Petition updateBitte verhindern Sie die Abweisung des mich rettenden BerufsschadensausgleichsSozialministerin Reimann ignoriert weiterhin Whistleblower-Hinweise - Bitte um Hilfe!
Christophe DidillonNorden, Germany
Oct 20, 2019

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer meiner Petition,

von ganzem Herzen bitte ich Sie erneut um Hilfe. Ich weiß natürlich, dass Sie sehr viel zu tun haben, doch ich bitte Sie trotzdem von ganzem Herzen, Frau Sozialministerin Reimann zu kontaktieren und in knappen Worten unter Beifügung meines Briefes um eine Stellungnahme zu bitten. Ich habe ein Schreiben an die Ministerin gerichtet, welches Ihnen den Sachverhalt in aller Knappheit darstellt. Leider sind es dennoch zwei Seiten Text geworden - der Sachverhalt ist leider nicht in zwei oder drei Sätzen zu erklären, sondern sehr komplex und voller wichtiger Details. Er betrifft im Grunde nicht nur mich, sondern viele andere Menschen, mit welchen ich in Kontakt stehe und die zum Teil verzweifelt sind. Mein Schreiben an die Ministerin finden Sie im Anhang dieser Mail.

Von ganzem Herzen danke ich Ihnen für eine kritische Nachfrage bei der Ministerin. Es geht um meine gesamte wirtschaftliche Existenz. Bitte fragen Sie nach...

Herzlichen Dank und viele Grüße! Ihr Christophe Didillon aus 26506 Norden / Ostfriesland

Anhang
 

Offener Brief an Sozialministerin Carola Reimann


Guten Tag, Frau Sozialministerin Reimann,

mein Name dürfte Ihnen bekannt sein, denn es haben sich bereits mehrere Politiker bei Ihnen für mich eingesetzt, darunter Spitzenpolitiker wie der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Landtagsfraktion Ihrer Partei, Herr Abgeordneter Marcus Bosse und der Abgeordnete Volker Meyer, sozialpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion. Auch an der politischen Basis empören sich immer mehr Menschen, und sowohl der SPD-Ortsvorstand meiner Heimatstadt wie der frühere Abgeordnete Hans-Dieter Haase unterstützen mich. Sein Nachfolger Matthias Arends ist ebenfalls auf dem Laufenden und wird sich in meiner Sache in Kürze bei Ihnen melden.

Seit über zehn Jahren werde ich mit fadenscheinigen Begründungen von der Sozialverwaltung des Landes Niedersachsen hingehalten und um meinen Berufsschadensausgleich gebracht, und ein Petitionsverfahren ist anhängig. Doch Sie schweigen eisern! Seit über zehn Jahren läßt mich die Sozialverwaltung des Landes Niedersachsen in der Luft hängen, und auch Sie lassen mich im Stich. Seitdem Anfang vergangenen Jahres einer Ihrer Beamten ans Tageslicht brachte, dass Sozialgerichte und Sozialverwaltung als Exekutive eng mit korrupten Medizinern zusammenarbeiten, um zwecks Entlastung des Landeshaushaltes regelmäßig schwerbehinderte Menschen und Gewaltopfer um ihre rechtmäßigen Ansprüche auf Berufsschadensausgleich und Renten zu betrügen, wundert mich nicht mehr, wenn auch Sie kein ehrliches menschliches Gewissen haben, Frau Reimann. Genauso wenig wie Ihre Vorgängerinnen Aygül Özkan und Cornelia Rundt. Und ich bin kein Einzelfall, wie ich heute weiß. Wie lebt es sich damit, seinen politischen "Erfolg" auf Kosten von kranken und schwerbehinderten Menschen (mitunter den Schwächsten dieser Gesellschaft) und deren Teilhabe an der Gesellschaft auf Augenhöhe mit Gesunden zu feiern?

