Stopp der Primatenversuche an der Universität Bremen – öffentliche Mittel überprüfen

Stopp der Primatenversuche an der Universität Bremen – öffentliche Mittel überprüfen

Aktuelle Unterzeichner*innen:
Ingeborg und 19 andere Personen haben kürzlich unterschrieben.

Das Problem

An den deutschen Petitionsausschuss

Platz der Republik 1

11011 Berlin

post.pet@bundestag.de

 

Sehr geehrte Damen und Herren!

Wir fordern die Beendigung der Primatenversuche an der Universität Bremen sowie die Überprüfung und Einstellung der öffentlichen Finanzierung dieser Forschungsvorhaben.

Die an der Universität Bremen unter der Leitung von Prof. Dr. Andreas Kreiter durchgeführten Versuche an nichtmenschlichen Primaten (Makaken) stehen seit vielen Jahren im Zentrum tierschutz- und ethischer Diskussionen.

Nach unserer Auffassung ist der wissenschaftliche Nutzen dieser Versuche für medizinische Anwendungen beim Menschen bislang nicht ausreichend belegt, um die damit verbundenen Belastungen der Tiere zu rechtfertigen.

 
Hintergrund:
Seit etwa 1998 werden an der Universität Bremen neurophysiologische Versuche an Makaken im Rahmen der Grundlagenforschung durchgeführt. Diese Forschung wird teilweise aus öffentlichen Mitteln finanziert.

Die Tiere werden dabei über längere Zeiträume unter Laborbedingungen gehalten und in Versuchsaufbauten eingesetzt, die mit erheblichen Einschränkungen ihrer Bewegungsfreiheit verbunden sind, darunter Fixierungen sowie invasive Eingriffe im Bereich des Nervensystems.

 
Wissenschaftliche und ethische Einordnung:
Nach dem Tierschutzgesetz (§§ 7, 8 TierSchG) sowie der EU-Richtlinie 2010/63/EU ist bei Tierversuchen eine strenge ethische Schaden-Nutzen-Abwägung vorgeschrieben. Insbesondere der Einsatz nichtmenschlicher Primaten unterliegt dabei besonders hohen Anforderungen.

Der Tierschutz ist seit 2002 als Staatsziel im Grundgesetz verankert. Daraus ergibt sich eine besondere Verantwortung staatlicher Stellen, sicherzustellen, dass Tierversuche nur dann genehmigt und finanziert werden, wenn ein klar belegter wissenschaftlicher Nutzen besteht und keine geeigneten tierversuchsfreien Alternativen zur Verfügung stehen.

Nach Einschätzung von Tierschutzorganisationen, darunter auch Ärzte gegen Tierversuche e. V., bestehen erhebliche Zweifel, ob der wissenschaftliche Erkenntnisgewinn in einem angemessenen Verhältnis zu den Belastungen der Tiere steht und ob alle verfügbaren Alternativmethoden ausreichend berücksichtigt wurden.

 
Unsere Forderungen
Wir fordern:

Die Beendigung der Primatenversuche an der Universität Bremen.
Eine unabhängige und transparente wissenschaftliche und ethische Neubewertung dieser Forschung.
Die konsequente Priorisierung tierversuchsfreier Forschungsmethoden.
Das Ende der öffentlichen Finanzierung dieser Versuche durch Bund, Länder und EU, sofern kein eindeutig belegter Nutzen nachgewiesen werden kann.
Eine Reform der Genehmigungs- und Kontrollpraxis für Tierversuche an nichtmenschlichen Primaten.
 
Warum diese Petition wichtig ist:
Moderne wissenschaftliche Methoden wie Zellkulturen, Organoide und computergestützte Modelle entwickeln sich rasant weiter und bieten zunehmend tierversuchsfreie Alternativen, die präzisere und ethisch vertretbare Forschung ermöglichen können.

Wir sind überzeugt, dass wissenschaftlicher Fortschritt und Tierschutz kein Widerspruch sein müssen.

 Wir bitten die zuständigen politischen Entscheidungsträger sowie den Deutschen Bundestag, diese Praxis zu prüfen und entsprechende Konsequenzen zu ziehen.

Für eine moderne, ethische und wissenschaftlich zeitgemäße Forschung ohne unnötiges Tierleid.

 Mit freundlichen Grüßen


Unterzeichner:
Gisela Urban, Tierversuchsgegner Bundesrepublik Deutschland e.V. 

