Stoppt die Drückjagden auf Rotwild in den Staatsforsten

Das Problem

Gemäß Artikel 20 a unseres Grundgesetzes sind Wildtiere und deren Habitate geschützt. 
Fast alle Staatsforstbetriebe in Deutschland veranstalten Drückjagden, um wiederkäuendes Schalenwild zu erlegen, mancherorts werden Drohnen mit Wärmebildkameras eingesetzt, um Wild zu finden und es dann zu erlegen. Das ist mehr als unwaidmännisch und widerlich und nach geltendem Recht gemäß Bundesjagdgesetz und Drohnenfluggesetz nicht erlaubt.
Bei diesen Drückjagden wird keinerlei Rücksicht auf führende Muttertiere genommen. Diese werden oftmals vor ihren Kälbern erlegt. Das bedeutet, diese Kälber verwaisen und werden vom übrigen Rudel, so noch eines besteht,  nicht mehr angenommen und verhungern. Laut einer Studie der "Deutschen Wildtierstiftung" passen erlegte Alttiere genetisch häufig nicht zu den erlegten Kälbern.
Die Strecken der erlegten Schalenwildarten sind in den letzten  Jahren drastisch gesunken.
Es findet in vielen Revieren kein Blutaustausch mehr statt und die ersten Populationen zeigen Deformationen der Kiefer durch Inzucht. (Rotwild SH)
Die wiederkäuenden Schalenwildarten werden dafür verantwortlich gemacht, dass die jungen Triebe im Wald verbissen werden. Die Harvester (Holzvollernter) richten einen größeren Schaden an, indem sie großflächig den Boden verdichten und viele Bäume an einem "Erntetag" fällen können. In Deutschland gibt es ein 13.000 KM langes Autobahnnetz. Aber alleine in Bayern sind 23.500 KM Forstwege angelegt, die den Boden verdichten. Bei einer Breite von 3,50 Meter entspricht dies einer Fläche, die größer ist als der Chiemsee. Es sind 82.250 Quadratkilometer, die im Wald unbrauchbar gemacht wurden. In anderen Bundesländern schaut es genauso aus. Sachsen beziffert den Betrag der jährlich für die Pflege und den Erhalt der Forststraßen eingesetzt werden muss mit 8 Mio. €. So werden ca. 615,38€ pro Kilometer Forststrasse jährlich ausgegeben. Wieviel Samen für den Wildacker kann man dafür kaufen? 10 KG Wildackermischung kosten zwischen 27,00€ und 50,00€.
In Brandenburg sind in diesem Jahr bereits zwei Drückjagden durchgeführt worden, bei denen nicht ein einziges Tier erlegt wurde, weil trotz zahlreicher Treiber und Hunde kein Schalenwild in Anblick kam.
Eines haben die Damen und Herren Förster bei ihrem unsäglichen Vorgehen nicht bedacht: es gibt tatsächlich auch andere Tiere im Wald, die gerne junge Triebe verbeißen. Hasen, Eichhörnchen und Mäuse zum Beispiel. Dass die Staatsforsten häufig defizitär arbeiten, dürfte den meisten Lesern bekannt sein. Es ist höchste Zeit, sich dieser Thematik offen anzunehmen und ein vernünftiges Wildtier-Management einzuführen. Die Informationen, die durch bestimmte Kreise in die Politik, zu Staatssekretären und Ministerialdirigenten sowie Ministerinnen und Ministern gedrungen sind, sind schlicht und ergreifend falsch und entbehren jeglicher Logik. Man könnte den Eindruck gewinnen, dass hier bewusst die Unwahrheit gesagt wird, um den Vernichtungsfeldzug gegen das wiederkäuende Schalenwild unbeirrt fortsetzen zu können um damit eigenes Unvermögen zu kaschieren. Den Tieren wird nicht nur das Habitat genommen, sie werden auch noch erschossen. Daher "Wald MIT Wild Deutschland e.V."!
www.wald-mit-wild.org   
Unterstützen Sie uns bitte. Für das Wild!