Seit über zehn Jahren bringen Sie mich um meine wirtschaftliche Teilhabe als unverschuldetes Gewaltopfer in der Kindheit. Dabei haben die mich lange Jahre behandelnden Ärzte schon im Jahre 2009 unmißverständlich und deutlich gesagt, was mit mir los ist. Deren Diagnosen wurden im vergangenen Jahr nochmals von einer Chefärztin für Traumaerkrankungen bestätigt. Und die vom WEISSEN RING finanzierte Überprüfung sämtlicher von Ihnen und dem Sozialgericht Niedersachsen in Auftrag gegenenen Gutachten durch eine unabhängige Medizinerin brachte ans Tageslicht, dass Ihre Ärzte nicht einmal über die erforderliche Qualifikation verfügten, als diese ohne traumaspezifische Diagnostik falsche Diagnosen erstellten und meine Ansprüche abschmetterten. Eine der vom Land Niedersachsen beauftragten Ärztinnen war sogar namentlich von dem Whistleblower als besonders korrupte Gutachterin benannt worden. Die Fakten sind klar, und Sie wissen seit etlichen Monaten Bescheid: doch Sie handeln nicht!

Kennen Sie denn gar keine Barmherzigkeit und auch keine Menschlichkeit, Frau Reimann? Glauben Sie wirklich, ich hätte ernsthaft eine Chance gehabt, mich gegen den Jugendlichen zu wehren, welcher mich als arglosen Zehnjährigen plötzlich im Wartezimmer einer behördlichen Kinder- und Jugendberatungsstelle bis zur Bewußtlosigkeit würgte? Oder als mich an einem anderen Ort wenige Monate davor eine Horde Jugendlicher verprügelt hatte, nachdem ich meine achtjährige Klassenkameradin vor diesen hatte beschützen wollen? Für diese Übergriffe gibt es sogar heute noch Zeugen. Doch diese wurden weder von Ihrer Sozialverwaltung noch von den Gerichten befragt. Eine sorgfältige Amtsermittlung fand nicht statt und sollte es wohl auch nicht. Es steht wohl längst fest, dass Sie den mir zustehenden und mich rettenden Berufsschadensausgleich auf keinen Fall bewilligen werden, komme was da wolle, egal wie die Fakten sind. Wissen Sie was? Ich brauche nicht die höchste Stufe 7 des Berufsschadensausgleiches, auch wenn diese mir dem Gesetz nach zusteht. Ich wäre ja zufrieden, wenn ich die Stufe 4 bekäme und künftig damit bescheiden ohne Abhängigkeit von Erwerbsminderungsrente und Grundsicherung leben könnte. Wie lächerlich das alles ist: da beschließen Leute wie Sie Gesetze, und zugleich verhindern Sie in Ihrem Verantwortungsbereich deren Anwendung, weil wir Menschen Ihnen dann "zu teuer" sind.

Ich verstehe nicht, wie Sie mit Ihrem Gewissen zu Recht kommen können: anstatt dem Gericht mitzuteilen, dass Sie Ihre medizinisch unbrauchbaren Gutachten und den aus diesen resultierenden Widerspruchsbescheid zurückziehen, halten Sie mich weiterhin auf Jahre in einem Prozess vor dem Landessozialgericht Niedersachsen gefangen, der an sich einzig eine Farce ist.

