

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
liebe Unterstützer*innen,
der diesjährige Antikriegstag wäre fast im besoffenen Kriegsgeheul der Kriegstreiber in Düsseldorf, dem Bombenhagel der Kriege in der Ukraine, Palästina, Kurdistan, Kongo, Sudan, Syrien und anderswo und unter Schlagstock- und Pfeffersprayeinsatz der exekutiven Knüppelgarden gegen friedlich demonstrierende Antimilitarist*innen in Köln untergegangen… Wäre da nicht eine kleine aber zunehmend größer werdende Gruppe von Menschen gewesen, die immer lauter und immer hörbarer, klar und unmissverständlich NEIN! sagt.
- NEIN! zu deutscher Kriegsbeteiligung in der Ukraine und in Palästina und anderswo!
- NEIN! zu aktiver Kriegsvorbereitung und Kriegsertüchtigung!
- NEIN! zu jeder Beteiligung an Wehrertüchtigungs-Programmen!
- NEIN! zu Wiedereinführung des Kriegsdienstes und anderer staatlich verordneter Zwangsdienste!
- NEIN! zu ideologischer Soldatisierung der Arbeitswelt und Gesellschaft!
- NEIN! zu jeder Kooperation mit der Kriegsindustrie und den Profiteuren des Todes!
- NEIN! zu jeder Unterordnung unserer Gewerkschaften
unter den imperialen Kriegskurs!
Wir von ´Sagt NEIN! Gewerkschafter:innen gegen Krieg, Militarismus und Burgfrieden´ haben uns aktiv am Rheinmetall-Entwaffnen!-Camp in Köln beteiligt. Wir waren hör- und sichtbar und mit unserer Stellungnahme ´DGB weiter auf Kriegskurs – Wir sagen NEIN! Nicht in unserem Namen!´ an den vielen antimilitaristischen Kundgebungen und Demonstrationen zu Antikriegstag beteiligt: in Köln, in München, in Hamburg, in Kiel und quer durch die Republik.
Wir haben die Kriegstreiber und Todesprofiteure des Militärisch-Industriellen-Digitalen-Komplexes bei ihrer Kriegsvorbereitungskonferenz am Antikriegstag in Düsseldorf nicht allein und unbeobachtet gelassen. Und wir haben den 2. Vorsitzenden der IG-Metall und den IGM-Vorstand mit ihrer Beteiligung an dieser Veranstaltung konfrontiert.
Die Profiteure des Krieges und ihre Steigbügelhalter*innen und Einpeitscher*innen in Wissenschaft, Politik und Medien ´spielen´ nicht nur...
Sie meinen es bitter ernst mit ihrer Kriegsvorbereitung!
So wird Mitte September in Hamburg die NATO-Großübung ´Red Storm BRAVO durchgeführt. Dazu gehören Truppentransporte und die Verlegung von schwerstem Kriegsgerät vom Flughafen zum Hafen und von dort an die NATO-Ostflanke, inklusive Militärkolonnen durch die Stadt mit (nächtlicher) Hubschrauber-Eskorte.
In Schulen wird der Gehorsam bei Luftschutzübungen trainiert.
Krankenhäuser sollen ihre Funktionsfähigkeit als erweiterte Feldlazarette unter Beweis stellen. Arbeitsämter sollen proben, ausfallende Arbeitskräfte für „lebens- und verteidigungsrelevante“ Konzerne zu ersetzen. Bezirksämter werden zur Unterstützung der Militärlogistik herangezogen.
Arbeiter*innen schießen nicht auf Arbeiter*innen!
Das fordert „Sagt NEIN!“ gegen alle nationale Tradition und nationalistische und militaristische Verhetzung; gegen alle Versuche der Kriminalisierung unseres legitimen antimilitaristischen Widerstandes.
- Deshalb werden wir bei der Zimmerwaldkonferenz 2.0 in Zürich am 06. September mit zwei Impulsreferaten beteiligt sein.
- Deshalb mobilisieren wir für die Aktionen gegen das NATO-Kriegsmanöver ´Red-Storm-BRAVO´ ab Mitte September und an der Demonstration ´NEIN zur NATO-Kriegsübung Red Storm Bravo – JA zur zivilen Entwicklung!´ am 27.09. in Hamburg und werden auch dort Sand im Getriebe der Kriegsmaschine sein.
- Deshalb unterstützen wir die bundesweiten Antikriegsdemonstrationen am 03. Oktober in Berlin und Stuttgart.
- Deshalb beteiligen wir uns aktiv an der Demonstration ´NATO-Atomkriegsmanöver 2025 stoppen!´gegen das jährlich stattfindende NATO-Atomkriegsmanöver ´Steadfast Noon´ am 11. Oktober 2025 in Nörvenich.
- Deshalb nehmen wir mit Redebeiträgen, Infostand und Ausstellung am bundesweiten Friedensratschlag am 08./09. November in Kassel teil.
- Deshalb beteiligen wir uns aktiv am IMI-Kongress ´Militärrepublik verweigern!´ am 15./16. November in Tübingen, zusammen mit unseren Trambahnfahrer-Kollegen von ´Sagt NEIN! zur Bundeswehrtram´ aus München
Lasst uns denen, die in aller Öffentlichkeit Kriege führen,
rechtfertigen und vorbereiten endlich die Hände zerschlagen!
„Denn der Menschheit drohen Kriege, gegen welche die vergangenen wie armselige Versuche sind, und sie werden kommen ohne jeden Zweifel, wenn denen, die sie in aller Öffentlichkeit vorbereiten, nicht die Hände zerschlagen werden.“
B. Brecht, Rede für den Frieden, 1952
Mit solidarischen Grüßen
der Initiator*innenkreis