravour.
Bilbos positive Entwicklung war großartig und die Übungsstunden in der Hundeschule machten uns beiden riesigen Spaß.
Die regelmäßigen Kontakte mit den anderen Hunden vor Ort stabilisierten Bilbos Sozialverhalten auf ein gesundes Maß. Gern hätten wir noch mehr daran gearbeitet, Bilbos Kompetenzen zu fördern und weitere Stunden in einer Hundeschule absolviert.
Zu der Zeit stand mir das Tierheim Burgdorf mit Rat und Tat zur Seite und gemeinsam besprachen wir die weiteren Schritte.
Aufgrund der Rasse war es mir von Anfang an klar, dass es kein leichter Weg werden wird. Ich habe alles veranlasst, damit ein Zusammenleben ermöglicht werden kann.
Zuerst musste da einmal die Wohnsituation geklärt werden.
So fragte ich meinen Vermieter, ob er mit der Haltung eines Hundes aus dem Tierheim in meiner Wohnung einverstanden wäre.
Dies wurde vom Vermieter aufgrund der Rasse sofort verneint und auch die von mir überzeugende Argumente konnten ihn nicht umstimmen.
Ich hatte mir extra eine Unterschriftenliste von allen Nachbarn angefertigt, wo alle Mitmieter unterschrieben haben und damit bekundeten, dass sie mit dem Einzug Bilbos einverstanden waren.
Auch der Nachweis der niedersächsischen Hunde-Sachkundeprüfung und einer Hundehalterhaftplicht änderte an der Verneinung meines Vermieters nichts.
Das Einschalten eines Rechtanwalts brachte leider auch keinen Erfolg und das Einzige, was ich erreichen konnte, war ein Sonderkündigungsrecht von 14 Tagen.
Eine neue Wohnung musste her und ich hatte alle Hebel in Bewegung gesetzt, um diese auch zu finden.
Privat und auch über Soziale Medien habe ich Aufrufe gestartet. Freunde, Bekannte und sogar das Tierheim und ehrenamtliche Gassigänger haben über verschiedene Kanäle, wie Instagram und Facebook, mit uns gemeinsam nach einer neuen Wohnung gesucht.
Es wurde zahlreicht geteilt und alle wollte helfen.
Aufruftext auf der Tierheimseite:
<< „Unser Bilbo könnte ausziehen, allerdings sucht sein zukünftiges Herrchen eine neue Wohnung, wo beide endlich zusammen leben dürfen … <<
Unsere Suche hatte Erfolg!
Nach einigen Absagen habe ich dann endlich eine passende Wohnung gefunden und der Einzug Bilbos war zum Greifen nah. Obwohl die Miete um einiges teurer ist, habe ich vollen Einsatz gezeigt und mir von der Wohnungsgenossenschaft eine Haltungserlaubnis speziell für Bilbo geben lassen, um diese dem Tierheim übergeben zu können.
Endlich konnte Bilbos neuer Lebensabschnitt beginnen, endlich konnte er aus seiner unsagbar tragischen und traurigen Situation befreit werden und endlich durfte er ein glückliches und artgerechtes Leben führen. Er hatte es so sehr verdient.
… wenn folgendes Ereignis nicht vorgefallen wäre.
Am 13.01.2023 hatte ich Bilbo wie gewohnt zum ausgiebigen Spaziergang abgeholt und ihn wie immer angeleint und den Maulkorb angezogen. Bilbo wurde wie immer an einer Schleppleine geführt, die bis dato ohne Probleme vom Tierheim akzeptiert wurde.
Während des Spaziergangs ist mir aufgefallen, dass Bilbo etwas im Gebüsch witterte und unruhig wurde und ich wollte aufgrund dessen die Schleppleine kürzer nehmen. Doch bevor ich das konnte, war es schon zu spät. Bilbo sprang ins Gebüsch.