Sie haben sich wohl bereits längst mit der Judikativen geeinigt, dass ich um meine Ansprüche endgültig geprellt werden soll. Das deckt sich jedenfalls mit Ihrem bisherigen Verhalten zu den Enthüllungen des Beamten in Ihrem Hause, welcher den Mut fand, die Wahrheit an die Öffentlichkeit zu bringen - im Gegensatz zu Ihnen! Nichts hören, nichts sagen, nicht hinschauen. Doch glücklicherweise gibt es noch mutige und gestandene Politiker wie Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seinen verfassungspolitischen Sprecher, Herrn Prof. Dr. Stefan Pieper. Dieser teilte mir bereits im Juli 2019 mit, dass er meinen Unmut über die Langwierigkeit meines Verfahrens versteht. Sollte tatsächlich eine systematische Fälschung von Gesundheitsgutachten vorliegen, dann wäre seiner Auffassung nach mit "empfindlichen strafrechtlichen Konsequenzen" zu rechnen. Herr Dr. Pieper bat mich im Auftrag des Bundespräsidenten um Verständnis, dass der Bundespräsident nicht gegen die Ärzte vorgehen könne, und er empfahl mir ausdrücklich, die vor Ort zuständigen Ermittlungsbehörden zu kontaktieren. Dies hatten zuvor bereits monatelang mehrere Personen unabhängig voneinander getan, nachdem die Aussage des Whistleblowers im Frühjahr 2018 auf dem Tisch war. Doch weder Sie noch Herr Ministerpräsident Weil noch Bundesminister Heil reagierten. Auch die Staatsanwaltschaft nicht. Bis der CDU-Bundestagsabgeordnete Torbjörn Kartes davon erfuhr. Dieser ist nicht nur Mitglied im Bundestagsausschuß für Arbeit und Soziales, sondern auch studierter Jurist. Nicht zuletzt ihm ist es wohl zu verdanken, dass die Staatsanwaltschaft Hannover endlich doch ein Ermittlungsverfahren gegen die korrupten Ärzte einleitete - nach anderthalb Jahren Widerstand durch die Landespolitik in Hannover. Durch Personen wie Sie!
Frau Reimann, Sie zerstören mir meine gesamte zukünftige Existenz: seit zehn Jahren kann ich keine Familie gründen (denn dafür benötigt ein Mensch, der bestrebt sein will, ein verantwortungsvoller Familienvater zu sein, ein solides wirtschaftliches Fundament), ich habe keine Perspektive für die Zukunft (ich beziehe eine volle Erwerbsminderungsrente unterhalb des Grundsicherungsniveaus) und hänge vollkommen in der Luft. Dabei habe ich immer mein Bestes geben wollen: Ich wollte nie etwas geschenkt haben und immer etwas aus mir machen. Trotz meiner aus den Übergriffen erlittenen Schwerbehinderung erkämpfte ich mir mein Abitur, mein Hochschulstudium der Sinologie mit den Nebenfächern Recht und Geschichte mit dem Prädikatsabschluss "Gut". Doch der Arbeitsmarkt ist auf Menschen, die an einer Posttraumatischen Belastungsstörung erkrankt sind, überhaupt nicht ausgerichtet. Und Ihre Mitarbeiter dürfen mich nicht einmal vermitteln, weil ich ja voll erwerbsgemindert bin. Wo ich auch stehe, befinden sich Sackgassen. Für Menschen wie mich hat der Gesetzgeber deswegen eigentlich Instrumente wie Opferentschädigung (OEG) und Berufsschadensausgleich (BSA) vorgesehen. Doch deren Anwendung ist gar nicht ernsthaft vorgesehen. Es sind reine Placebo-Gesetze zur Gesichtswahrung für den Rechtsstaat Deutschland. Heute weiß ich, dass ich kein Ausnahmefall bin. Sozialbehörden und Sozialgerichte betrügen den Aussagen Ihres hauseigenen Whistleblowers* im Regelfall die ohnehin schon am Boden liegenden Menschen um ihre rettenden Ansprüche. Und Personen wie Sie decken diese Machenschaften auch noch, indem Sie wegschauen und vornehm schweigen. Frau Ministerin Reimann, wie lange wollen Sie mich noch um mein Recht bringen? Dass Entschädigungsverfahren im Lichte der Öffentlichkeit offenbar wesentlich schneller und unbürokratischer abgewickelt werden können, beweist der Umgang mit den Angehörigen der Opfer vom Berliner Breitscheidplatz. Warum bekommen Sie das nicht hin, Frau Ministerin Reimann? Zehn Jahre sind eine sehr lange Zeit. Wie lange wollen Sie mich noch hinhalten? Noch weitere zehn Jahre - und das, obwohl von Anfang an (Antragstellung war im September 2009!) alle medizinischen Fakten feststanden??? In zehn Jahren werde ich fast 60 Jahre alt sein und wohl keine Familie mehr gründen können. Damit stehlen Sie mir die wichtigste Perspektive, die ein Mensch hat. Auf Luxus und materiellen Krempel kann ich verzichten, doch Kinder in Armut aufzuziehen könnte ich mit meinem Gewissen nicht vereinbaren. Ich fühle mich von Ihnen auf ganzer Linie im Stich gelassen, verraten und verkauft! Ich frage Sie:

hätte ich damals meine achtjährige Klassenkameradin im Stich lassen sollen, um meine Haut zu retten? Damit hätte ich nicht leben können... es ist schlimm genug, dass heute wieder so viele Personen leitende Funktionen innehaben, welchen Charakter und Herzensbildung völlig fremd sind.  Es ist schade, dass auch Sie anscheinend diesem Personenkreis angehören, das muss ich Ihnen ganz klar sagen!

