Sag Ja zur Bahnanbindung Geesthacht!


Sag Ja zur Bahnanbindung Geesthacht!
Das Problem
Geesthacht ist die größte Stadt in Schleswig-Holstein ohne Bahnanschluss. Eine Machbarkeitsuntersuchung hat ergeben, dass eine Reaktivierung sowohl machbar als auch grob geschätzt wirtschaftlich ist. Das schleswig-holsteinische OdeS-Gutachten empfiehlt ebenfalls die Reaktivierung. Die Koalitionspartner in Schleswig-Holstein und Hamburg (CDU, SPD, Grüne) haben die Reaktivierung nicht nur in ihre Koalitionsverträge aufgenommen, sondern auch jeweils einen parlamentarischen Beschluss dazu gefasst. Es braucht jedoch nicht nur die Politik, sondern auch Unterstützer*innen, damit die Bahnanbindung Rückenwind bekommt.
2020 wurde die Machbarkeitsstudie "Nutzung der Eisenbahnstrecke Geesthacht-Bergedorf für den öffentlichen Verkehr" vorgestellt und im Hamburg-Schleswig-Holstein-Ausschuss beraten (18.11.2020, Drs. 22/2243).
Die MBU kommt zu dem Schluss, dass die Reaktivierung der Strecke grob geschätzt wirtschaftlich sein dürfte.
Dadurch, dass das derzeitige Busnetz ziemlich dicht ist, kommt es durch die Strecke zwar nicht zu Fahrtzeitverbesserungen, aber zu einer höheren Fahrtenzahl. Durch höhere Qualität und höhren Komfort von Schienenverkehr im Gegensatz zum Busverkehr erhöhen sich auch die Fahrgastzahlen, schätzt die Studie (S.122). Wird die Bahn zum Hamburger Hauptbahnhof durchgebunden, kommen weitere Fahrgäste hinzu.
Die Vorzugsvariante ist eine Straßenbahn mit Akku im 20-Minuten-Takt zunächst als eingleisige Strecke nach Bergedorf. In Bergedorf bedarf es einer kurzen Neubaustrecke im Straßenbereich bis zum Bergedorfer Bahnhof, wo ein Umstieg in die S-Bahn ohne Treppensteigen vorgesehen ist. Perspektivisch soll der Takt erhöht werden und eine Durchbindung zum Hamburger Hauptbahnhof erreicht werden.
Das OdeS-Gutachten
2021 empfiehlt das sogenannte OdeS-Gutachten („Optimierung des Schienenverkehrs in Schleswig-Holstein“) die Reaktivierung der Geesthacht-Strecke (Drs. 19/5543, S. 85).
Laut Gutachten ist die Reaktivierung unabhängig in zwei Schritten möglich, ohne, dass zusätzliche Kosten enstehen: Im ersten Schritt Geesthacht-Bergedorf und im zweiten Schritt die Durchbindung von Geesthacht zum Hamburger Hauptbahnhof.
Das Gutachten hält fest
Empfehlung Streckenreaktivierung für den SPNV (Schienenpersonennahverkehr) inkl. Elektrifizierung
Bau neuer Haltepunkte nötig
Streckenhöchstgeschwindigkeit 80 km/h
Einsatz von Regionalstadtbahnfahrzeugen zwischen Geesthacht und Bergedorf (= Betrieb nach BOStrab = Straßenbahn-Bau- und Betriebsordnung)
Bei späterer Durchbindung: Einsatz von EBO-Fahrzeugen zwischen Geesthacht und Hamburg Hbf (EBO = Eisenbahnbetriebsordnung)
Einsatz von BEMU (Battery Electric Multiple Unit, Batterie-/Akkuwagen) Fahrzeugen oder Elektrifizierung
Quelle: https://nord.vcd.org/geesthachtbahn
Weitere Argumente
-> Schaffung eines Mobilitätsangebots für ca. 60.000 Menschen in Geesthacht und Umgebung
-> Verbesserung des Fahrtkomforts durch Umsteigearme bzw. Umsteigslose Anbindung zum Hauptbahnhof
-> Zuverlässigere Anbindungen. Ein Zug ist unabhängig von Stau und anderen Straßenbezogenen Einschränkungen.
Verbesserung der lokalen Wirtschaft:
Eine Bahnanbindung erleichtert den Pendelverkehr, was es den Bewohnern ermöglicht, in nahegelegenen Städten zu arbeiten, ohne umziehen zu müssen. Dies erhöht die Kaufkraft der Einwohner und stärkt die lokale Wirtschaft durch höhere Konsumausgaben
-> Förderung des lokalen Tourismus:
Bahnanbindungen erleichtern Touristen den Zugang zu den Gemeinden, was die lokale Tourismusbranche stärkt. Dies umfasst Hotels, Restaurants, und lokale Sehenswürdigkeiten, die von erhöhtem Besucherverkehr profitieren.
-> Erhöhung der Attraktivität für Unternehmen:
Eine gute Bahnanbindung trägt dazu bei, dass die Gemeinden zu einem attraktiveren Standort für Unternehmen werden, da sie den Transport von Gütern und Mitarbeitern erleichtert. Dies kann zu neuen Unternehmensansiedlungen und zur Schaffung von Arbeitsplätzen führen.
-> Rekrutierung von Ärzten und Pflegepersonal:
Eine gute Verkehrsanbindung macht die Gemeinde attraktiver für medizinisches Fachpersonal, da diese einfacher zur Arbeit pendeln können. Dies hilft, offene Stellen in lokalen Kliniken und Praxen schneller zu besetzen.
