

Hallo zusammen,
ich will euch Bescheid sagen, dass wir jetzt über 800 Unterschriften für diese Petition haben, plus über 650 Unterschriften in ‚Handlisten‘, insgesamt über 1450 Unterschriften! Vielen Dank für eure Unterstützung und Bewerbung!
Könnt ihr mir helfen, jetzt erst recht mehr Unterschriften zu bekommen, indem ihr diese Petition mit zehn weiteren Menschen teilt? Facebook-Gruppen, SMS, Twitter, E-Mail und WhatsApp sind dafür super. Je mehr unterschreiben, umso schwieriger wird es uns zu ignorieren!
Mitglieder des Kostebrauer „Kultur- und Heimatvereins“ sind zu 100% gegen die Deponie.
Falschinformation
Die hiesige Regionalzeitung „Lausitzer Rundschau“ (kurz LR) schrieb am 11.07.2023 über die von den Kostebrauern abgelehnte Deponie unter dem Titel: „Klettwitzer und Kostebrauer feiern traditionelles Wiedersehensfest“ folgendes:
…“Ein aktuelles Thema, das in Kostebrau derzeit heiß [zwischen Deponiegegnern und Befürwortern (Ortsvorsteher ; „Pro Lauchammer“)] diskutiert wird und zu dem es sogar eine Online-Petition gibt, ist die zukünftige Eisenschlammdeponie. …“ Die LR vermittelt so den Lesern mit „zukünftige“, als ob die EHS-Schadstoffdeponie schon genehmigt ist. Wenn dem tatsächlich so wäre, können wir Transparenz und Demokratie gänzlich verabschieden. Wo soll das hinführen? Die Darstellung „zukünftige“ ist falsch und verwirrt!
Der Ortsvorsteher von Klettwitz in dem Blatt: „…Alle anderen Sachen [gemeint: Deponieplanung und Bau] sind in Planung.“ Dagegen der Kostebrauer Ortsvorsteher Lerche: „Es ist ja bisher nichts Konkretes da. Nicht einmal eine Planung existiert. Wir warten erst einmal auf den 3. August. Die LMBV wird an diesem Tag ihr Projekt vorstellen.“
Beide Ortsvorsteher widersprechen sich. Tatsächlich gibt es einen öffentlich bekanntgegebenen LMBV-Grobplan, der mir vorliegt, der von der LMBV aber nur bis zum 7.3.2023 auf deren Webseite gezeigt wurde und dann gelöscht war. Siehe: http://www.lmbv.de/bergbaufolgen/verockerung/umgang-mit-ehs/ehs-monodeponie-kostebrau/
Auch Herr Gärtner (SVV Lauchhammer und „Pro Lauchhammer“) zeigte diesen Plan in der Ortsbeiratssitzung am 30.03.2023.
Der Grobplan des Deponiebetriebes, bis zu 90 ha eingezäunt, auf ‚Baggerfeld 116‘ im Bild im gelben Rahmen enthält:
• Zufahrt [zum Deponiebetrieb von der L 60 Richtung Norden mit den Koordinaten: 51.511782, 13.847484 und ist Aufnahmeort des Titelbildes],
• Bereich Aufnahme, Waage, Betriebseinrichtungen
• Auffangbecken für Wasser aus Vortrocknung / Entwässerung
• Überdachung Zwischenlager / Luft-/Vortrocknung, Trocknung/Siebung
• ggf. weitere Behandlung/Verfestigung der Schlämme
• Bereich für evtl. Sickerwassersammlung/ -behandlung
• Deponie [= eigentliche Deponiefläche im Text genannt: 330 m x 390 m]
Der Ortsvorsteher kennt das, tritt als Bremser der Petition auf, will Zeit für die LMBV gewinnen und verschiebt die geplante Ortsbeiratssitzung vom 20.07.2023 auf den 03.08.2023. Ihm sind die LMBV Planungen seit dem 05.10.2021 bekannt!
Pressefreiheit??? Widerstand Kostebraus verschwiegen!!!
Die der LMBV nahe stehenden ‚LR‘ und der ‚Wochenkurier‘ (kurz ‚WK‘), berichten nicht vom Widerstand gegen die Deponie! Warum nicht? Beide Blätter sind, wie die LMBV, in der ‚Wirtschaftsinitiative Lausitz e.V.‘(WIL) organisiert. Somit sind beide Blätter wohl nicht mehr unabhängig sondern der LMBV hörig? Die ‚LR‘ verkündet: 3.8. als LMBV-Infotermin, erscheint aber nicht??? Der ‚WK‘ erscheint, berichtet aber nicht??? Höchst seltsam!!!
Kritiken an LMBV werden verschwiegen!
