Rettet die Gehirne in NRW! Stoppt den Abbau der neurologischen Frühreha!

Aktuelle Unterzeichner*innen:
Reinhard Kramer und 19 andere Personen haben kürzlich unterschrieben.

Das Problem

An den Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW, Herrn Karl-Josef Laumann:

Sehr geehrter Herr Minister Laumann,

wir, der SHV-FORUM GEHIRN e.V. https://shv-nrw.de/ und seine regionale Selbsthilfegruppe Wachkoma NRW https://wachkoma-nrw.de/, setzen uns für die Rechte von Menschen mit neurologischen Erkrankungen und deren Angehörige ein. Wir positionieren uns gegen die geplante Krankenhausreform in Nordrhein-Westfalen in Bezug auf die spezielle neue Leistungsgruppe 26.3 : die neurologische-neurochirurgische Frührehabilitation (NNFR).

Dieser neue Krankenhausplan sieht vor die Frühreha / Phase B zukünftig überwiegend in Regelkrankenhäusern zu leisten, während traditionelle Rehafachkliniken, die bislang eine Hauptfunktion als Leistungserbringer hatten, zukünftig keine Zuteilungen erhalten sollen. Diese Veränderung bedroht das bisherige rehabilitative Versorgungssystem, das für neurologische Patienten lebenswichtig ist. In den spezialisierten Rehabilitationseinrichtungen wie zum Beispiel die VAMED Kliniken Hagen-Ambrock und Hattingen wird seit Jahrzehnten eine hochwertige Versorgung garantiert. Durch die geplanten Umverteilungen sind diese gewachsenen Strukturen akut gefährdet.

Warum ist das wichtig?

Neurologische Frührehabilitation rettet Leben und verbessert die Lebensqualität!
Die Frührehabilitation in spezialisierten Kliniken ist ein entscheidender Schritt für die Genesung von Menschen mit schweren neurologischen Erkrankungen, wie zum Beispiel Schlaganfall, Schädel-Hirn-Trauma oder Wachkoma. Diese Kliniken verfügen über Fachärzte, hochqualifizierte Pflegekräfte und eine umfassende therapeutische Ausstattung, die speziell auf die Bedürfnisse von schwerstbetroffenen Patienten ausgerichtet sind.

Die geplante Verlagerung dieser Behandlungsleistungen in Regelkrankenhäuser mit minimalen Kapazitäten (weniger als 14 Betten und weniger als 100 Fälle pro Jahr) würde nicht nur die Behandlungsqualität drastisch senken, sondern auch die Versorgungssicherheit gefährden. Diese Kliniken sind weder personell noch infrastrukturell auf die komplexen Anforderungen der neurologischen Frührehabilitation vorbereitet. Das notwendige Fachpersonal und die benötigten Strukturen sind in den Rehabilitationskliniken bereits vorhanden und müssen nicht langjährig gewonnen und aufgebaut werden wie in den Regelkrankenhäusern. 

„Es ist unverständlich, warum etablierte Rehafachkliniken, die seit Jahren erfolgreich arbeiten, aus der Versorgungskette ausgeschlossen werden. Nur durch kontinuierliche Erfahrung können solche hochkomplexen Behandlungen erfolgreich durchgeführt werden.“​, so die Landesvorsitzende des SHV-FORUM GEHIRN e.V. Christiane Dubois.

Das Risiko für Patienten: Fehlende Fachkompetenz, längere Wartezeiten und schlechtere Behandlungsergebnisse.
Im Regierungsbezirk Arnsberg sollen laut neuem Krankenhausplan künftig sieben Akutkrankenhäuser die neurologische Frühreha für 50 bis 70 Patienten pro Jahr übernehmen – eine Aufgabe, die spezialisierte Rehakliniken bisher erfolgreich gemeistert haben. Diese Fachkliniken werden jedoch nicht mehr in die Planungen einbezogen. Der gravierende Fachkräftemangel im Gesundheitswesen verschärft das Problem zusätzlich: In kleinen Regelkrankenhäusern fehlt sowohl das spezialisierte Personal als auch die notwendige medizinisch-therapeutische Ausstattung.

„Die Verteilung auf kleine Kliniken wird das Problem des Fachkräftemangels nicht lösen, sondern verschärfen. Es wird einen Kampf um qualifiziertes Personal geben, der am Ende die Patienten trifft.“​, so René Jeuck von Wachkoma-NRW.

