
Liebe Unterstützer*innen, nachdem wir gegen die Verordnung zum Abschuss des Fischotters in Bayern vorgegangen sind, droht nun die nächste Katastrophe: Der Landesfischereiverband Bayern fordert die Absenkung des Schutzstatus des gefährdeten Fischotters. Das darf nicht passieren! Lasst uns deswegen zum Schutz des Fischotters weiter laut sein! Unterschreibt und teilt unsere Petition!
Die Forderung des Landesfischereiverbands, den Schutz des Fischotters herabzusenken, basiert auf einer Sitzung, die am 2. Februar 2024 in Oberschleißheim stattfand. Dort vertritt man die Ansicht, dass unsere erfolgreiche Klage gegen die Abschussverordnung lediglich aufgrund eines Formfehlers – der Nichtbeteiligung von Umweltverbänden – Erfolg hatte. Diese Darstellung ignoriert völlig, dass der Erhaltungszustand des Fischotters in Bayern nicht nur nicht günstig, sondern auch weitgehend als unbekannt einzustufen ist. Noch besorgniserregender ist, dass der EU-weit gültige strenge Schutzstatus des Otters nicht ernst genommen wird. Stattdessen wird der Otter fälschlicherweise für den schlechten Zustand der Fischfauna in unseren Fließgewässern verantwortlich gemacht. Doch die wahren Ursachen – wie der chemische Zustand der Flüsse und ihre schlechte Strukturgüte – werden ignoriert. Dass die finanzielle Unterstützung der Teichwirt*innen nicht ausreicht, um ihre Verluste zu decken, ist verständlich. Die Verluste werden allerdings keinesfalls allein durch den Fischotter verursacht. Die Verantwortung zur Erhöhung der finanziellen Hilfe liegt klar bei der bayerischen Regierung. Eine Herabstufung des Schutzstatus des gefährdeten Fischotters wäre äußerst gefährlich.
Markus Söder missbrauchte den Fischotter bereits für seinen Wahlkampf, indem er dessen Abschuss befürwortete, anstatt sich für die dringend notwendige Renaturierung der bayerischen Gewässer oder die entscheidende Unterstützung der Teichwirt*innen einzusetzen.
Vielen Dank!
Eure Deutsche Umwelthilfe.