Völlig versteckt saß dort mitten im Gebüsch eine Frau mit ihrem Hund. Ich und Bilbo waren völlig erschrocken, und alle Beteiligten konnten in dieser Situation gar nicht so schnell reagieren. Die beiden Hunde gerieten aneinander und im Eifer des Gerangels hing der Maulkorb im Gebüsch fest und löste sich von Bilbos Schnauze. Um Schlimmeres zu verhindern, griff ich gegenwärtig in Bilbos Maul, der sofort darauf von dem anderen Hund abließ. Ich legte ihm daraufhin direkt den Maulkorb wieder an.
Gott sei Dank hatte der andere Hund, bis auf die beim Tierarzt festgestellten Hämatome, keine schwerwiegenden Verletzungen. Ich stehe noch heute in gutem Kontakt mit der Besitzerin, die mir versicherte, dass es ihrem Hund gut geht und er bis heute keinerlei Schaden davongetragen hat. Die Besitzerin hatte volles Verständnis für Bilbos Reaktion, da niemand damit rechnen konnte, dass sich eine fremde Person so tief in einem Gebüsch versteckt hatte. Der Schreck und die daraufhin gepushte Stressreaktion aller Beteiligten führte leider zu dieser unvermeidbaren Situation.
Wir gingen danach unverzüglich zurück zum Tierheim und ich meldete diesen Vorfall natürlich sofort dem Tierheimpersonal.
Daraufhin reagierte das Tierheim für mich völlig unerwartet und unverständlich.
Man warf mir vor, dass ich beim Spaziergang fahrlässig gehandelt hätte und es deswegen nur zu diesem Vorfall kommen konnte. Unteranderem wurde mir auch der Einsatz der Schleppleine vorgeworfen und diese plötzlich bemängelt.
Genau diese Schleppleine wurde 9 Monate lang ohne Probleme bei meinen Spaziergängen mit Bilbo akzeptiert, wurde nie bemängelt und ich wurde auch nie darauf angesprochen. Die Handhabe und der Einsatz einer Schleppleine war und ist mir bekannt und ich habe Bilbo nur dann an der längeren Schleppleine laufen lassen (die Handschlaufe immer fest in der Hand), wenn es die Gegebenheiten zuließen.
Aufgrund dieses unglücklichen, aber einzigen Vorfalls, wurde mir völlig unverständlich der Kontakt zu Bilbo verwehrt und ich durfte ihn ab diesem Zeitpunkt nicht mehr sehen.
Ich war verzweifelt, traurig und suchte immer wieder das Gespräch mit der Tierheimleitung.
Am 18.01.2023 bekam ich vom Tierheim Burgdorf dann folgende Nachricht per E-Mail:
<< „Der Vorfall hat uns gezeigt, dass nicht genug Achtsamkeit im Umgang mit Bilbo vorhanden ist. Denn ansonsten hätte so etwas nicht geschehen können.“>>
Seit 9 Monaten ging ich regelmäßig mit Bilbo spazieren, machte Ausflüge und besuchte mit ihm die Hundeschule. Seit 9 Monaten machte Bilbo eine wirklich positive Entwicklung durch und unsere Bindung wurde immer stärker. Das Tierheim hatte mir sogar schriftlich mitgeteilt, wie toll sich Bilbo seit meinen Besuchen und der Arbeit mit ihm entwickelt hat.
Dieses Tierheim hatte mit vollem Eifer das Gesuch nach einer neuen Wohnung geteilt und den Aufruf sogar auf die eigene Webseite gestellt, damit Bilbo endlich in sein neues Zuhause ziehen darf.
9 Monate ohne Vorfälle, positiver Entwicklung und vollem Einsatz meinerseits soll jetzt einfach hinfällig sein? Menschen machen Fehler (wenn man in diesem Fall überhaupt von Fehlern sprechen kann). Hunde sind keine Roboter und Situationen manchmal nicht vermeidbar. Auch ich habe durch diesen unglücklichen Vorfall gelernt und weiß, wie ich das ein oder andere anders oder besser machen würde.
