Petition updateSagt Nein! Gewerkschafter:innen gegen Krieg, Militarismus und BurgfriedenHeraus zum heißen Herbst gegen Krieg und Militarismus! Sagt NEIN!
SAGT NEIN!Berlin, Germany
Sep 17, 2025

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
liebe Unterstützer*innen,

weltweit werden die imperialistischen Kriege mit unveränderter Härte geführt, Israel setzt seinen – ganz aktuell auch vom UN-Menschenrechtsrat festgestellten -  Völkermord an den Palästinenser*innen vor den Augen der Welt mit gesteigerter Brutalität fort.

Währenddessen geht die IG Metall zum ersten Mal in ihrer Geschichte ohne jede konkretisierte Forderung (!!!) in eine Tarifrunde der Kriegs- und Rüstungstechnisch hoch relevanten Stahlbranche… Für dieses „Verständnis für die dramatischen Lage der deutschen Stahlindustrie“ wird die IGM dann auch direkt von den Konzernbossen gelobt, während ihre ´Bitte´ um mindestens einen Inflationsausgleich prompt zurückgewiesen wird. Das ist die Quittung des Militärisch-Industriell-Digitalen-Komplexes auf kapitulantenhafte Anbiederung an die herrschenden Kriegsverhältnisse im Burgfrieden.

Wozu so etwas führt, mussten die arbeitenden Massen und Unterdrückten vor ziemlich genau 110 Jahren beim Ausbruch des Ersten Weltkrieges schon einmal erleben. Sie bezahlten am Ende den Blutzoll dafür mit über 17 Millionen Toten, noch mehr körperlich Verstümmelten und seelisch Traumatisierten. Das darf sich nicht wiederholen!  

Und, dass das alles auch noch mit dem sich bereits brutal verschärfenden Klimakollaps unmittelbar zusammenhängt, sollte unbedingt nicht vergessen werden… Denn sonst stellt sich am bitteren Ende nur noch die Frage, was wohl eher kommen wird: der finale Klimakollaps oder der Dritte Weltkrieg?!

Wir sind der Meinung: Das alles fordert alle noch denkenden und fühlenden Menschen heraus, die kommenden Wochen zu einem heißen Herbst gegen Krieg, Militarismus und Burgfrieden zu machen -so wie Anfang der 80er Jahre beim Widerstand gegen die atomare Hochrüstung Europas Dazu gibt es sehr zeitnah viele Gelegenheiten:

Aus Anlass dieser und weiterer örtlicher Mobilisierung haben wir ein aktualisiertes Flugblatt erstellt: Nicht um Frieden betteln. Auf zur Meuterei! Sagt NEIN!
Das gesamte Flugblatt findet Ihr hier als druckfähige Vorlage zum Download, Drucken und massenhaften Verteilen bei jeder Gelegenheit.

Basis der fortschreitenden und allumfassenden Militarisierung der Gesellschaft ist die Reaktivierung des Feindbildes ´Russland´ und das Schüren der Angst vor dem ´russischen Bären´. Wenn die Friedensbewegung erfolgreich sein will, muss sie gründlich mit dem Feindbild Russland aufräumen. Dazu gibt es am 18.09. ein interessantes webinar: ´ Überfällt der Russe uns?´ mit: Hannes Hofbauer (Wien), Osteuropaexperte und Autor von: „Feindbild Russland – Geschichte einer Dämonisierung“.

Unsere Positionen sind eindeutig und klar:

Die Gewerkschaften gehören nicht an den konzertierten runden Tisch der Kriegsregierung. Sie gehören an die Seite der internationalen Arbeiter*innenklasse!

Arbeiter*innen schießen nicht auf Arbeiter*innen!

Lasst uns die kommenden Wochen zu einem heißen Herbst gegen Krieg, Militarismus und Burgfrieden machen! Wir sehen uns in, Hamburg, Berlin und Stuttgart, Nörvenich, Kassel und Tübingen.

Lasst uns denen, die in aller Öffentlichkeit Kriege führen, 
rechtfertigen und vorbereiten endlich die Hände zerschlagen!

„Denn der Menschheit drohen Kriege, gegen welche die vergangenen wie armselige Versuche sind, und sie werden kommen ohne jeden Zweifel, wenn denen, die sie in aller Öffentlichkeit vorbereiten, nicht die Hände zerschlagen werden.“

B. Brecht, Rede für den Frieden, 1952

Mit solidarischen Grüßen
der Initiator*innenkreis

Copy link
WhatsApp
Facebook
Nextdoor
Email
X