Petition updateSagt Nein! Gewerkschafter:innen gegen Krieg, Militarismus und BurgfriedenKeinen Menschen für den Krieg! Keinen Cent für Aufrüstung! Sagt ´NEIN!´
SAGT NEIN!Berlin, Germany
Dec 14, 2025

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
Liebe Unterstützer*innen,

seit Anfang November haben wir zusammen mit den bundesweiten Komitees gegen die Wehrpflicht , dem Bündnis »Schulstreik gegen Wehrpflicht« und vielen gewerkschaftlichen Jugendstrukturen gegen die geplante Wiedereinführung des Kriegsdienstes unter dem Deckmantel der ´Wehrdienstmodernisierung´ und gegen die damit weiter fortschreitende Militarisierung von Gesellschaft, Bildung und Arbeit mobilisiert. Unser Flugblatt „Kriegsdienst – Jetzt zum Mitmachenwurde sehr rege  verteilt bei Demonstrationen, Schulstreiks und öffentlichen Aktionen in mehreren Städten. Restexemplare (bis ca. 50 Stk.) können – solange verfügbar – noch angefordert werden: info@sagtnein.org .

Am 5. Dezember haben wir zusammen mit über 40.000 engagierten Schüler*innen, Auszubildenden und jungen Erwachsenen unser NEIN! gegen Kriegsdienst und alle Zwangsdienste in über 80 Städten in ganz Deutschland auf die Straßen getragen. Auch viele Gewerkschafter*innen waren dabei.

  • Mit dem heutigen Tag endet der Protest nicht. Wir bleiben laut, bis die Wehrpflicht vom Tisch ist. Wir werden jedem Schritt zur Einführung der Wehrpflicht etwas entgegensetzen.

Besonders unterstützenswert finden wir, dass die Schüler*innen den Kampf gegen ihre Zwangsverpflichtung mit weitergehenden politischen Forderungen  verbinden; insbesondere der Forderung nach dem STREIKRECHT FÜR SCHÜLER*INNEN. Auch dem schließen wir uns uneingeschränkt an. Wir erweitern diese Forderung um die Aktivierung der dringend erforderlichen innergewerkschaftlichen und gesellschaftlichen Diskussion um die Nutzung des politischen Massenstreiks gegen Sozialabbau, Militarisierung und Krieg

Der nächste Aktions- und Schulstreiktag ist der 05.März 2026.

Ab 2026 sollen alle 18-Jährigen erfasst werden – Fragebögen, Bußgelder, Musterung, Zwangsdienste. Sagt NEIN! arbeitet derzeit am Aufbau eines gewerkschaftlich angebundenen Angebots zur Kriegsdienstverweigerungs-Beratung (KDV), unter anderem in Kooperation mit gewerkschaftlichen Jugendvorständen, Jugendstrukturen, Friedensorganisationen und insbesondere der DFG-VK. Vorbild ist für uns dabei das KDV-Beratungsangebot die IG Metall-Verwaltungsstelle Würzburg.

Kolleg*innen, die sich an KDV-Beratung, Infrastruktur oder Konzeptarbeit beteiligen wollen, melden sich bitte: info@sagtnein.org  

 

Gewerkschaften & Aufrüstung – Blick auf 2026

Der Kampf um die gewerkschaftlichen Positionierung gegen Krieg Militarisierung, Burgfrieden und Kriegsdienst spitzt sich weiter zu. Wir kritisieren die erneute und geschichtsvergessen selbst auferlegten „nationalen Verantwortung“ des DGB und der Vorstände der Mitgliedsorganisationen. Wir wollen uns frühzeitig wappnen für den Fall, dass auf dem DGB-Bundeskongress  im Mai 2026 die Ausrichtung unserer Gewerkschaften auf den WELTKRIEG gegen die Konkurrenten USA, Russland und China per Beschluss des Bundeskongresses abgesegnet werden soll.

