Petition updateStoppen - Nein zur EHS-Schadstoffdeponie Kostebrau / Lauchhammer !Neuigkeiten: Briefkontakt, Leserbriefe, keine Positionierung
Norbert LöhnertLauchhammer, Germany
Sep 13, 2023

Hallo zusammen, 

heute will ich euch mitteilen, dass die Handsammlung sich, mit bis heute 860 Unterschriften, auf der Überholspur befindet und die Unterschriftenanzahl dieser Petition, mit 913 Unterschriften, bald eingeholt hat. Das sollte nicht so bleiben. Wir können doch mehr! Zumal es ja besonders wichtig ist, die jüngeren Generationen zu informieren und zu mobilisieren, denn diese wird es in Zukunft ab 2030 bis 2090 und darüber hinaus betreffen, wenn hier der Schadstoff „Eisenockerschlamm“ zur riesigen Halde aufgetürmt wurde?? Bitte macht euch vertraut mit Deponievorhaben und helft jetzt erst recht mehr Unterschriften zu bekommen, indem ihr diese Petition mit zehn weiteren Leuten und Umweltaktivisten teilt? Facebook-Gruppen, SMS, Twitter, E-Mail und WhatsApp sind dafür super. Je mehr unterschreiben, umso schwieriger wird es uns zu ignorieren! Die Wahrheit über die Schadstoffdeponie muss bekannt werden! 

 

Das Foto zeigt: Eisenhydroxid-Schlamm getrocknet in Körnung 0,2 bis 35 mm, unverdichtet. Zerrieben ist er pulverförmig wie feinste Asche.

 

1. Briefkontakt zur LMBV

Am 06.09.2023 wurde die LMBV angeschrieben und Fragen weitergeleitet, die u.a. Kostebrauer stellten. Eine Antwort steht noch aus. Hier ihre Darstellung der Bergbaufolgen für Kostebrau sinngemäß:

 

‚Kostebrau ist seit Jahrzehnten ein „gebeuteltes“ Dorf… jahrzehntelanger Braunkohle-Bergbau mit all seinen Folgen für Umwelt und Natur, damit es Bürger, nicht nur in Kostebrau sondern in der Region warm haben und zuverlässig sie Energie bereitgestellt bekommen. Die Sanierung brachte nach der Devastierung unserer ehemaligen Ortsteile Römerkeller und Wischgrund zwar wieder grüne Landschaften, aber auch ständige Belastungen durch erhebliche Baumaßnahmen mit umfangreichen LKW-Transporten.

Desweiteren mussten wir jahrelange Straßensperrungen und kostenintensive Umfahrungen ertragen und niemand hat geholfen. Die Bürger waren auf sich allein gestellt. Und immer, wenn wir hier in Kostebrau glaubten, jetzt ist mal genug, kamen neue Ideen und Unternehmen. In Richtung Klettwitz wurde auf der Hochkippe ein Windpark errichtet und auch bereits erneuert durch noch höhere Windräder … und wieder erfolgten umfangreiche Transporte auf den neu errichteten Straßen. Als bisheriger Abschluss entstand ein Solarpark, durch dessen Einzäunen nun auch den Wildtieren der Lebensraum immer weiter entzogen wird. Aber all das spielt keine Rolle. Fahrradwege für ein sicheres Erreichen von Kostebrau und seinen Aussichtspunkten zum weiteren touristischen Erschließen unseres Bergdorfes sucht man vergebens, dazu hat es nicht gereicht, obwohl ZWEI Straßen neu errichtet bzw. saniert wurden!‘

Weiterhin sollen ein zusätzlicher Windpark und weitere Solarparks errichtet werden. Und die Krönung: Wir haben die höchsten Energiepreise zu zahlen! Andere stellten die Frage: was soll denn noch alles hierher? 

 

2. Unter LR-„Leserbriefe“: 

Andreas Tittelbach kam darin am 8.9.2023 wie folgt zu Wort: 

 „ … ‚Nicht jedem gefallen die Deponie-Pläne‘ und das ‚Interesse … präsentiert sich … genauso riesig wie die Skepsis‘ zeigt doch, dass wir als gespalten dargestellt werden. Ich sage Ihnen gleich: Wir in Kostebrau, also der allergrößte Anteil, sind gegen den Betonsarg voller Schadstoffe vor unserer Haustür. Ausnahme sind lediglich diejenigen, die das Ausmaß der Maßnahme noch nicht kennen, ältere Leute, die nicht mehr können und die Gleichgültigen. 

Aber wenn ich den Text lese kristallisiert sich heraus, auf welcher Seite die Medien stehen. Ich darf aber an dieser Stelle nicht verhehlen, dass ich Altdöbern und Meuro zu ihrem Durchhaltevermögen gratuliere. Dort waren die Flächen wohl nicht LMBV-Eigentum? Wahrscheinlich geht es wieder mal um Arbeitsplätze und Durchsetzungsvermögen.

Wir sind ein Land der Dichter und Denker - die Forschung hätte schon lange forschen können, wie man das Eisen wirtschaftlich verwerten könnte. Aber nein, jetzt geht es um eine sehr schnelle und bequeme Lösung. Ich kann nur hoffen, dass wir in Kostebrau und Umgebung genügend Kraft, Stehvermögen und Mitstreiter finden werden, um das Umweltgrab im Tagebau zu verhindern. Also dann - Eisenhydroxid zu Rohstoffen. …“

 

3. Stadt will sich nicht positionieren

Warum nicht? In einem zweiten Offenen Brief, musste ich dem Bürgermeister von Lauchhammer u.a. erklären: 

„… Nun kann ich mir nicht vorstellen, dass Sie diese Willensbekundung der Öffentlichkeit auch negieren und beugen wollen. …“ „… Nun bitte ich Sie, Ihren Standpunkt nochmals zu überdenken und sich gegen die Deponie zu positionieren. Auch ist es durchaus möglich, das in den „Handlisten“ zu tun. 

Andere Bürgermeister haben Courage gezeigt und sich für den Bürgerwillen positioniert! …“

                                            Darauf will er nicht antworten.

 

Für uns, unsere Kinder, unsere Enkel, unsere Umwelt, die Artenvielfalt und den Klimaschutz! 

Europa soll wissen, was hier geplant wird! Danke auch an die Unterstützer aus Frankreich, Italien, Niederlande, Ukraine, Albanien, Portugal, USA, Schweiz, Irland, Österreich, Großbritannien, Spanien und Togo. 

Danke, dass ihr alle diese Kampagne unterstützt.

 

den 13.09.2023

Norbert Löhnert

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