

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
liebe Unterstützer*innen,
während die Wellen noch hoch schlagen um das sogenannte ´Manifest´ der selbsternannten ´SPD-Friedenskreise´ , wird morgen, am 15.06.2025 zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik, im 80. Jahr nach der Beendigung des industriellen Massengemetzels des II. Weltkrieges, mit großem Pomp der ´nationale Veteranentag´ inszeniert.
Auch das ist Teil der militaristischen Zurichtung und aktiven Kriegsertüchtigung des Landes auf dem Weg zum neuen deutschen ´Platz an der Sonne´ in einer kriegsbesoffenen und atomar bewaffneten Deutschland-EU
Hierzu gibt es einen klarsichtigen und erhellenden Artikel in der heutigen Ausgabe der jungen welt:
»Veteranentag« am 15. Juni
Rummel in Flecktarn - Erster »Veteranengedenktag«: Regierung will Annäherung zwischen Soldaten und Zivilisten vorantreiben
dort heißt es unter anderem:
"In der Hochphase des deutschen Militarismus, unter Kaiser und »Führer«, galten besonders altgediente Soldaten – Veteranen – als Heroen. Vorzeigedeutsche in einer Gesellschaft, die das eigene Militär verehrte und überhöhte sowie den Krieg als »reinigendes Stahlbad« verherrlichte. In Zeiten kontinuierlicher Aufrüstung und bellizistischer Staatspropaganda findet am Sonntag nun der erste »Nationale Veteranentag« der BRD statt. (...)
Während für den Veteranentag bereits ordentlich die Werbetrommel gerührt wird, bereitet Minister Pistorius die Wiedereinführung der Wehrpflicht gesetzlich vor. So soll laut Handelsblatt vom Donnerstag unter Berufung auf Regierungskreise ein entsprechender Gesetzentwurf zum neuen Wehrdienst nach schwedischem Vorbild vom Ministerium im Sommer ins Kabinett eingebracht werden. Pistorius zufolge braucht die Bundeswehr noch 50.000 bis 60.000 zusätzliche Soldaten."
Unter dem Motto
Wir feiern Eure Kriege nicht!
Stellen wir uns der Rekrutierung und Kriegsmobilisierung entgegen!
mobilisiert ein breites Bündnis zur
Demonstration
- 15.06.2025
- 14:00 Uhr
- S+U-Bahnhof Friedrichstraße
"Erkämpfen wir uns eine Gesellschaft ohne Ausbeutung und Unterdrückung!
Wir haben wesentlich mehr gemein mit den Menschen, auf die wir schießen sollen als mit jenen, die uns in die Schützengräben schicken. Schließen wir uns zusammen! Ob Streiks in den Schulen, den Häfen oder der Fabrik. Was uns eine Perspektive gibt, ist internationale Solidarität! Blockieren, desertieren, sabotieren. Nutzen wir diese Zeit der rasanten Umbrüche für den Aufbau einer solidarischen Gesellschaft!"
»Wir feiern eure Kriege nicht!« heißt es auch in Mannheim mit der Partei Die Linke, der DFG-VK und anderen mehr. Das Bremer Friedensforum versammelt sich mit dem Slogan »Keinen Veteranentag in Bremen – Gegen die Militarisierung der Gesellschaft«.
In Karlsruhe wird unter dem Motto »Für die Verteidigung einer solidarischen und sozialen Gesellschaft – Nein zum Veteranentag in Karlsruhe!« protestiert. Die Jugend der DFG-VK lädt zum sogenannten Adbusting (Austausch offizieller Plakate zum Beispiel der Bundeswehr gegen kritische Eigenkreationen) für den »Naziprepper-Tag« ein, da durch die Bundeswehr »ein brauner Geist weht«.
Wir sehen uns im gemeinsamen Widerstand auf der Straße.
Lasst uns denen, die in aller Öffentlichkeit Kriege führen,
rechtfertigen und vorbereiten endlich die Hände zerschlagen!!!
„Denn der Menschheit drohen Kriege, gegen welche die vergangenen wie armselige Versuche sind, und sie werden kommen ohne jeden Zweifel, wenn denen, die sie in aller Öffentlichkeit vorbereiten, nicht die Hände zerschlagen werden.“
B. Brecht, Rede für den Frieden, 1952
Mit solidarischen Grüßen
der Initiator*innenkreis