Machen Sie dem Drama bitte ein Ende, Frau Ministerin Reimann! Teilen Sie dem Landessozialgericht mit, dass Sie den medizinisch haltlosen Widerspruchsbescheid Ihrer Behörde zurückziehen! Dann kann ich endlich - nach mehr als 10 Jahren unnötigem Dahinhalten Ruhe und Frieden mit der Vergangenheit finden und zudem meine fast 75 Jahre alte Mutter entlasten, welche ebenfalls schwerbehindert ist und sich große Sorgen um meine Zukunft macht. Zeigen Sie, dass Sie auch ein Mensch sein können, Frau Ministerin Reimann! Prellen Sie mich nicht länger um meine Chance auf Teilhabe auf Augenhöhe mit gesunden Menschen. Vielleicht hilft Ihnen ja diese Frage: was ist eigentlich mit der Rückbesinnung der SPD auf ihre politische Rolle als Vertreterin der kleinen Leute?

Die kompletten Aussagen des Whistleblowers aus der Landesverwaltung Niedersachsen liegen Ministerpräsident Weil und Bundesminister Heil seit rund anderthalb Jahren vor. Diese wurden mehrfach um Antworten und Maßnahmen gebeten. Doch beide Spitzenpolitiker aus dem persönlichen Umfeld von Altkanzler Gerhard Schröder schweigen eisern. Wie sieht es mit deren Glaubwürdigkeit bei der so oft gepriesenen Erneuerung und Reformierung der SPD zur Partei der kleinen Leute aus? Mein Beispiel verheisst wohl nichts Gutes. Jedenfalls mache ich mir keine Illusionen. Ich habe keine Hoffnung mehr, dass diesen Herrschaften ernstlich das Wohl der Menschen am Herzen liegt. Und was ist mit Ihnen, Ministerin Reimann?

Zeigen Sie, dass Sie als Sozialministerin Ihrer Vorbildfunktion gerecht werden. Wenn Sie als Sozialministerin und Mitglied der einst so mutigen und tapferen Sozialdemokratischen Partei es nicht vollbringen, wahre sozialdemokratische Ideale vorzuleben, wer dann??? Denken Sie darüber nach, Frau Ministerin. Sie haben bei Amtsantritt einen Eid geschworen, und Sie sind es uns allen in Niedersachsen lebenden Menschen schuldig, dass Sie ihn achten, solange Sie in Amt und Würden sind.

Gruß, Christophe Didillon, Sprecher der Bürgerinitiative FAIRES OEG

P.S.:
An alle, welche diesen Brief an Frau Ministerin Reimann gelesen haben, appelliere ich von ganzem Herzen: leitet ihn an Freunde und Bekannte weiter. Schreibt an Ministerin Reimann, berichtet darüber. Bitte helft mir. Fordert eine klare Antwort ein!

 

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Hintergründe:

*** Aussagen des Whistleblowers:

https://www.openpr.de/news/1046773/Bremen-Niedersachsen-Landesbeamter-gesteht-Behinderte-Menschen-werden-mit-falschen-Gutachten-geprellt.html

Link zu meiner Petition: https://www.change.org/p/sozialministerin-carola-reimann-spd-bitte-verhindern-sie-die-abweisung-des-mich-rettenden-berufsschadensausgleichs

Kurzlink: http://chng.it/SGtgnLFHY6


Fernsehbericht in PANORAMA vom 07.03.2013: Ohne Erbarmen: Wie Gewaltopfer von Behörden schikaniert werden

07.03.2013 Panorama ∙ Das Erste:

https://www.ardmediathek.de/ard/player/Y3JpZDovL25kci5kZS9iZDJmMmYyZi0zNDI5LTQ4MGMtYTk3Ny1jMmUxMzRlZGRkMGU/

Stichworte:

Berufsschadensausgleich, BSA, Breitscheidplatz, Carola Reimann, Entschädigung, Erneuerung der SPD, Gerhard Schröder, Gutachter, Hannover, Hubertus Heil, Korruption, Ministerpräsident, Niedersachsen, OEG, Opferentschädigung, Schwerbehinderung, Sozialgericht, Sozialministerin,  Stephan Weil, WEISSER RING

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