Das wäre die Fortsetzung des mit der DGB-Erklärung zum Ostermarsch 2025 und dem Aufruf zum Antikriegstag 2025 eingeschlagenen Kurses, dem wir klar und eindeutig widersprechen.  Deshalb mobilisieren wir bereits jetzt mit einer Interessent*innenliste ´Für einen antimilitaristischen Aufbruch statt dem Versacken im Burgfrieden. Delegierte, Sagt NEIN!´ für wahrnehmbare und wirksame antimilitaristische Aktionen anlässlich des ´Parlaments der Arbeit´ und auf dem Kongress selbst

Außerdem beteiligt sich Sagt NEIN! auch weiter intensiv am Aktionsnetzwerk ZUKUNFTSWERK OSNABRÜCK, in dem wir uns zusammen mit Kolleg*innen aus dem Werk, Betriebsrats- und Vertrauensleutekolleg*innen aus anderen VW-Werken, vielen anderen Organisationen, zivilgesellschaftlichen Strukturen und Kolleg*innen aus anderen Osnabrücker Betrieben gegen die drohende Übernahme des Osnabrücker VW-Werks durch den Panzerbauer Rheinmetall und für eine Umstellung auf nachhaltige zivile sozial-ökologische Produktion engagieren. Aktuell versucht Rheinmetall – vielleicht auch schon als ein erstes Ergebnis des zunehmenden Widerstandes – den Eindruck zu erwecken, dass die ´Konversion pervers´ in Osnabrück vom Tisch sei…!? Von solchen taktischen Manövern lassen wir uns aber nicht beirren. Umso mehr muss vor dem Hintergrund der aktuellen und zunehmenden antimilitaristischen Proteste in Osnabrück der zivilgesellschaftliche Druck auf den VW-Konzern und die Politik weiter gezielt erhöht werden.

Ziel ist eine verbindliche Perspektive für eine nachhaltige zivile Umnutzung des Werks – etwa durch Produktion im Bereich öffentlicher Verkehr, klimafreundlicher Mobilität, Infrastrukturtechnik oder anderer gesellschaftlich notwendiger Industrieprodukte.

  • Die Beschäftigten brauchen keine Rüstungsperspektive, sondern Zukunftssicherheit. Osnabrück braucht keine Panzer, sondern eine ehrliche industriepolitische Debatte.

 

Termine in München – bitte vormerken & weitergeben!

  • Freitag, 19. Dezember 2025 | 18:30 Uhr
    Infoveranstaltung zur neuen Wehrpflicht
    Wann bist du geboren? Bist du klein genug, um Panzer zu fahren?
    Mit Rechtsanwältin Anna Busl

    Haus mit der Roten Fahne,
    Tulbeckstr. 4f, München
  • Samstag, 17. Januar 2026 | 13:30–17:30 Uhr
    6.Treffen aktiver Gewerkschafter*innen gegen den Krieg & Unterstützer*innen von Sagt NEIN!
    Schwerpunkte: Aufrüstung & Kommunen, Wehrpflicht, Vorbereitung DGB-Bundeskongress 2026
    Mit Beiträgen u. a. von Claudia Haydt (IMI) und Andreas Buderus (Sagt NEIN!)

    ver.di-Haus München, Neumarkter Str. 22
    Anmeldung erbeten: verdi-gegen-rechts@muenchen-mail.de

 

Gewerkschaften sind keine Stütze des Krieges.
Sie sind Teil des Widerstands dagegen.

Viele kleine Momente und Aktionen des Widerstandes sind Teil der erforderlichen großen Meuterei gegen die Kriegsmaschine. Wir arbeiten weiter daran – versprochen! 

Mach auch Du mit!

 

Lasst uns denen, die in aller Öffentlichkeit Kriege führen, 
rechtfertigen und vorbereiten endlich die Hände zerschlagen!

Denn der Menschheit drohen Kriege, gegen welche die vergangenen wie armselige Versuche sind, und sie werden kommen ohne jeden Zweifel, wenn denen, die sie in aller Öffentlichkeit vorbereiten, nicht die Hände zerschlagen werden.

B. Brecht, Rede für den Frieden, 1952

Mit solidarischen Grüßen
der Initiator*innenkreis

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