Studierende brauchen Transparenz und Planbarkeit!

Studierende brauchen Transparenz und Planbarkeit!

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Bei 1.000 Unterschriften wird die Petition mit höherer Wahrscheinlichkeit in den Empfehlungen gelistet!

K M hat diese Petition an Claudia Schilling (Senatorin für Wissenschaft und Häfen) und gestartet.

Studierende brauchen Transparenz und Planbarkeit!
Dankt uns nicht für unser Verständnis, denn es ist aufgebraucht. (Gefragt habt ihr auch nie...)

Sie bitten uns um Flexibilität, wir bitten sie um Mitgefühl und Verständnis, dass diese Flexibilität nun erschöpft ist.
Zuversicht, Motivation und Sehkraft lassen nach, Stress, Frustration, Einsamkeit und Geldsorgen nehmen zu.
In den Medien finden wir quasi keinen Raum, es wird kaum über unsere Probleme berichtet oder diskutiert. Höchstens in einem 6-minütigen Beitrag der öffentlich-rechtlichen Sender, welcher im Titel das Ausbleiben von Partys und Mensa als unser größtes Problem darstellt. (https://www.youtube.com/watch?v=sSiTqbC-gc0 
Wir fühlen uns damit weder gesehen, noch ernst genommen und möchten einige reale Probleme herausstellen, welche unseren Studienalltag stark erschweren. 
Ein Aspekt, der bereits einen Platz in der öffentlichen Diskussion findet, sind finanzielle Probleme Studierender. Dies stellt lediglich die Spitze des Eisberges dar.


Wir fordern

1. Direkte transparente Kommunikation MIT den Studierenden! 
Teilweise erfuhren wir zwei Wochen vor der Prüfung, dass diese wahrscheinlich verschoben wird. Dies wurde jedoch erst wenige Tage vor der Prüfung offiziell bekannt gegeben. Einige Prüfungen wurden mehrmals kurzfristig verschoben, da zu lange an derzeit nicht umsetzbaren Prüfungsformaten festgehalten wurde.
Wir bekommen alle paar Tage E-Mails von der Universität, alle paar Monate Updates. Das ist nicht was wir mit transparenter offener Kommunikation meinen. 
Vor vollendete Tatsachen gestellt zu werden ist keine offene Kommunikation. Ihr redet miteinander über uns, aber nicht mit uns. 

Transparenz bedeutet auch:
Wenn der Universität Informationen vorliegen, sind diese auch genauso unverzüglich an die Studierenden weiterzuleiten. Was in diversen Gremien abgesprochen wird, sollte umfassend und zeitnah an uns weitergegeben werden. Wir wollen in die Überlegungen aktiv mit einbezogen werden und dafür nach unseren Erfahrungen und Meinungen gefragt werden.
Der aktuelle Vorgang verzögert den Informationsfluss und dauert zu lange.

2. Planungssicherheit!
Wohin geht die Reise? Hat noch jemand einen Durch- und Weitblick?
Werde ich in Regelstudienzeit fertig, wenn Prüfungen verschoben werden?
Werde ich überhaupt noch einmal die Uni von innen sehen können, vor meinem Abschluss, oder mache ich jetzt quasi ein Fernstudium?

Wir brauchen einen genauen, zuverlässigen, langfristigen Plan wie es in Zukunft weiter gehen soll! 
Plan A, wenn..., Plan B, wenn... etc. bis hin zu Plan Z, wenn alle Stricke reißen. In Schulen sind derartige Szenarien gegeben und sollten in dieser Form auch an Universitäten bestehen und an die Studierenden weitergegeben werden.
Wir brauchen:

  • Frühzeitige Informationen, wann und in welcher Form Prüfungen stattfinden werden
  • Digital/ in Präsenz? Wenn Präsenz an Tag X nicht möglich ist: Dann digital an zeitnahem Tag Y?
  • Damit passend dafür gelernt werden kann: gleichbleibendes Aufgabenformat

3. Ewiger Lockdown für Studierende?
Schüler*innen gehen in die Schule, Mitarbeiter*innen gehen ins Büro, nur die Studierenden müssen zuhause bleiben und dürfen oft nicht einmal ihre Prüfungen in Präsenz schreiben. 
In der Schule: Gruppenarbeit mit 16 Personen und Sportunterricht (mit derselben Maske) mit 30 Schüler*innen
In der Uni: Für die Gruppenarbeit treffen wir uns online, wir sind ja drei Personen. Ich brauche jetzt eine Brille, weil meine Sehkraft vor lauter Bildschirmzeit nachlässt.

Unterricht und Prüfungen fanden in Schulen statt, während kleinere Präsenzveranstaltungen wie Seminare und Tutorien, sowie Präsenzprüfungen in Universitäten nicht stattfanden.
Warum? Wo ist der Unterschied? Sind Studierende besonders ansteckend? Wir wollen eine Antwort auf die Frage: 
Warum besteht eine Präsenzdifferenz zwischen Schulen und Universitäten?

