Rettet Deutschlands Gastgewerbe!

0 haben unterschrieben. Nächstes Ziel: 150.000.


Bitte schaffen Sie eine Perspektive für das Gastgewerbe.

Während die Tage seit Wochen verstreichen, sind wir Gastronom*innen und Hoteliers dabei, unterzugehen. Viele von uns haben keine Mittel mehr zur Verfügung, um unsere Existenz aufrecht zu erhalten. Wir fühlen uns im Stich gelassen. Gleichzeitig können wir unseren Verbindlichkeiten Mitarbeiter*innen und Lieferant*innen, Banken und Vermietern gegenüber nicht mehr nachkommen.

Wenn Sie jetzt nicht für Klarheit und finanzielle Soforthilfe sorgen, die sich an unseren realen Kosten orientiert, war es das für die nächsten Jahre mit Deutschlands bunter Gastroszene und den vielen schönen Hotels – das sagen wir Ihnen in aller Deutlichkeit!

Wir wissen, dass Sie Ihr Bestes tun. Wir wissen auch, dass Sie unter großem Druck stehen und bereits einige Maßnahmen zur Unterstützung getroffen haben. Trotzdem müssen wir Ihnen mitteilen: Diese Maßnahmen helfen, sie werden uns aber nicht retten. Alle bisher getätigten Beschlüsse, wie beispielsweise die Bereitstellung von Überbrückungskrediten, sorgen für Aufschub der Probleme – nicht für Lösungen!

Was wir brauchen, ist ein Dialog. Wir sind bereit, Verantwortung zu übernehmen.

Sind wir systemrelevant? Sollen wir den Betrieb aufrechterhalten, um eine Grundversorgung sicherzustellen? Wir sind bereit.
Sollen wir einen Lieferdienst für Risikogruppen hochziehen? Wir sind bereit.
Sollen wir einfache To-Go-Mahlzeiten für die Menschen in unseren Vierteln zur Verfügung stellen? Wir sind bereit.

Was wir jetzt brauchen, um unsere Betriebe vor der Insolvenz zu retten:

·Eine klare und planbare Perspektive zur Wiederaufnahme des Betriebes unter Auflagen.

· Für die Zeit nach der Schließung ist es existentiell notwendig, den Mehrwertsteuersatz für gastronomische Leistungen einheitlich auf 7% anzupassen, so wie er beispielsweise für die Fastfoodunternehmen, Bäckereien und Supermärkte im To-Go Bereich bereits existiert. Chancengleichheit, Diversität, Krisenstabilität und teilweise Aufholung der dramatischen Verluste kann für unser Gewerbe nur so dauerhaft geschaffen werden.

· Volle Kostenübernahme aller Bruttogehälter (Vollzeit und Teilzeit) – denn ohne Trinkgeld reichen 60 Prozent Kurzarbeitergeld im Niedriglohnsektor nicht aus.

· Fortzahlungen ausgefallener Arbeitsstunden der für unsere Branche so wichtigen Minijobber*innen und studentischen Aushilfen.

· Steuernachlässe anstelle von Stundungen und Aufschiebungen, bemessen an den BWAs oder Steuererklärungen des letzten Jahres, und damit an der realen Kostenstruktur unserer Betriebe.

· Aussetzung der Insolvenzantragspflicht bis zum 01.03.2021.

· Rechtlicher Schutz vor Vollstreckungsmaßnahmen aufgrund von Dauerschuldverhältnissen (Miet-, Leasing- und Kreditverträge).

Bitte bedenken Sie: In der Gastronomie und in der Hotellerie gibt es keinen Nachholeffekt. Ein Essen, das wir heute nicht verkaufen, wird in zwei Monaten auch nicht verkauft. Wenn unsere Räumlichkeiten heute leer stehen, können in zwei Monaten nicht doppelt so viele Menschen kommen. Die Kosten aber türmen sich auf. Diese Rechnung geht nicht auf! Und wir werden auf unabsehbare Zeit mit massiven Mindereinnahmen aufgrund von Zugangsbeschränkungen rechnen müssen.

Wir waren immer für Deutschlands Bürger*innen und Tourist*innen da. Und wir wollen es weiterhin sein, auch nach der Krise.

Es ist wichtig, zu handeln bevor das Gastgewerbe zerbrochen ist - es wieder zusammenzuflicken wird kaum möglich sein.
Helfen Sie uns, eine Basis für unser Fortbestehen zu schaffen. Sonst sind wir weg.
Hochachtungsvoll,
Initiative Gastronomie & Hotellerie Deutschland

Anmerkung der Petitionsstarter*innen: die Forderungen wurden am 22. April aktualisiert.