Foto: Andreas Staal
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Das Problem
Geesthacht ist die größte Stadt in Schleswig-Holstein ohne Bahnanschluss. Eine Machbarkeitsuntersuchung hat ergeben, dass eine Reaktivierung sowohl machbar als auch grob geschätzt wirtschaftlich ist. Das schleswig-holsteinische OdeS-Gutachten empfiehlt ebenfalls die Reaktivierung. Die Koalitionspartner in Schleswig-Holstein und Hamburg (CDU, SPD, Grüne) haben die Reaktivierung nicht nur in ihre Koalitionsverträge aufgenommen, sondern auch jeweils einen parlamentarischen Beschluss dazu gefasst. Es braucht jedoch nicht nur die Politik, sondern auch Unterstützer*innen, damit die Bahnanbindung Rückenwind bekommt.
2020 wurde die Machbarkeitsstudie "Nutzung der Eisenbahnstrecke Geesthacht-Bergedorf für den öffentlichen Verkehr" vorgestellt und im Hamburg-Schleswig-Holstein-Ausschuss beraten (18.11.2020, Drs. 22/2243).
Die MBU kommt zu dem Schluss, dass die Reaktivierung der Strecke grob geschätzt wirtschaftlich sein dürfte.
Dadurch, dass das derzeitige Busnetz ziemlich dicht ist, kommt es durch die Strecke zwar nicht zu Fahrtzeitverbesserungen, aber zu einer höheren Fahrtenzahl. Durch höhere Qualität und höhren Komfort von Schienenverkehr im Gegensatz zum Busverkehr erhöhen sich auch die Fahrgastzahlen, schätzt die Studie (S.122). Wird die Bahn zum Hamburger Hauptbahnhof durchgebunden, kommen weitere Fahrgäste hinzu.
Die Vorzugsvariante ist eine Straßenbahn mit Akku im 20-Minuten-Takt zunächst als eingleisige Strecke nach Bergedorf. In Bergedorf bedarf es einer kurzen Neubaustrecke im Straßenbereich bis zum Bergedorfer Bahnhof, wo ein Umstieg in die S-Bahn ohne Treppensteigen vorgesehen ist. Perspektivisch soll der Takt erhöht werden und eine Durchbindung zum Hamburger Hauptbahnhof erreicht werden.
Das OdeS-Gutachten
2021 empfiehlt das sogenannte OdeS-Gutachten („Optimierung des Schienenverkehrs in Schleswig-Holstein“) die Reaktivierung der Geesthacht-Strecke (Drs. 19/5543, S. 85).
Laut Gutachten ist die Reaktivierung unabhängig in zwei Schritten möglich, ohne, dass zusätzliche Kosten enstehen: Im ersten Schritt Geesthacht-Bergedorf und im zweiten Schritt die Durchbindung von Geesthacht zum Hamburger Hauptbahnhof.
Das Gutachten hält fest
Empfehlung Streckenreaktivierung für den SPNV (Schienenpersonennahverkehr) inkl. Elektrifizierung
Bau neuer Haltepunkte nötig
Streckenhöchstgeschwindigkeit 80 km/h
Einsatz von Regionalstadtbahnfahrzeugen zwischen Geesthacht und Bergedorf (= Betrieb nach BOStrab = Straßenbahn-Bau- und Betriebsordnung)
Bei späterer Durchbindung: Einsatz von EBO-Fahrzeugen zwischen Geesthacht und Hamburg Hbf (EBO = Eisenbahnbetriebsordnung)
Einsatz von BEMU (Battery Electric Multiple Unit, Batterie-/Akkuwagen) Fahrzeugen oder Elektrifizierung
Quelle: https://nord.vcd.org/geesthachtbahn
Weitere Argumente
-> Schaffung eines Mobilitätsangebots für ca. 60.000 Menschen in Geesthacht und Umgebung
-> Verbesserung des Fahrtkomforts durch Umsteigearme bzw. Umsteigslose Anbindung zum Hauptbahnhof
-> Zuverlässigere Anbindungen. Ein Zug ist unabhängig von Stau und anderen Straßenbezogenen Einschränkungen.
Verbesserung der lokalen Wirtschaft:
Eine Bahnanbindung erleichtert den Pendelverkehr, was es den Bewohnern ermöglicht, in nahegelegenen Städten zu arbeiten, ohne umziehen zu müssen. Dies erhöht die Kaufkraft der Einwohner und stärkt die lokale Wirtschaft durch höhere Konsumausgaben
-> Förderung des lokalen Tourismus:
Bahnanbindungen erleichtern Touristen den Zugang zu den Gemeinden, was die lokale Tourismusbranche stärkt. Dies umfasst Hotels, Restaurants, und lokale Sehenswürdigkeiten, die von erhöhtem Besucherverkehr profitieren.
-> Erhöhung der Attraktivität für Unternehmen:
Eine gute Bahnanbindung trägt dazu bei, dass die Gemeinden zu einem attraktiveren Standort für Unternehmen werden, da sie den Transport von Gütern und Mitarbeitern erleichtert. Dies kann zu neuen Unternehmensansiedlungen und zur Schaffung von Arbeitsplätzen führen.
-> Rekrutierung von Ärzten und Pflegepersonal:
Eine gute Verkehrsanbindung macht die Gemeinde attraktiver für medizinisches Fachpersonal, da diese einfacher zur Arbeit pendeln können. Dies hilft, offene Stellen in lokalen Kliniken und Praxen schneller zu besetzen.
Foto: Andreas Staal
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Petition am 13. Juni 2024 erstellt