Die LMBV überzeugt und vermittelt nicht allein. Sie bedient sich der „auf Bürgerbeteiligung spezialisierten Agentur Füller & Krüger“, lt. LMBV. Deren Moderatoren und Technik waren in Kostebrau überfordert, was sich in veralteter Tontechnik und Computer-Startschwierigkeiten äußerte. Oder war das so gewollt? Einfach unbegreiflich, ein Lehrer muss auch allein seinen Unterricht meistern!
In o.g. WIL war der hiesige Ortsvorsteher von 2012 bis 2017 Geschäftsführer, wie seine Webseite https://www.xing.com/profile/Hubert_Lerche informiert.
Kooperatoren: Unterwerfen sich Vereine der LMBV?
Ist es möglich, dass es zu einer Fehlentwicklung kommt, die sich darin äußert, dass der Kostebrauer Ortsvorsteher, Lerche, mit seinem Förderverein, in dem er 2. Vorsitzender ist, sowie Bürgermeister Buhr mit seinem Verein ‚Pro Lauchhammer‘, sich dem LMBV-Deponievorhaben gegen den Willen der Kostebrauer unterwerfen? ‚Pro Lauchhammer‘ hat sich bisher nicht für Kostebrau eingesetzt, im Gegenteil sogar versucht Kostebrau zu missionieren und für die Deponie zu gewinnen.
Das führt zur Ungleichheit in der Region. Schließlich werden dadurch Kostebrauer Freiheit, die Gerechtigkeit und unser Gemeinwohl gefährdet und erheblich eingeschränkt. Diese Demokratiekrise führt unweigerlich zu schwindendem Vertrauen in die Lokal- bis Landes- und Bundespolitik sowie in die Selbstbestimmung der Bürger. Wer will das verantworten?
Wir schweigen nicht, wir fordern: Keine Deponie Kostebrau!
Was werden die Folgen eines Deponie-Diktats sein?
Wir hörten: „Hätten wir von der Deponie gewusst, hätten wir nicht hier gekauft!“
Wer sich mit dem Gedanken trägt, in Kostebrau ein Grundstück zu kaufen, der wird das jetzt überdenken.
Der Überalterung der Bevölkerung werden Leerstand und Wegzug folgen. Auch der Preisverfall der Grundstücke wird das nicht aufhalten. Alles was in diese jetzt investiert wird unterliegt sofort dem Wertverfall.
Öffentlicher Druck
Diese Petition erzwang durch ihren öffentlichen Druck die Infoveranstaltung der LMBV am 03.08.2023! Der ursprüngliche Termin 20.07.2023 wurde nicht gehalten, da offensichtlich nicht alle Publikationen redaktionell und drucktechnisch fertig waren.
An den Kostebrauern vorbei, hat die LMBV ihren Deponieplan gelobt und beharrt auf ihm. Die Informationsveranstaltung war in sich nicht schlüssig, bedingt durch Ungereimtheiten. Ausgelegtes Informationsmaterial und die Veranstaltung waren nur insofern interessant, als dass zu erkennen war, dass sich die Angaben oftmals widersprachen und vielfach mit Wort und Bild ein täuschender Eindruck entstand.
Fazit: Wir können der LMBV nicht vertrauen!
Das zeigte sich im Vorfeld durch die Verzögerung und tröpfchenweise Preisgabe von Informationen, Verschwinden von Angaben auf der Webseite usw.
Jetzt erst recht ist eine verstärkte Unterschriften-Aktion dringend notwendig!
Es muss erwirkt werden, dass der EHS auf den LEAG-Förderbrückenkippen deponiert wird. Dort braucht kein junger Wald mit Amphibien, Reptilien und Laichgewässern zerstört zu werden.
Amphibien, Reptilien, Wild und Vögel können in Kostebrau in ihrem angestammten, heimischen Lebensraum verbleiben. Was grün ist muss grün bleiben! Das ist ein wesentlicher Beitrag zum Arten- und Klimaschutz!
Diese Möglichkeit will die die LMBV nicht hören, lässt sich aber durchaus mit der LEAG aushandeln!!! - Das hat oberste Priorität!
Grundsätzlich gibt es immer eine bessere, für alle verträgliche Lösung (LEAG, Brikettierung des EHS und andere Weiterverarbeitung)!
Der Bürgermeister von Lauchhammer wurde mit Offenem Brief aufgefordert, sich für Kostebrau und Lauchhammer zu positionieren und die Deponie abzulehnen!
Für uns, unsere Kinder, unsere Enkel, unsere Umwelt, die Artenvielfalt und den Klimaschutz!
Jeder soll wissen, was hier los ist.
Danke, dass ihr diese Kampagne unterstützt.
14.08.2023; N. Löhnert