Es geht um noch mehr beim Studieren! Es geht auch darum, Kontakte zu schließen, um Persönlichkeitsentwicklung und vieles mehr. Es geht auch ums Lernen und Weiterbildung, aber eben nicht nur. Das Studium nur noch auf das Schreiben von Prüfungen und das Lernen im stillen Kämmerlein zu reduzieren, raubt den Studierenden wichtige Erfahrungen und identitätsprägende Jahre.
Ausgerechnet Erstsemester trifft es besonders hart: Gerade in eine neue Stadt gezogen, in der kleinen, spartanisch eingerichteten Studierendenwohnung, ohne Möglichkeit, sich wirklich mit Kommiliton*innen kurzzuschließen oder den Uni-Alltag kennen zu lernen.
Soziale Isolation und Einsamkeit machen suizidal, lernt man in der klinischen Psychologie online Vorlesung und ja, es schlägt massiv auf die Motivation, schon über ein Jahr nur drinnen zu sitzen und lernen, ohne einen Ausgleich und Aussicht auf Veränderung.

Was ist nötig, damit wieder Veranstaltungen und Prüfungen in Präsenz stattfinden können? 
Müssen alle Bürger*innen geimpft sein? 
Müssen bestimmte, sehr geringe Inzidenzen unterschritten werden?
In welchem Jahr soll die Präsenzlehre wieder umfassend stattfinden?
Wohin geht die Reise und wann werden wir dort planmäßig ankommen?


Chancengleichheit muss auch im Onlinestudium gewährleistet sein!
Zugang zu Prüfungsmaterialien
Bibliothek und Lernräume stellen wichtige Orte zum erfolgreichen Lernen und Schreiben einer Hausarbeit dar: H-Exemplare von Büchern dürfen nur vor Ort angeschaut werden, auch wenn manchmal schon alle ausleihbaren Exemplare ausgeliehen sind. Derzeit ist die Bibliothek im Notbetrieb: Es dürfen sich dort maximal 50 Personen aufhalten, mit einer maximalen Aufenthaltsdauer von 45 Minuten pro Person. Sie ist somit nicht für alle Studierenden leicht zugänglich.
Es gibt längst nicht alle Bücher der Bibliothek online. Auch auf Nachfrage werden fehlende Onlinelizenzen klausurrelevanter Literatur nicht immer gekauft und den Studierenden somit nicht bereitgestellt.

Zugang zu Lernräumen
Nicht alle Studierenden haben daheim einen geeigneten Lernplatz, an dem sie jederzeit ungestört arbeiten können. Viele können sich dort nicht gut konzentrieren und werden schnell abgelenkt: Zoom-Konferenzen, Mitbewohner*innen, Bauarbeiten und Kinder, etc. lassen grüßen. Vorauszusetzen, dass alles aus einem kleinen Studierendenzimmer aus gemacht werden kann und diesen Zustand über Jahre als machbar einzufordern ist einfach nicht akzeptabel.

Zugang zu Informationen - seitens der Uni
Wo kann ich in Zeiten von Corona und Lockdown mein verpflichtendes Orientierungspraktikum machen?

Studium und Kind müssen vereinbar sein
Wie sollen Studierende mit Kindern ihr Studium vorantreiben, wenn ihre Kinder nur an einzelnen Wochentagen im Kindergarten oder in der Schule phasenweise betreut werden?
Wieso dürfen Studierende ihre Kinder nicht mit in einen Hörsaal nehmen (damals, als es noch Präsenzveranstaltungen gab), während die Kinder der Dozierenden teilweise durch die digitale Veranstaltung laufen und betreut werden, oder aus dem Nebenzimmer zu vernehmen sind? Können Dozierende nicht in ihrem Büro mit stabiler Internetverbindung unterrichten? 

Nicht zuletzt- das Thema Geld
Warum sollen wir über 200 Euro für ein Semesterticket bezahlen, wenn wir damit zu keinerlei universitären Veranstaltungen fahren? Warum bekommen wir nicht die Entscheidungsfreiheit, ob wir so viel Geld für öffentliche Mobilität ausgeben wollen? Viele Studierende sind durch wegfallende Nebenjobs und dergleichen in einer schlechten finanziellen Lage und könnten sich von dem ohne weiteren Nutzen ausgegebenen Geld mehrere Wochen lang Essen kaufen.

Sorgen & Unsicherheit belasten massiv
Die psychische Belastung, die den Studierenden derzeit zugemutet ist extrem hoch und in Kombination mit einem so langen Zeitraum einfach nicht mehr zu rechtfertigen. 

  • Finanzielle Sorgen
  • Sorgen um das Überleben älterer Familienmitglieder (unserer Eltern und Großeltern)
  • Sorgen um die Zukunft, die Karriere und den immer weiter in die Ferne rückenden Abschluss


Wir wollen gerne von euren individuellen Erfahrungen, Gedanken und  Gefühlen zu diesem Thema hören und lesen. Ob kurze Kommentare oder lange Geschichten: Lasst uns wissen wie es euch damit geht!

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