Neuigkeit zur PetitionStoppt die geplanten Baumfällungen von 131 Bäumen an der L155 in Posthausen!

Erfolgreicher Protest: Verzögerung der Straßensanierung - Baubeginn erst ab Frühjahr 2027!

Katrin BurowOttersberg, Deutschland
15.06.2026

https://www.kreiszeitung.de/lokales/verden/ottersberg-ort29239/strassensanierung-startet-erst-2027-94352396.htm

Die angekündigte Verschiebung des Baubeginns der L155 zwischen Allerdorf und Posthausen auf März 2027 bietet eine wichtige Gelegenheit, das gesamte Vorhaben noch einmal mit der notwendigen planerischen und ökologischen Sorgfalt zu betrachten.

Auch wenn die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStBV) offiziell europäische Ausschreibungsfristen und die Witterungsbedingungen im Winter (steht so in der Pressemitteilung und wurde in der Zeitung entfernt) als Grund nennt, wird deutlich, dass hier vor allem eine Atempause für eine bislang unvollständige Planungsgrundlage entstanden ist.


Der Zustand der Strecke erfordert aufgrund des instabilen Moorbodens eine tiefgreifende Sanierung, die nach aktuellen Plänen den Verlust von 131 Bäumen zur Folge hätte.

Ein derart massiver Eingriff in sensible Naturräume und Bodenschichten darf jedoch nicht auf vagen Schätzungen beruhen.

Dass bis zum Baubeginn parallel noch Voruntersuchungen zum Natur- und Artenschutz stattfinden müssen zeigt, dass in der bisherigen Planungsphase wesentliche Daten fehlten.

Die nun erfolgende Einbeziehung des Landkreises Verden und begleitender externer Gutachter ist daher keine reine Verzögerung, sondern eine fachliche Notwendigkeit. Nur so kann sichergestellt werden, dass die technische Haltbarkeit der Straße und der Erhalt der heimischen Natur auf validen Daten basieren.


Im März 2026 wurde im Gemeinderat ein erheblicher Zeitdruck aufgebaut, um das Projekt schnellstmöglich voranzutreiben. Die gewonnene Zeit bis 2027 korrigiert diesen überhasteten Ansatz.

Eine nachhaltige Infrastruktur bemisst sich schließlich nicht an der Geschwindigkeit des Baubeginns, sondern an der Qualität und Umweltverträglichkeit der Ausführung. 

Die gewonnene Zeit bis zum geplanten Baubeginn sind das Zeitfenster, das wir brauchen, um Schadensbegrenzung zu betreiben und Alternativen einzufordern!

Wer Naturräume beansprucht, muss die intellektuelle und zeitliche Kapazität aufbringen, deren Erhalt ernsthaft zu prüfen.

Es gilt, jeden einzelnen Baum zu prüfen, den Moorkörper als wertvollen CO2-Speicher zu respektieren und die Sanierung so naturverträglich wie nur möglich zu gestalten.

Weitere  Aktionen zur Mobilisierung des öffentlichen Bewusstseins und zur rechtlichen sowie fachlichen Begleitung dieses Verfahrens sind bereits in Planung.

Nutzen wir diese Zäsur: Mischen wir uns ein – sachlich in der Argumentation, aber unnachgiebig in der Sache.

Bitte unterstützt die Petition weiterhin! Schreibt Kommentare, verfolgt den Alleen-Wettbewerb im Magazin des BUND und schaut in die App "Mein Baum" nach der L155 in 28870 Ottersberg

u.a. nach diesem Spot: https://www.spotteron.com/meinbaum/spots/1296597

Hier findet man auch die riesige Stieleiche auf dem Bild mit einem Stammumfang von  über 110 cm, die schon vor einigen Jahrzehnten von damaligen Anwohnern vor einer Straßensanierung gerettet und gehegt und gepflegt wurde.

 
 


 

 

140 Personen haben diese Woche unterzeichnet
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