

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
Liebe Unterstützer*innen,
kommt nach Berlin zur friedenspolitischen Intervention anlässlich des DGB-Bundeskongresses vom 09. bis zum 13. Mai in Berlin.
Spätestens seit der Erklärung zum Ostermarsch 2025 positioniert der DGB-Bundesvorstand unsere Gewerkschaften FÜR die Aufrüstung gegen Russland, China und die USA - für eine Vormachtstellung Deutschlands in Europa und in der Welt. Im Ostermarschaufruf für 2026 forderte der DGB sogar „die Rolle der Europäischen Union als globale Friedensmacht zu stärken, die entschlossen für einen kooperativen und regelbasierten Multilateralismus eintritt.“
Der DGB-Vorstand erklärt damit die EU zur „globalen Friedensmacht“. Mit dieser Formulierung wird das ´Mitmischenwollen´ Deutschlands beim Kampf um die Neuaufteilung der Welt verschleiert. Gleichzeitig versucht der DGB mit dieser Verdrehung seine grundsätzliche Zustimmung zu der massiven Aufrüstung der EU und Deutschlands zu rechtfertigen. Der vorliegende Entwurf für den Leitantrag ist aus gewerkschafts- und friedenspolitischer Sicht entsprechend in jeder Hinsicht unzureichend - geht an der kriegerischen Realität vorbei.
Wir von ´Sagt NEIN! Gewerkschafter:innen gegen Krieg, Militarisierung und Burgfrieden´ haben gegen diese Politik die Initiative ergriffen - für eine weit hörbare gewerkschaftliche Position der Basis gegen die Kriegsausrichtung unserer Gewerkschaften durch den DGB-Bundesvorstand -direkt beim DGB-Bundeskongress selbst (09.-13.05. in Berlin im Estrel-Hotel).
Wir organisieren eine kämpferische Mahnwache, eine friedenspolitische Intervention direkt vor dem Tagungsort, dem Estrel-Hotel an der Sonnenallee in Berlin (vorläufiges Programm). Wir freuen uns über die Teilnahme der antimilitaristischen Kolleg*innen von VW, Ford Köln, ZF Hannover, snop automotive, Münchenklinik, der Münchener ´Initiativgruppe gegen die Bundeswehrtram´ , der arbeitskampferprobten Kolleg*innen der Berliner CFM und der Vivantes-Töchter, und nicht zuletzt auch über die Unterstützung vieler junger Kolleg*innen aus dem (gewerkschaftlichen) Widerstand gegen die Wiedereinführung des Wehrdienstes und jeglicher Zwangsdienste.
Wir wenden uns an Euch:
- Nehmt an der friedenspolitischen Intervention teil!
- Bringt Eure Fahnen und Transparente aus unseren tagtäglichen Kämpfen gegen Aufrüstung, Militarisierung und Krieg – für Frieden und Völkerfreundschaft mit! Je bunter, breiter und betrieblicher wir aufgestellt sind – umso besser!
- Ob Redebeitrag oder Kulturbeitrag - macht mit!
Wer wenn nicht wir?!
Wann, wenn nicht jetzt?!
Widerstand braucht Kohle.
Wir haben ein Spendenkonto:
- Hedwig Krimmer
Stadtsparkasse München
Stichwort: Sagt NEIN!
DE59 7015 0000 1006 0375 17
Unterstützt unsere Arbeit!
Lasst uns denen, die in aller Öffentlichkeit Kriege führen,
rechtfertigen und vorbereiten endlich die Hände zerschlagen!
„Denn der Menschheit drohen Kriege, gegen welche die vergangenen wie armselige Versuche sind, und sie werden kommen ohne jeden Zweifel, wenn denen, die sie in aller Öffentlichkeit vorbereiten, nicht die Hände zerschlagen werden.“
B. Brecht, Rede für den Frieden, 1952
Mit solidarischen Grüßen
der Initiator*innenkreis