Petition updateSagt Nein! Gewerkschafter:innen gegen Krieg, Militarismus und BurgfriedenKriegstreiber provozieren am Antikriegstag – Sagt NEIN!
SAGT NEIN!Berlin, Germany
Aug 28, 2025

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
liebe Unterstützer*innen,

unglaublich aber wahr: während in Köln noch bunt, friedlich und erfolgreich das von der Staatsmacht zunächst verbotene Rheinmetall-Entwaffnen-Camp läuft, und sich die Teilnehmer*innen auf die große antimilitaristische Parade ´Gegen den Krieg!´ am kommenden Samstag, 30.08. vorbereiten, kündigen die Profiteure des Todes und Kriegsgewinnler an, dass sie sich am 01. September, dem weltweiten Antikriegstag, bei Champagner und Canapés zur weiteren Planung ihrer Kriege treffen werden – ab 14:30 im Maritim-Hotel am Düsseldorfer Flughafen.

So ´feiert´ der Militärisch Industrielle Digitale Komplex auf seine ganz eigene und perverse Art den Antikriegstag… und mittendrin dabei: Jürgen Kerner, zweiter Vorsitzender der IG Metall… Freundliche Nachfragen, was er da zu suchen hat, hat der Kollege Kerner bisher unbeantwortet gelassen. Böses der/dem, die/der Böses dabei denkt…! während die konkreten Kriegsvorbereitungen der Regierung mit der Vorbereitung der Wiedereinführung des Kriegsdienstes, einem ´Nationalen Sicherheitsrat´ und der Eröffnung Europas größter Munitionsfabrik in Unterlüß in hohem Tempo weiter voran gehen.

Kleine Geschichte am Rande...: Rheinmetall-Konzernboss Papperger plauderte am Rande der Eröffnung der Todesfabrik in der Lüneburger Heide aus dem Nähkästchen, als er den Kriegsminister dafür als ´Mann der Tat´ abfeierte, dass der ihm ´per Handschlag - als es noch gar keine Verträge gab´ - zugesichert hätte, dass sich das Investment lohnen werde... So sehen heute die Stützen der Gesellschaft aus.

Das zeigt erneut, wie recht wir daran getan haben, sowohl der DGB-Erklärung zum Ostermarsch zu widersprechen als auch der Veröffentlichung des  DGB-Bundesvorstands zum gewerkschaftlichen Antikriegstag. Erneut werden Russland, USA und China zum Gegner erklärt, gegen den es aufzurüsten gilt.

Wer aber Deutschland und Europa gegen Russland, USA und China aufrüsten und kriegstüchtig machen will, dreht mit am Rad zum III. Weltkrieg. Das gilt es hinter den eingestreuten Worthülsen der „Friedensfähigkeitzu erkennen. Sonst liefern wir Millionen Gewerkschaftsmitglieder zum dritten Mal der deutschen imperialistischen Kriegstreiberei aus - wie bereits 1914 und 1933.

Lassen wir die Kriegstreiber*innen bei ihrem Festbankett am kommenden Montag in Düsseldorf nicht alleine! Bereiten wir ihnen einen würdigen und unvergesslichen Empfang!

Jenseits dessen haben wir im Rahmen des Kölner Camps Rheinmetall Entwaffnen – Gegen Waffenexporte, Aufrüstung und Krieg mit über 100 Teilnehmenden den Workshop „Wer entwaffnet Rheinmetall…?! Von der Analyse zur Meuterei – Sagt NEIN!“ durchgeführt. Darin haben wir uns klar, unmissverständlich und laut gegen den deutschen Großmachtanspruch und die nach innen wie außen gerichtete Militarisierung gestellt und die Rolle der Gewerkschaften im ´Burgfrieden´ mit Staat und Kapital kritisiert

Deshalb unterstützen wir auch den Aufruf „80 Jahre nach Hiroshima: NATO-Atomkriegsmanöver 2025 stoppen!“ zu einer Kundgebung in Nörvenich bei Düren.

In dem Aufruf heißt es u.a.: 

Deutsche Politikerinnen und Politiker fordern 80 Jahre nach Hiroshima eine deutsche Atombombe oder eine europäische Fähigkeit, Atombomben – mit Frankreich oder Großbritannien – einsetzen zu können. Die EU will aufrüsten und kriegsfähig werden. Ein Krieg zwischen Russland und der NATO wird für 2028/2029 von deutschen Politikerinnen und Politikern herbeigeredet. Statt auf Diplomatie und Verständigung zu setzen, wird Kriegstüchtigkeit gefordert. Milliarden Euro sollen in neue Aufrüstung und Kriegsvorbereitung gesteckt werden. Die Wehrpflicht zum Krieg soll wieder eingeführt werden.“ Daher das Fazit: 

„Ein alles zerstörender großer Krieg in Europa wird möglich,
wenn wir nicht widerstehen!“

Lasst uns denen, die in aller Öffentlichkeit Kriege führen, 
rechtfertigen und vorbereiten endlich die Hände zerschlagen!

„Denn der Menschheit drohen Kriege, gegen welche die vergangenen wie armselige Versuche sind, und sie werden kommen ohne jeden Zweifel, wenn denen, die sie in aller Öffentlichkeit vorbereiten, nicht die Hände zerschlagen werden.“

B. Brecht, Rede für den Frieden, 1952

Mit solidarischen Grüßen
der Initiator*innenkreis

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