Petition updateSagt Nein! Gewerkschafter:innen gegen Krieg, Militarismus und BurgfriedenNicht um Frieden betteln. Auf zur Meuterei! Sagt NEIN!
SAGT NEIN!Berlin, Germany
13 Sept 2025

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
liebe Unterstützer*innen,

drei, für die antimilitaristische Bewegung besonders wichtige Ereignisse stehen in den kommenden Wochen bis Anfang Oktober bevor:

  • Vernetzungstreffen zur Zukunft des VW-Werks Osnabrück
    am kommenden Montag, 15. September 2025, 19:00 Uhr
    Haus der Jugend, kleiner S
    aal, 
    Große Gildewart 6-9
    Osnabrück

    Alle Unterstützer*innen von ´Sagt NEIN!´ im Großraum Osnabrück/Münster/Umland sind aufgerufen sich aktiv zu beteiligen. Es wäre super, wenn möglichst viele von Euch kämen und sich beteiligen.

Vielleicht gelingt es uns ja gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen des KARMANN-Werkes und der IG Metall wirksam und spürbar Sand im Getriebe der Kriegsmaschine zu sein.

´Sagt NEIN!´ unterstützt die Initiative ´Öffis statt Panzer´, deren Ziel es ist, die ´Konversion Pervers´ des VW/KARMANN-Werkes in der ´Friedensstadt´ Osnabrück in eine Panzerschmiede zu verhindern und statt dessen eine Zukunft für die Kolleg*innen mit ökologiosch und sozial nachhaltiger Produktion zu sichern.

Dazu werden wir in den kommenden zwei Jahren unser Mögliches beitragen.

´Sagt NEIN!´ ruft gemeinsam mit vielen anderen Organisationen zur Großdemonstration "NEIN zur NATO-Kriegsübung Red Storm Bravo – JA zur zivilen Entwicklung!" am 27.09. in Hamburg auf.  

 

Hierzu erklären wir ausdrücklich:
Nationalistische, militaristische, völkische, rassistische, homophobe, queer-feindliche, antisemitische, rechtspopulistisch-islamophobe und jede andere Form gruppenbezogen menschenfeindlicher Inhalte haben auf einer Friedensdemonstration nichts zu suchen.

Gruppen, die mit Organisationen, die solche Inhalte vertreten, regelmäßig und organisiert zusammen arbeiten, können nicht offizielle Mitaufrufer zu unser Demonstration sein. 

Der Kampf um Frieden und gegen Krieg und Aufrüstung ist seinem Wesen nach international. Darum weisen wir Tendenzen und Äußerungen im Sinne der hier genannten ideologischen Richtungen schärfstens zurück und rufen die Organisator*innen der beiden Demonstrationen auf: Schließt Menschen und Organisationen, die oben genannte Inhalte in Wort, Schrift und/oder Bild verbreiten von unserer Versammlung aus!

Aus Anlass dieser und weiterer örtlicher Mobilisierung haben wir ein aktualisiertes Flugblatt erstellt: ´Nicht um Frieden betteln. Auf zur Meuterei! Sagt NEIN!´

Dort heißte es u.a.:

Wie die Geschichte dieses Mal ausgeht, wird davon abhängen, ob sich die Lohnabhängigen die Anliegen der Nation erneut um den Preis eines Weltkriegs zu eigen machen, wie schon 1914 bis 1918 und dann wieder von 1939 bis 1945. Oder ob sie sich dieses Mal eines Besseren besinnen. Wer nicht spätestens jetzt gegen den imperialistischen Krieg aufsteht, gegen Militarismus und Burgfrieden, wird - heute wie gestern – rücksichts-los in Anspruch genommen: Zuerst, um  für die laufenden und kommenden Kriege zu produzieren, am Ende dafür, um sie  selbst unter Einsatz von Leib und Leben zu führen und bis zum bitteren Ende auf dem Schlachtfeld zu erleiden  - mit Entmenschlichung, Verstümmelung und Tod.“

Das gesamte Flugblatt findet Ihr hier als druckfähige Vorlage zum Download, Drucken und massenhaften Verteilen bei jeder Gelegenheit.

Dass sich etwas auch in den Betrieben bewegt, zeigt die Rede unseres Kollegen Lars Hirsekorn, VW-Arbeiter, Betriebsrat und Metaller. DIe hat er unter der Überschrift ´Wir müssen lernen!´ am 02.09.25 auf der Betriebsversammlung bei VW in Braunschweig vor mehreren Tausend Kolleg*innen gehalten und anschließend viel Zustimmung dafür erhalten:

"Welcher Arbeiter ist aus dem ersten Weltkrieg als Sieger hervor gegangen?
Was sagen uns die Millionen Gräber auf der ganzen Welt?

Die Aktionäre werden ihre Kinder nicht auf dem Schlachtfeld opfern. Sie führen kriegswichtige Betriebe und sind bestimmt unabkömmlich. Und das Sondervermögen Rüstung, so heißen heute die Kriegskredite, werden wir bezahlen, nicht Musk, nicht Porsche, nicht Thyssen-Krupp.

Auch heute gibt es leider wieder Stimmen in unseren Gewerkschaften, aber auch in der Belegschaft, die die Kriegskredite unterstützen und sich über die gut bezahlten Arbeitsplätze in der Rüstungsindustrie freuen.

Wir müssen lernen, liebe Kolleginnen und Kollegen. Wir müssen schnell lernen. Denn bezahlen werden wir sonst wieder mit dem Blut unserer Kinder und die Friedhöfe werden wachsen."

Wir sehen uns in Osnabrück, Hamburg, Berlin und Stuttgart

Lasst uns denen, die in aller Öffentlichkeit Kriege führen,  rechtfertigen und vorbereiten endlich die Hände zerschlagen!

Denn der Menschheit drohen Kriege, gegen welche die vergangenen wie armselige Versuche sind, und sie werden kommen ohne jeden Zweifel, wenn denen, die sie in aller Öffentlichkeit vorbereiten, nicht die Hände zerschlagen werden.

B. Brecht, Rede für den Frieden, 1952

Mit solidarischen Grüßen
der Initiator*innenkreis

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