Aufgrund dessen haben Bilbo und ich jetzt keine zweite Chance verdient?
Das will und kann ich nicht so einfach akzeptieren.
Als ich mich im letzten Jahr dazu entschlossen hatte, Bilbo zu adoptieren und die Verantwortung für ihn zu übernehmen, war mir klar, dass es nicht immer einfach sein wird. All das war selbstverständlich für mich, denn ich wollte diesem wunderbaren Hund endlich die Möglichkeit geben, ein schönes verdientes Leben zu führen.
Eine Chance, die Bilbo in den letzten 6 Jahren seines Lebens nie erhalten hat und wahrscheinlich nicht wieder erhalten wird.
Von Anfang an war mir wichtig, Zeit mit ihm zu verbringen. Manchmal waren aufgrund von Schnee und Eis leider keine Spaziergänge möglich und trotzdem war ich dennoch vor Ort und habe wichtige Zeit mit Bilbo verbracht und war einfach für ihn da.
Als die Hunde den Zwinger und das Gelände nicht verlassen durften, weil sie erkrankt waren, bin ich sechs Tage die Woche zum Tierheim gefahren und habe geschaut, wie es Bilbo geht. Auch wenn es manchmal nur 20 Minuten waren. Es waren 20 Minuten gefüllt mit Wärme, Liebe und Streicheleinheiten.
Ich habe ihm am Wochenende gepflegt, ihm Hustensaft und Medikamente besorgt. Auch an den Futterkosten habe ich mich in Form von Futtersackspenden beteiligt. Am Silvestermorgen bin ich extra mit ihm am Vormittag spazieren gegangen.
All das war und ist für mich selbstverständlich und ich möchte Bilbo auch jetzt nicht aufgeben.
Ich suchte immer wieder das Gespräch und mittlerweile hatte sich sogar der Vorstand des Deutschen Tierschutzbundes München eingeschaltet und mir Hoffnungen gemacht, dass es in naher Zukunft ein Gespräch mit der Tierheimleitung Burgdorf und mir geben würde. Leider ist dieses bis heute nicht erfolgt.
Ich bin verzweifelt, ich möchte Bilbo doch nur ein „Für immer Zuhause“ ermöglichen und wünsche mir nichts sehnlicher als eine persönliche Aussprache mit allen Beteiligten.
Zusammen könnten wir Lösungen finden, damit Bilbos und mein Traum doch noch in Erfüllung geht.
Ich bin mir der Verantwortung voll bewusst und ich traue mir mit voller Überzeugung zu, Bilbo verantwortungsvoll zu halten, zu handeln und sicher durchs Leben zu führen. Ich möchte weiter mit ihm arbeiten und ihm die Chance geben, sich positiv zu entwickeln.
Das alles habe ich in diesen 9 Monaten gezeigt.
Dieser vergangene Vorfall war einfach nicht vorhersehbar und es hätte jedem Hundebesitzer passieren können. Vor solchen Situationen kann sich kein Mensch schützen.
Meine Bitte an den deutschen Tierschutzbund und an die Tierheimleitung Burgdorf:
Gebt mir und Bilbo eine Chance! Lasst nicht zu, dass Bilbo den Rest seines Lebens im Tierheim verbringen muss.
Wir alle wissen, dass ein Hund mit seiner Optik und Rassezugehörigkeit geringe Chancen haben wird, jemals vermittelt zu werden.
Die Tierheime sind überfüllt mit Listenhunden und die Nachfrage ist gering.
Durch mich hat Bilbo die Chance auf ein neues Leben.
Bitte sucht das Gespräch mit mir und lasst Bibo nicht hängen.
Ich bin für alles bereit, offen für neue Ideen, Ratschläge und konstruktive Kritik und werde alles dafür tun, um auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen.
Ich bitte euch! Gebt Bilbo und mich nicht auf!
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Petition am 21. April 2023 erstellt