Petition update

FINNLAND UND PORTUGAL(*) AGIEREN. DEUTSCHLAND NEGIERT. 89 GEWALTSAM GETÖTETE MÄDCHEN UND FRAUEN (**)

Professor Dr. Kristina Wolff
Germany

Jul 22, 2019 — 

@BMFSFJ #giffey @BMJV #lambrecht @GiffeysRunderTisch:

Funktionsuntüchtiger Flughafen BER: 7,3 Milliarden €

Folgekosten Mautverträge: Hunderte (Plural) Millionen €

Fahrradweg im Mittelrheintal: 115 Millionen €

Mautvorhaben: 53,6 Millionen €

Maßnahmen gegen Gewalt an Frauen: 6,1 Millionen €

Weshalb entwerten Sie das Leben von Mädchen und Frauen?

21.07.2019 in München: Ein grauenvoller Verdacht scheint sich zu bestätigen. Der Stiefvater der seit einer Woche vermissten 16-jährigen Tatjana und Ehemann ihrer 41-jährigen Mutter Maria Gertsuski steht unter dringendem Tatverdacht, beide getötet zu haben. Mit ihm war Maria Gertsuski erst seit ca. einem Jahr verheiratet. Polizeisprecher Marcus da Gloria Martins: „Wir gehen davon aus, dass Mutter und Tochter tot sind.“ (Bayern)

21. Juli 2019 in Brunsbüttel:  Zwei Frauen, 20 und 22 Jahre alt, werden am Wochenende vom Lebensgefährten von einer der beiden attackiert. Nach einem Streit nähert sich der Aggressor wutentbrannt dem Auto, in dem beide sitzen und greift, mit einem Golfschläger bewaffnet, an: Wutentbrannt zertrümmert er die Heckscheibe des Wagens, beiden Frauen werden der Polizei zufolge verletzt, eine schwer. Beide müssen im Krankenhaus versorgt werden. (Schleswig-Holstein)

21.07.2019 in Lippstadt: Eine 33-jährige Frau, Mutter von zwei Kindern wird tot in ihrer Wohnung aufgefunden. Sie starb an Verletzungen, die, dem Obduktionsergebnis zufolge, von 34 (!) Messerstichen rühren. Dringend tatverdächtig? Presseberichten zufolge der Ehemann, im Vorfeld habe es einen lautstarken Streit gegeben. Das Paar lebte seit drei Monaten getrennt. Der neunjährige Sohn und die elfjährige Tochter sind in der Obhut des Jugendamtes. (Nordrhein-Westfalen)

22. Juli 2019 in Hannover: Zeitverzögert wird publik, dass ein Polizist bereits am 17.07.2019 wegen sexuellen Missbrauchs eines 14-jährigen Mädchens verurteilt wurde. Der Mann hatte sein ehrenamtliches Fußballtraining dazu benutzt, um zu der jungen Spielerin ein Vertrauensverhältnis aufzubauen und sie dann “zu missbrauchen“. Das Urteil beläuft sich auf eine sechsmonatige Bewährungs- und eine Geldstrafe in Höhe von 3.000,-€.  (Niedersachsen)

@BMFSFJ #giffey @BMJV #lambrecht @GiffeysRunderTisch:

89 grausame Femizide in 2019 (mindestens!)

Ein nationaler Aktionsplan mit effizienten Maßnahmen (präventiv, aktiv, caritativ, judikativ, korrektiv und kollektiv) zum Schutz betroffener Mädchen und Frauen, sowie die Freigabe der dafür erforderlichen und überlebensnotwendigen Budgets sind überfällig, um dem Titel Rechts- und Sozialstaat wieder mit (Menschen-)Würde zu entsprechen.

 (*) https://www.reuters.com/article/us-womens-day-portugal/portugals-parliament-falls-silent-to-remember-domestic-violence-victims-idUSKCN1QO2B8

(**) Stand 21.07.2019

 

Leider wird auch diese Petition regelmäßig zur Multiplikation destruktiver Parolen verschiedener Reichsbürger*innen und/oder AfDler*innen und/oder anderer Trolle, missbraucht. Die Namen derer, die sich hier auf unterstem Stammtisch-Niveau negativ auslassen wiederholen sich, die populistischen Inhalte bleiben gleich. Dazu erneut:

Nahezu jede bundesdeutsche Familie hat in ihrer Biographie eine Fluchtgeschichte, sei es auf Basis religiöser (Hugenotten), politischer (Weltkriege), sexueller (Homophobie) oder anderer Umstände. Es ist ein, sehr häufig passiv erworbenes, Privileg, in einem Land leben zu dürfen, dass es sich leisten kann, Bedürftigen Platz und Schutz anzubieten.

Insofern appelliere ich dringend an Alle, noch einmal sehr genau zu überlegen, ob man selbst, bzw. die eigene Familie vom o.g. Schutz, der hier wieder und wieder, qua rechtspopulistisch-hetzenden Kommentaren, per se in Frage gestellt wird, profitierte, bevor ein weiterer, gesellschaftsspaltender und, auch in Bezug auf das Petitionsthema, völlig deplatzierter Kommentar abgelassen wird.

#saveXX richtet sich in die diametral gegenteilige Richtung aus: Der o.g. Schutz möge endlich effizient auf die Gruppe der bedrohten, gefährdeten und bereits misshandelten Frauen ausgeweitet werden! So, wie es den Anforderungen des Grundgesetzes, der Istanbul-Konventionen und auch der UN-Menschenrechtscharta entspricht.

Für den fortwährenden Versuch, das Petitionsthema durch Zerfasern aufzuweichen, indem:
1.) Die Schuld pauschal "den Flüchtlingen/ Immigranten/ Ausländern" zugeschoben wird
2.) daraufhin festgestellt wird, damit sei die verbleibende Zahl der Tötungen so gering, dass
3.) kein Handlungsbedarf bestehe, weil es kein relevantes Thema mehr gäbe, bietet diese Petition keinen Raum.

Im Rahmen dieser Petition werden keine „wichtigen Informationen“ (Nationalität) unterschlagen/ verschwiegen: Die Gewaltexzesse sind das Corpus Delicti, nicht der Pass.

Dem Grundsatz „don’t feed the Troll“ folgend, werde ich meine Energie nicht weiter auf das Kommentieren der sich kontinuierlich wiederholenden, abstrusen Entgleisungen verschwenden, sondern auf das Ziel einer messbar effizienten Reduktion der Gewaltverbrechen an Frauen fokussiert blieben.


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