Warum jetzt handeln?

Zeit ist ein kritischer Faktor in der neurologischen Rehabilitation. Je früher nach einem schweren neurologischen Ereignis mit der Rehabilitation begonnen wird, desto besser sind die Chancen auf eine vollständige oder zumindest weitgehende Genesung. Wissenschaftliche Studien belegen, dass das menschliche Gehirn in den ersten Wochen nach einer Schädigung das größte Potenzial zur Aktivierung von Neuroplastizität hat. Wird diese Zeit aufgrund fehlender Kapazitäten oder schlechter Versorgung in Regelkrankenhäusern verschwendet, sind die Folgen für die Patienten und ihre Familien oft verheerend.

„Eine sofort einsetzende Frührehabilitation fördert den Genesungsprozess und erhöht die Wahrscheinlichkeit, ein Leben mit mehr Teilhabe und weniger Abhängigkeit von Intensivpflege zu führen. In anderen Bundesländern haben wir da ein funktionierendes System, nach den BAR-Richtlinien. Dies fehlt in NRW gänzlich“​ beklagt Karl-Eugen Siegel, Bundesvorsitzender des SHV-FORUM GEHIRN e.V.

Unsere Forderung:
Wir fordern Sie, Herr Minister Laumann, und die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen auf, die geplanten Umstrukturierungen in der Krankenhausplanung zu überdenken. Setzen Sie sich für den Erhalt und den Ausbau der spezialisierten neurologischen Frührehabilitation (Phase B nach BAR) in NRW ein und sichern Sie die Zukunft von Kliniken, die seit Jahrzehnten exzellente Arbeit in der Behandlung neurologisch schwerstbetroffener Patienten leisten. Damit retten Sie viele Gehirne Ihrer Landsleute.

  1. Erhalt und Ausbau der spezialisierten neurologischen Frührehabilitation (Phase B) in Fachkliniken.
  2. Keine Verlagerung hochkomplexer Behandlungsleistungen in kleine Regelkrankenhäuser, die ohne ausreichende Kapazitäten und Fachpersonal sind und diese erst aufbauen müssten.
  3. Sicherung einer ganzheitlichen Rehabilitationskette, die alle Phasen (A bis D) abdeckt und somit eine nahtlose und qualitativ hochwertige Versorgung der Patienten garantiert.

Ihre NRW Krankenhausreform, Herr Minister Laumann, muss die Versorgung verbessern. Sie darf nicht das politische Ziel der Krankenhausschließung über die Versorgung stellen. Dem WDR Magazin Westpol haben Sie für die Sendung vom 3.11.2024 ein Interview gegeben, in dem Sie leider deutlich zum Ausdruck bringen, dass Sie die Rehakliniken deshalb aus der Versorgung der Neurofrühreha Patienten ausschließen, weil sie „keine Krankenhausplanung in NRW machen, bei der wir anschließend mehr Krankenhäuser haben als vorher“.

https://www1.wdr.de/fernsehen/westpol/videos/aus-fuer-neurologische-frueh-reha-100.html

Wir fordern Sie auf diese Motivation im Sinne der Betroffenen aufzugeben.

Wie Sie helfen können:

  1. Unterschreiben Sie diese Petition, um den Erhalt der neurologischen Frührehabilitation in NRW zu unterstützen.
  2. Teilen Sie diese Petition mit Ihren Freunden, Ihrer Familie und in sozialen Netzwerken, damit wir so viele Menschen wie möglich erreichen.
  3.  Schließen Sie sich uns an und kämpfen Sie mit uns für eine sichere und qualitativ hochwertige Versorgung neurologisch schwerstbetroffener Patienten in Nordrhein-Westfalen.

Jeder Mensch hat ein Rehapotential und ein verbrieftes Recht auf Rehabilitation. Eine qualitativ hochwertige Frührehabilitation kann den Unterschied zwischen einem Leben mit Teilhabe und einem Leben in dauerhafter Abhängigkeit von Intensivpflege bedeuten.

Unterschreiben Sie jetzt und retten Sie die Gehirne in NRW!

avatar of the starter
Christiane DuboisPetitionsstarter*inIch bin Sprecherin der WACHKOMA-Angehörigen-Selbsthilfe NRW und die Landesvertreterin / NRW des SHV - FORUM GEHIRN e.V.. Ich habe einen Lebenspartner, der einen hypoxischen Hirnschaden erlitten hat und bemühe mich daher anderen Betroffenen zu helfen.