Rainer Gaertner, Tierversuchsgegner Bundesrepublik Deutschland e.V.

Angelika Remiszewski, Tierschutzpartei

Rainer Beerfelde

Dr. Andre Menache, Direktor von Antidote Europe und Mitglied des Deontological Committee on Animal Research

Prof. Dr. Claude Reiss, Präsident von Antidote Europe

 

Bildquelle: Ärzte gegen Tierversuche

Bitte hier anklicken:

https://www.butenunbinnen.de/videos/affenversuche-makaken-experiment-uni-bremen-100.html?fbclid=IwAR0jzE-vmRPLDBRntex0545e398mtjcu8NusuE_pVcJUtZCkcD6fdtBhmTE
 

Hier noch einige Infos, die sich mit der rechtlichen Situation der Affenhirnforschung befassen, aus denen die Position von ÄgT hervorgeht.

Gericht erlaubt vorläufig Fortsetzung grausamer Affenversuche an der Uni Bremen (04.03.2026)
Behandelt den aktuellen Beschluss des Verwaltungsgerichts Bremen, die Versuche vorläufig weiter zuzulassen, obwohl die Genehmigungsbehörde den Neuantrag zuvor abgelehnt hatte.


Gericht erlaubt vorläufig Fortsetzung grausamer Affenversuche an der Uni Bremen
Verwaltungsgericht Bremen lässt Affenhirnforschung nur mit Einschränkung zu (18.04.2024)
Ausführliche rechtliche Einordnung der Eilentscheidung des Verwaltungsgerichts Bremen. Thematisiert die Folgenabwägung des Gerichts, die Belastungsbewertung der Tiere und die Bedeutung für das Hauptsacheverfahren.


Verwaltungsgericht Bremen lässt Affenhirnforschung nur mit Einschränkung zu
Stellungnahme: Zur Genehmigungsfähigkeit der Hirnforschung an nicht-menschlichen Primaten – herausgegriffene Aspekte mit Fokus auf Bremen https://www.aerzte-gegen-tierversuche.de/images/kampagnen/affenleid/stellungnahme_primatenhirnversuche.pdf

 

 

 

 

 

 

 


 

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Gisela UrbanPetitionsstarter*inIch bin gegen jede Tierquälerei und Tiertötung.

5.333

Aktuelle Unterzeichner*innen:
Ingeborg und 19 andere Personen haben kürzlich unterschrieben.

Das Problem

An den deutschen Petitionsausschuss

Platz der Republik 1

11011 Berlin

post.pet@bundestag.de

 

Sehr geehrte Damen und Herren!

Wir fordern die Beendigung der Primatenversuche an der Universität Bremen sowie die Überprüfung und Einstellung der öffentlichen Finanzierung dieser Forschungsvorhaben.

Die an der Universität Bremen unter der Leitung von Prof. Dr. Andreas Kreiter durchgeführten Versuche an nichtmenschlichen Primaten (Makaken) stehen seit vielen Jahren im Zentrum tierschutz- und ethischer Diskussionen.

Nach unserer Auffassung ist der wissenschaftliche Nutzen dieser Versuche für medizinische Anwendungen beim Menschen bislang nicht ausreichend belegt, um die damit verbundenen Belastungen der Tiere zu rechtfertigen.

 
Hintergrund:
Seit etwa 1998 werden an der Universität Bremen neurophysiologische Versuche an Makaken im Rahmen der Grundlagenforschung durchgeführt. Diese Forschung wird teilweise aus öffentlichen Mitteln finanziert.

Die Tiere werden dabei über längere Zeiträume unter Laborbedingungen gehalten und in Versuchsaufbauten eingesetzt, die mit erheblichen Einschränkungen ihrer Bewegungsfreiheit verbunden sind, darunter Fixierungen sowie invasive Eingriffe im Bereich des Nervensystems.

 
Wissenschaftliche und ethische Einordnung:
Nach dem Tierschutzgesetz (§§ 7, 8 TierSchG) sowie der EU-Richtlinie 2010/63/EU ist bei Tierversuchen eine strenge ethische Schaden-Nutzen-Abwägung vorgeschrieben. Insbesondere der Einsatz nichtmenschlicher Primaten unterliegt dabei besonders hohen Anforderungen.

