Petition updateStoppt die geplanten Baumfällungen von 131 Bäumen an der L155 in Posthausen!

Leserbrief "Umweltfrevel verhindern" von Herma Seele, Weserkurier 26.06.2026

Katrin BurowOttersberg, Germany
Jun 26, 2026

Leserbrief (Weserkurier, 26.06.2026) zum Artikel "Baustart für Sanierung erst 2027" vom 18.06.2026

Umweltfrevel verhindern

Der Baubeginn an der L155 verzögert sich, weil nun offenbar erkannt wurde, dass man nicht einfach 131 – vermutlich sogar mehr – teils große und alte Bäume fällen kann. Darüber zu berichten, ist richtig. Zunächst könnte man meinen, hier werde nun doch noch vernünftig und verantwortungsvoll gehandelt.


Sicher ist die Sanierung der Straße notwendig. Aber zu diesem Preis? Offenkundig vor allem zugunsten eines möglichst reibungslosen Autoverkehrs. Gerade in der heutigen Zeit sollte eine solche Planung hellhörig machen.
Im Artikel wird erklärt, dass sich die Erneuerung der Straße verzögert, weil jetzt zunächst die Natur- und Artenschutzbehörde prüfen soll. Doch warum passiert das erst jetzt? Warum wurde diese Prüfung nicht von Anfang an vorgenommen?


Hier drängt sich der Verdacht auf, dass es dafür Gründe gibt. Unerwähnt bleibt nämlich, dass sich nach Bekanntwerden der Baumaßnahme eine Bürgerinitiative gegründet und eine Petition gestartet hat. Vermutlich ist genau dies der eigentliche Grund für die nachträgliche Prüfung – und nicht das verantwortungsvolle Handeln der zuständigen Behörden.
Durch diese Petition wurden die Behörden und auch die politischen Gremien in Ottersberg offenbar daran erinnert, dass man ein derart weitreichendes und umweltrelevantes Projekt nicht ohne echte Bürgerbeteiligung durchwinken sollte – auch wenn genau das zunächst versucht wurde.


Ich vermisse deshalb in dem Artikel nicht nur den Hinweis auf die Petition, sondern auch eine kritischere Bewertung des behördlichen Vorgehens. Das möchte ich an dieser Stelle nachholen. Vielleicht werden so noch mehr Menschen aufmerksam und motiviert, gegen diesen Umweltfrevel Widerspruch zu erheben.

Bei der Suche nach Alternativen zur Sanierung ist bereits einiges zusammengetragen worden. Es gibt Möglichkeiten, die Allee zu erhalten – ebenso wie die markante Stieleiche vor der Baumschule Haase/Böschen. Schon vor vielen Jahren wurde dieser Baum von den Vorfahren der heutigen Besitzer bei einer Straßensanierung verteidigt.

Denn wenn die Bäume erst einmal gefällt sind, gibt es kein Zurück.

HERMA SEELE, OTTERSBERG

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