
Das Problem
Der Humboldthain Club ist erneut akut bedroht.
Auf dem Grundstück Hochstraße 46, direkt neben dem Club, soll nach aktuellen Planungen ein Komplex mit wahlweise rund 120 Mikroapartments oder einem Hotelbetrieb entstehen. Der Bauherr stammt aus Luxemburg. Geplant ist damit faktisch dauerhaftes Wohnen neben einem etablierten Clubbetrieb – ein Nutzungskonflikt mit Ansage.
Besonders brisant ist die planungsrechtliche Ausgangslage:
Das Grundstück liegt in einem Gewerbegebietgebiet und ist nicht für Wohnnutzung ausgewiesen. Nach letzter Auskunft des Bezirksamts besteht aktuell ausschließlich eine Baugenehmigung für ein Bürogebäude.
Wohnungen – auch temporäre Wohnstätten wie Hotels – sind dort nicht zulässig, sofern sie der dauerhaften Berherbung dienen.
Trotzdem wird das Projekt mit Begriffen wie „gewerbliches Wohnen“ beworben. Dieser Begriff ist baurechtlich nicht definiert und wirkt wie der Versuch, Wohnnutzung durch die Hintertür zu etablieren – auf Kosten bestehender Nutzungen.
Wo Menschen wohnen und schlafen, entstehen zwangsläufig Lärmschutzansprüche – unabhängig von der Bezeichnung.
Ein Clubbetrieb mit Musik, Veranstaltungen und Nachtbetrieb ist neben einem solchen Betrieb nicht möglich. Die bekannten Folgen wären Beschwerden, behördlicher Druck, Auflagen – und am Ende die Verdrängung des Clubs.
Der Humboldthain Club ist seit Jahren vor Ort, ein gewachsener Kulturort im Wedding. Das geltende Planungsrecht trägt dem Rechnung:
Im Gewerbegebiet sind nur Nutzungen zulässig, die keinen erhöhten Schutzanspruch gegen Lärm geltend machen können.
Unsere Forderungen an die verantwortlichen Politiker
-keine Wohn- oder wohnähnliche Nutzung auf dem Grundstück Hochstraße 46
-klare Zurückweisung von „gewerblichem Wohnen“ als Umgehungskonstrukt
-Schutz des bestehenden Clubbetriebs
-transparente Planung im Einklang mit geltendem Baurecht
-Transparenz bei Bauprojekten für Nachbarn, Anlieger und alle Bürger
Kämpft mit uns. Rettet den Humboldthain Club. Unterschreibt hier :