Der Tierschutz ist seit 2002 als Staatsziel im Grundgesetz verankert. Daraus ergibt sich eine besondere Verantwortung staatlicher Stellen, sicherzustellen, dass Tierversuche nur dann genehmigt und finanziert werden, wenn ein klar belegter wissenschaftlicher Nutzen besteht und keine geeigneten tierversuchsfreien Alternativen zur Verfügung stehen.

Nach Einschätzung von Tierschutzorganisationen, darunter auch Ärzte gegen Tierversuche e. V., bestehen erhebliche Zweifel, ob der wissenschaftliche Erkenntnisgewinn in einem angemessenen Verhältnis zu den Belastungen der Tiere steht und ob alle verfügbaren Alternativmethoden ausreichend berücksichtigt wurden.

 
Unsere Forderungen
Wir fordern:

Die Beendigung der Primatenversuche an der Universität Bremen.
Eine unabhängige und transparente wissenschaftliche und ethische Neubewertung dieser Forschung.
Die konsequente Priorisierung tierversuchsfreier Forschungsmethoden.
Das Ende der öffentlichen Finanzierung dieser Versuche durch Bund, Länder und EU, sofern kein eindeutig belegter Nutzen nachgewiesen werden kann.
Eine Reform der Genehmigungs- und Kontrollpraxis für Tierversuche an nichtmenschlichen Primaten.
 
Warum diese Petition wichtig ist:
Moderne wissenschaftliche Methoden wie Zellkulturen, Organoide und computergestützte Modelle entwickeln sich rasant weiter und bieten zunehmend tierversuchsfreie Alternativen, die präzisere und ethisch vertretbare Forschung ermöglichen können.

Wir sind überzeugt, dass wissenschaftlicher Fortschritt und Tierschutz kein Widerspruch sein müssen.

 Wir bitten die zuständigen politischen Entscheidungsträger sowie den Deutschen Bundestag, diese Praxis zu prüfen und entsprechende Konsequenzen zu ziehen.

Für eine moderne, ethische und wissenschaftlich zeitgemäße Forschung ohne unnötiges Tierleid.

 Mit freundlichen Grüßen


Unterzeichner:
Gisela Urban, Tierversuchsgegner Bundesrepublik Deutschland e.V. 

Rainer Gaertner, Tierversuchsgegner Bundesrepublik Deutschland e.V.

Angelika Remiszewski, Tierschutzpartei

Rainer Beerfelde

Dr. Andre Menache, Direktor von Antidote Europe und Mitglied des Deontological Committee on Animal Research

Prof. Dr. Claude Reiss, Präsident von Antidote Europe

 

Bildquelle: Ärzte gegen Tierversuche

Bitte hier anklicken:

https://www.butenunbinnen.de/videos/affenversuche-makaken-experiment-uni-bremen-100.html?fbclid=IwAR0jzE-vmRPLDBRntex0545e398mtjcu8NusuE_pVcJUtZCkcD6fdtBhmTE
 

Hier noch einige Infos, die sich mit der rechtlichen Situation der Affenhirnforschung befassen, aus denen die Position von ÄgT hervorgeht.

Gericht erlaubt vorläufig Fortsetzung grausamer Affenversuche an der Uni Bremen (04.03.2026)
Behandelt den aktuellen Beschluss des Verwaltungsgerichts Bremen, die Versuche vorläufig weiter zuzulassen, obwohl die Genehmigungsbehörde den Neuantrag zuvor abgelehnt hatte.


Gericht erlaubt vorläufig Fortsetzung grausamer Affenversuche an der Uni Bremen
Verwaltungsgericht Bremen lässt Affenhirnforschung nur mit Einschränkung zu (18.04.2024)
Ausführliche rechtliche Einordnung der Eilentscheidung des Verwaltungsgerichts Bremen. Thematisiert die Folgenabwägung des Gerichts, die Belastungsbewertung der Tiere und die Bedeutung für das Hauptsacheverfahren.


Verwaltungsgericht Bremen lässt Affenhirnforschung nur mit Einschränkung zu
Stellungnahme: Zur Genehmigungsfähigkeit der Hirnforschung an nicht-menschlichen Primaten – herausgegriffene Aspekte mit Fokus auf Bremen https://www.aerzte-gegen-tierversuche.de/images/kampagnen/affenleid/stellungnahme_primatenhirnversuche.pdf

 

 

 

 

 

 

 


 

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Gisela UrbanPetitionsstarter*inIch bin gegen jede Tierquälerei und Tiertötung.

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