avatar of the starter
Jörg UlbrichPetitionsstarter*in

3.789

Das Problem

Gemäß Artikel 20 a unseres Grundgesetzes sind Wildtiere und deren Habitate geschützt. 
Fast alle Staatsforstbetriebe in Deutschland veranstalten Drückjagden, um wiederkäuendes Schalenwild zu erlegen, mancherorts werden Drohnen mit Wärmebildkameras eingesetzt, um Wild zu finden und es dann zu erlegen. Das ist mehr als unwaidmännisch und widerlich und nach geltendem Recht gemäß Bundesjagdgesetz und Drohnenfluggesetz nicht erlaubt.
Bei diesen Drückjagden wird keinerlei Rücksicht auf führende Muttertiere genommen. Diese werden oftmals vor ihren Kälbern erlegt. Das bedeutet, diese Kälber verwaisen und werden vom übrigen Rudel, so noch eines besteht,  nicht mehr angenommen und verhungern. Laut einer Studie der "Deutschen Wildtierstiftung" passen erlegte Alttiere genetisch häufig nicht zu den erlegten Kälbern.
Die Strecken der erlegten Schalenwildarten sind in den letzten  Jahren drastisch gesunken.
Es findet in vielen Revieren kein Blutaustausch mehr statt und die ersten Populationen zeigen Deformationen der Kiefer durch Inzucht. (Rotwild SH)
Die wiederkäuenden Schalenwildarten werden dafür verantwortlich gemacht, dass die jungen Triebe im Wald verbissen werden. Die Harvester (Holzvollernter) richten einen größeren Schaden an, indem sie großflächig den Boden verdichten und viele Bäume an einem "Erntetag" fällen können. In Deutschland gibt es ein 13.000 KM langes Autobahnnetz. Aber alleine in Bayern sind 23.500 KM Forstwege angelegt, die den Boden verdichten. Bei einer Breite von 3,50 Meter entspricht dies einer Fläche, die größer ist als der Chiemsee. Es sind 82.250 Quadratkilometer, die im Wald unbrauchbar gemacht wurden. In anderen Bundesländern schaut es genauso aus. Sachsen beziffert den Betrag der jährlich für die Pflege und den Erhalt der Forststraßen eingesetzt werden muss mit 8 Mio. €. So werden ca. 615,38€ pro Kilometer Forststrasse jährlich ausgegeben. Wieviel Samen für den Wildacker kann man dafür kaufen? 10 KG Wildackermischung kosten zwischen 27,00€ und 50,00€.
In Brandenburg sind in diesem Jahr bereits zwei Drückjagden durchgeführt worden, bei denen nicht ein einziges Tier erlegt wurde, weil trotz zahlreicher Treiber und Hunde kein Schalenwild in Anblick kam.
Eines haben die Damen und Herren Förster bei ihrem unsäglichen Vorgehen nicht bedacht: es gibt tatsächlich auch andere Tiere im Wald, die gerne junge Triebe verbeißen. Hasen, Eichhörnchen und Mäuse zum Beispiel. Dass die Staatsforsten häufig defizitär arbeiten, dürfte den meisten Lesern bekannt sein. Es ist höchste Zeit, sich dieser Thematik offen anzunehmen und ein vernünftiges Wildtier-Management einzuführen. Die Informationen, die durch bestimmte Kreise in die Politik, zu Staatssekretären und Ministerialdirigenten sowie Ministerinnen und Ministern gedrungen sind, sind schlicht und ergreifend falsch und entbehren jeglicher Logik. Man könnte den Eindruck gewinnen, dass hier bewusst die Unwahrheit gesagt wird, um den Vernichtungsfeldzug gegen das wiederkäuende Schalenwild unbeirrt fortsetzen zu können um damit eigenes Unvermögen zu kaschieren. Den Tieren wird nicht nur das Habitat genommen, sie werden auch noch erschossen. Daher "Wald MIT Wild Deutschland e.V."!
www.wald-mit-wild.org   
Unterstützen Sie uns bitte. Für das Wild!

avatar of the starter
Jörg UlbrichPetitionsstarter*in

Neuigkeiten zur Petition

Diese Petition teilen

Petition am 23. November 2022 erstellt