Schweizer Boykott der WM 2022 in Katar

Schweizer Boykott der WM 2022 in Katar

0 have signed. Let’s get to 1,000!
At 1,000 signatures, this petition is more likely to be featured in recommendations!
Komitee zum Boykott der WM 2022 in Katar started this petition to Schweizerischer Fussballverband SFV

Seit Jahren macht die FIFA wegen Korruptionsaffären von sich reden. Geldwäsche, Intransparenz, Verletzung von Ethikregeln und Bestechlichkeit bei der Vergabe von Weltmeisterschaften sind an der Tagesordnung. Auch bei der Vergabe der WM an Katar gibt es zumindest Zweifel, dass alles mit rechten Dingen zuging.

Vor wenigen Wochen geriet die WM in Katar erneut in die Schlagzeilen. Der “Guardian” berichtete, dass seit der Vergabe der WM nach Katar mindestens 6500 Gastarbeiter ums Leben gekommen sind. Wahrscheinlich standen die meisten dieser Todesfälle im Zusammenhang mit den Bauarbeiten. Generell ist bekannt, dass die Arbeitsbedingungen auf den Baustellen miserabel und alles andere als vertretbar sind. Katar steht bei Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International schon länger u.a. wegen der Ausbeutung von Gastarbeitern in der Kritik. Aus diesen Gründen hat das niederländische Sportrasenunternehmen «Hendriks Graszoden» die geplante Lieferung für den Rasen in den Stadien nun verweigert. Auch in vielen anderen Ländern werden die Forderungen nach einem Boykott immer lauter. So haben sich z.B. in Deutschland das Fanbündnis «ProFans» und in Norwegen 16 Erstligisten gegen die Teilnahme ihres Landes an der Weltmeisterschaft ausgesprochen. Auch die Niederländer bezogen Stellung, indem sie erklärten, dass sie Weltmeister werden wollen, aber nicht, ohne über den Tellerrand zu schauen. Der Fussball sollte Wandel unterstützen, auch in Katar. Zu guter Letzt lässt auch die grundlegende Entscheidung, in der Wüste neue Stadien zu errichten, einige Fragen offen.

Durch den Sitz der FIFA in Zürich haben wir Menschen in der Schweiz eine besondere Verantwortung darauf zu achten, dass sie nach moralisch-ethischen Grundprinzipien handelt. Wir sind nicht länger bereit, Absichtserklärungen für Reformen hinzunehmen, während gleichzeitig tausende von Menschen sterben. Deshalb fordern wir den Schweizerischen Fussballverband dazu auf, aus diesen permanenten Menschenrechtsverletzungen Konsequenzen zu ziehen.

Bisher lehnt der SFV einen Boykott ab und möchte stattdessen auf Dialog setzen. Das ist grundsätzlich richtig, und die Arbeitsbedingungen in Katar sind im Vorfeld der WM tatsächlich besser geworden. Allerdings ist eine Fussballweltmeisterschaft auch immer eine grosse Selbstinszenierung des Austragungslandes. Dies gilt insbesondere in Ländern wie Katar, welche über keine nennenswerte Fussballtradition verfügen. Um nicht allzu sehr in der internationalen Kritik zu stehen, werden die Standards in einzelnen Punkten auf ein Minimum angehoben und der Rest vertuscht. Dies funktioniert so lange, wie alle dieses schmutzige Spiel mitspielen. Sobald aber der SFV klarstellt, dass er bei dieser Inszenierung nicht länger mitmacht und die WM boykottiert, haben die WM-Veranstalter ein echtes Interesse daran, tatsächlich etwas zu verändern. Denn eine Weltmeisterschaft ohne Teilnehmende ist keine Weltmeisterschaft.

Deshalb fordern wir:

·       Der SFV schliesst sich mit anderen Fussballverbänden zusammen, und gemeinsam boykottieren sie die Fussballweltmeisterschaft 2022 in Katar.

·       Der SFV bekennt sich klar zu seinen Werten von Respekt und Toleranz und hinterfragt die Zusammenarbeit mit Organisationen, welche nicht danach handeln.

·       Der SFV verlangt von der FIFA absolute Transparenz und Einhaltung von Menschenrechten als Kriterium bei der zukünftigen Vergabe von Weltmeisterschaften.

#BoykottKatar2022

 

0 have signed. Let’s get to 1,000!
At 1,000 signatures, this petition is more likely to be featured in recommendations!