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Aktuelle Unterzeichner*innen:
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Das Problem

An den Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW, Herrn Karl-Josef Laumann:

Sehr geehrter Herr Minister Laumann,

wir, der SHV-FORUM GEHIRN e.V. https://shv-nrw.de/ und seine regionale Selbsthilfegruppe Wachkoma NRW https://wachkoma-nrw.de/, setzen uns für die Rechte von Menschen mit neurologischen Erkrankungen und deren Angehörige ein. Wir positionieren uns gegen die geplante Krankenhausreform in Nordrhein-Westfalen in Bezug auf die spezielle neue Leistungsgruppe 26.3 : die neurologische-neurochirurgische Frührehabilitation (NNFR).

Dieser neue Krankenhausplan sieht vor die Frühreha / Phase B zukünftig überwiegend in Regelkrankenhäusern zu leisten, während traditionelle Rehafachkliniken, die bislang eine Hauptfunktion als Leistungserbringer hatten, zukünftig keine Zuteilungen erhalten sollen. Diese Veränderung bedroht das bisherige rehabilitative Versorgungssystem, das für neurologische Patienten lebenswichtig ist. In den spezialisierten Rehabilitationseinrichtungen wie zum Beispiel die VAMED Kliniken Hagen-Ambrock und Hattingen wird seit Jahrzehnten eine hochwertige Versorgung garantiert. Durch die geplanten Umverteilungen sind diese gewachsenen Strukturen akut gefährdet.

Warum ist das wichtig?

Neurologische Frührehabilitation rettet Leben und verbessert die Lebensqualität!
Die Frührehabilitation in spezialisierten Kliniken ist ein entscheidender Schritt für die Genesung von Menschen mit schweren neurologischen Erkrankungen, wie zum Beispiel Schlaganfall, Schädel-Hirn-Trauma oder Wachkoma. Diese Kliniken verfügen über Fachärzte, hochqualifizierte Pflegekräfte und eine umfassende therapeutische Ausstattung, die speziell auf die Bedürfnisse von schwerstbetroffenen Patienten ausgerichtet sind.

Die geplante Verlagerung dieser Behandlungsleistungen in Regelkrankenhäuser mit minimalen Kapazitäten (weniger als 14 Betten und weniger als 100 Fälle pro Jahr) würde nicht nur die Behandlungsqualität drastisch senken, sondern auch die Versorgungssicherheit gefährden. Diese Kliniken sind weder personell noch infrastrukturell auf die komplexen Anforderungen der neurologischen Frührehabilitation vorbereitet. Das notwendige Fachpersonal und die benötigten Strukturen sind in den Rehabilitationskliniken bereits vorhanden und müssen nicht langjährig gewonnen und aufgebaut werden wie in den Regelkrankenhäusern. 

„Es ist unverständlich, warum etablierte Rehafachkliniken, die seit Jahren erfolgreich arbeiten, aus der Versorgungskette ausgeschlossen werden. Nur durch kontinuierliche Erfahrung können solche hochkomplexen Behandlungen erfolgreich durchgeführt werden.“​, so die Landesvorsitzende des SHV-FORUM GEHIRN e.V. Christiane Dubois.

Das Risiko für Patienten: Fehlende Fachkompetenz, längere Wartezeiten und schlechtere Behandlungsergebnisse.
Im Regierungsbezirk Arnsberg sollen laut neuem Krankenhausplan künftig sieben Akutkrankenhäuser die neurologische Frühreha für 50 bis 70 Patienten pro Jahr übernehmen – eine Aufgabe, die spezialisierte Rehakliniken bisher erfolgreich gemeistert haben. Diese Fachkliniken werden jedoch nicht mehr in die Planungen einbezogen. Der gravierende Fachkräftemangel im Gesundheitswesen verschärft das Problem zusätzlich: In kleinen Regelkrankenhäusern fehlt sowohl das spezialisierte Personal als auch die notwendige medizinisch-therapeutische Ausstattung.

„Die Verteilung auf kleine Kliniken wird das Problem des Fachkräftemangels nicht lösen, sondern verschärfen. Es wird einen Kampf um qualifiziertes Personal geben, der am Ende die Patienten trifft.“​, so René Jeuck von Wachkoma-NRW.

