Petition updateSagt Nein! Gewerkschafter:innen gegen Krieg, Militarismus und BurgfriedenOhne die militärische Indienstnahme der Zivilbevölkerung ist der Krieg nicht führbar - Sagt NEIN!
SAGT NEIN!Berlin, Germany
Aug 21, 2025

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
liebe Unterstützer*innen,

kurz vor dem diesjährigen Antikriegstag am 01. September schickt sich die rechtsextreme Netanjahu-Regierung an, die letzte Runde im Vernichtungskrieg gegen die Palästinenser*innen einzuläuten, der NATO-Russland-Stellvertreterkrieg in der Ukraine tobt trotz aller Diplomatie-Inszenierung weiter und die NATO bereitet sich systematisch weiter auf ihren großen Krieg gegen Russland vor, während die Bundesregierung die Militarisierung der gesamten Gesellschaft und die Kriminalisierung des zunehmend lauten antimilitaristischen Widerstandes konsequent weitertreibt.

Das alles fällt nicht vom Himmel, ist nicht das Ergebnis außer Kontrolle geratener Größenwahnsinniger á la Trump, Putin oder Netanjahu. Das alles liegt begründet in der sogenannten „regelbasierten Weltordnung“, für deren Erhalt nach Meinung des Kriegskanzlers Merz, Israel aktuell " die Drecksarbeit für uns" erledige...

Und die Profiteure des Krieges und ihre Steigbügelhalter*innen und Einpeitscher*innen in Wissenschaft, Politik und Medien ´spielen´ nicht nur...

Sie meinen es bitter ernst mit ihrer Kriegsvorbereitung!

So wird Mitte September in Hamburg die NATO-Großübung ´Red Storm BRAVO  durchgeführt. Dazu gehören Truppentransporte und die Verlegung von schwerstem Kriegsgerät vom Flughafen zum Hafen und von dort an die NATO-Ostflanke, inklusive Militärkolonnen durch die Stadt mit (nächtlicher) Hubschrauber-Eskorte.

  • In Schulen wird der Gehorsam bei Luftschutzübungen trainiert.
  • Krankenhäuser sollen ihre Funktionsfähigkeit als erweiterte Feldlazarette unter Beweis stellen.
  • Arbeitsämter sollen proben, ausfallende Arbeitskräfte für „lebens- und verteidigungsrelevante“ Konzerne zu ersetzen. 
  • Bezirksämter werden zur Unterstützung der Militärlogistik herangezogen.

Die Kolleg*innen des Verbandes demokratischer Ärzt*innen machen ganz aktuell darauf aufmerksam: ´Wir werden EUch nicht retten können!´   Es drohe ganz akut die »Unterwerfung ziviler Versorgungsstrukturen unter das Militär und dessen Zielsetzung«

Zweck des Ganzen ist es, auszuloten, inwieweit die Bevölkerung einen NATO-geführten Krieg gegen Russland mitzumachen bereit ist. Ohne die militärische Indienstnahme der Zivilbevölkerung ist der Krieg nicht führbar!

Jedes NEIN zu diesen Plänen hat daher unmittelbar friedensstiftende Bedeutung! Es ist ein entschiedenes JA!

  • zur Verwirklichung einer zivilen, globalen Entwicklungsperspektive.
  • zu Schulen, in denen freudvoll und solidarisch gelernt wird, als mündige Persönlichkeiten die Gesellschaft egalitär und menschenfreundlich zu gestalten.
  • zu Krankenhäusern, in denen die allseitige Gesundung des Menschen oberste Zwecksetzung ist.
  • zu Kunst und Kultur, die kritisches Denken befördern und zur emanzipatorischen Entfaltung Aller beitragen.
  • zu öffentlichen Ämtern und Einrichtungen, die für einen hohen sozialen und kulturellen Lebensstandard aller wirken.

 Arbeiter*innen schießen nicht auf Arbeiter*innen!

Das fordert „Sagt NEIN!“ gegen alle nationale Tradition und nationalistische und militaristische Verhetzung; gegen alle Versuche der Kriminalisierung unseres legitimen antimilitaristischen Widerstandes.

Lasst uns denen, die in aller Öffentlichkeit Kriege führen, 
rechtfertigen und vorbereiten endlich die Hände zerschlagen!

„Denn der Menschheit drohen Kriege, gegen welche die vergangenen wie armselige Versuche sind, und sie werden kommen ohne jeden Zweifel, wenn denen, die sie in aller Öffentlichkeit vorbereiten, nicht die Hände zerschlagen werden.“

B. Brecht, Rede für den Frieden, 1952

Mit solidarischen Grüßen
der Initiator*innenkreis

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