Warum jetzt handeln?

Zeit ist ein kritischer Faktor in der neurologischen Rehabilitation. Je früher nach einem schweren neurologischen Ereignis mit der Rehabilitation begonnen wird, desto besser sind die Chancen auf eine vollständige oder zumindest weitgehende Genesung. Wissenschaftliche Studien belegen, dass das menschliche Gehirn in den ersten Wochen nach einer Schädigung das größte Potenzial zur Aktivierung von Neuroplastizität hat. Wird diese Zeit aufgrund fehlender Kapazitäten oder schlechter Versorgung in Regelkrankenhäusern verschwendet, sind die Folgen für die Patienten und ihre Familien oft verheerend.

„Eine sofort einsetzende Frührehabilitation fördert den Genesungsprozess und erhöht die Wahrscheinlichkeit, ein Leben mit mehr Teilhabe und weniger Abhängigkeit von Intensivpflege zu führen. In anderen Bundesländern haben wir da ein funktionierendes System, nach den BAR-Richtlinien. Dies fehlt in NRW gänzlich“​ beklagt Karl-Eugen Siegel, Bundesvorsitzender des SHV-FORUM GEHIRN e.V.

Unsere Forderung:
Wir fordern Sie, Herr Minister Laumann, und die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen auf, die geplanten Umstrukturierungen in der Krankenhausplanung zu überdenken. Setzen Sie sich für den Erhalt und den Ausbau der spezialisierten neurologischen Frührehabilitation (Phase B nach BAR) in NRW ein und sichern Sie die Zukunft von Kliniken, die seit Jahrzehnten exzellente Arbeit in der Behandlung neurologisch schwerstbetroffener Patienten leisten. Damit retten Sie viele Gehirne Ihrer Landsleute.

  1. Erhalt und Ausbau der spezialisierten neurologischen Frührehabilitation (Phase B) in Fachkliniken.
  2. Keine Verlagerung hochkomplexer Behandlungsleistungen in kleine Regelkrankenhäuser, die ohne ausreichende Kapazitäten und Fachpersonal sind und diese erst aufbauen müssten.
  3. Sicherung einer ganzheitlichen Rehabilitationskette, die alle Phasen (A bis D) abdeckt und somit eine nahtlose und qualitativ hochwertige Versorgung der Patienten garantiert.

Ihre NRW Krankenhausreform, Herr Minister Laumann, muss die Versorgung verbessern. Sie darf nicht das politische Ziel der Krankenhausschließung über die Versorgung stellen. Dem WDR Magazin Westpol haben Sie für die Sendung vom 3.11.2024 ein Interview gegeben, in dem Sie leider deutlich zum Ausdruck bringen, dass Sie die Rehakliniken deshalb aus der Versorgung der Neurofrühreha Patienten ausschließen, weil sie „keine Krankenhausplanung in NRW machen, bei der wir anschließend mehr Krankenhäuser haben als vorher“.

https://www1.wdr.de/fernsehen/westpol/videos/aus-fuer-neurologische-frueh-reha-100.html

Wir fordern Sie auf diese Motivation im Sinne der Betroffenen aufzugeben.

Wie Sie helfen können:

  1. Unterschreiben Sie diese Petition, um den Erhalt der neurologischen Frührehabilitation in NRW zu unterstützen.
  2. Teilen Sie diese Petition mit Ihren Freunden, Ihrer Familie und in sozialen Netzwerken, damit wir so viele Menschen wie möglich erreichen.
  3.  Schließen Sie sich uns an und kämpfen Sie mit uns für eine sichere und qualitativ hochwertige Versorgung neurologisch schwerstbetroffener Patienten in Nordrhein-Westfalen.

Jeder Mensch hat ein Rehapotential und ein verbrieftes Recht auf Rehabilitation. Eine qualitativ hochwertige Frührehabilitation kann den Unterschied zwischen einem Leben mit Teilhabe und einem Leben in dauerhafter Abhängigkeit von Intensivpflege bedeuten.

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Christiane DuboisPetitionsstarter*inIch bin Sprecherin der WACHKOMA-Angehörigen-Selbsthilfe NRW und die Landesvertreterin / NRW des SHV - FORUM GEHIRN e.V.. Ich habe einen Lebenspartner, der einen hypoxischen Hirnschaden erlitten hat und bemühe mich daher anderen Betroffenen zu helfen.
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