Petition update

Kein Rindfleisch, GV-Soja oder Ethanolkraftstoff aus dem Amazonasregenwald!

Marianne Grimmenstein
Germany

Sep 26, 2020 — 

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

zuerst möchte ich mich bei allen herzlich bedanken, die die angestrebte Strafanzeige gegen die enorme Umweltzerstörung mit ihrem Beitritt schon unterstützen. Es sind inzwischen fast 2000. Bitte unterstützen Sie die Strafanzeige. Da viele Umweltzerstörungen und Menschenrechtsverletzungen durch deutsche Importe und Exporte von und nach Südamerika jetzt schon entstehen, können wir das als Gegenstand der Strafanzeige machen. Es ist wichtig, dass wir ganz viele werden! Das könnte gerade für  das kommende Wahljahr ein starkes Signal für die Politik  werden.  Ich betone nochmals, dass jede/r kostenlos mitmachen kann.  Auch minderjährige und Ausländer. Es gibt keine Folgen. Sie müssen auch nirgends erscheinen. Hier finden Sie das Beitrittsformular, das Sie nach dem Ausfüllen per Post mir zusenden müssen. Sonst gilt der Beitritt leider nicht.

https://macshot.de/ob2.php

In Brasilien toben derzeit die schlimmsten Waldbrände seit Beginn der Aufzeichnungen. Allein im Pantanal sind es mit mehr als 15.800 Feuern die schlimmsten Brände seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1999. Rund 20 Prozent des 150.000 Quadratkilometer großen Naturparadieses in Mato Grosso und Mato Grosse do Sul wurden zerstört, obwohl das artenreiche Feuchtbiotop unter Naturschutz gestellt ist und seit 2000 zum Welterbe durch die UNESCO erklärt wurde.

https://web.de/magazine/politik/verheerender-waldbraende-brasilien-jair-bolsonaros-flugzeug-startet-durch-35098658

Die UN warnt  vor einem Kollaps der Tier- und Pflanzenarten. Eine Million Arten können in den nächsten Jahrzehnten von der Erde verschwinden. Darunter bekannte wie Orang-Utans, Wiedehopf und viele Wildblumen. Nach der neuen WWF-Studie sind 2/3 der Tierarten seit 1970 ausgestorben.

https://www.wwf.de/living-planet-report

Die EU-Kommission verspricht durch MERCOSUR hohe Standards zum Schutz des Klimas, der Umwelt und Arbeitnehmer. Doch Brasiliens Regierung macht gerade vor, dass die Vereinbarungen nicht das Papier wert sind, auf dem sie stehen. Organisierte Banden von Bauern brennen illegal weite Teile des Amazonas-Regenwaldes mit dem Segen von Bolsonaro nieder.

Die Lebensgrundlagen von indigenen Völkern werden vernichtet. Es wird an diesen Völkern definitiv Genozid betrieben. Viele Indigene, die Widerstand gegen diesen Zerstörungswahn leisteten, wurden ermordet. 2019 wurde 10.129 km2  - eine Fläche viermal so groß wie das Saarland - vernichtet. Auch dieses Jahr ist die Zahl der Brände von Monat zu Monat stets gestiegen. In der ersten Augusthälfte wurden fast 17.000 Feuer im Amazonasgebiet hauptsächlich für Viehweiden wegen Rinderzucht registriert.  230 Millionen Rinder ernährt das Land für Export (https://www.ers.usda.gov/amber-waves/2019/july/brazil-once-again-becomes-the-world-s-largest-beef-exporter/ Die EU-Länder stehen bei den Rindfleischimporten aus Brasilien wertmäßig nach China und Hong Kong mit jährlich 500 Millionen Euro an dritter Stelle.

Auch der Sojaanbau verursacht verheerende Umweltschäden. Brasilien ist mit 121 Millionen Tonnen (2019) die weltweite Nummer 1 bei Soja. Die Sojaproduktion soll weiter wachsen. Die genetisch veränderte Hülsenfrucht beansprucht 36 Millionen Hektar - eine Fläche so groß wie Deutschland. Mit jährlich fünf Millionen Tonnen Soja sind die EU-Länder nach China die Hauptabnehmer.  Mit 88 Kilogramm Fleischverzehr pro Person und Jahr liegt Deutschland über dem EU-Durchschnitt. Die mehr als 100 Millionen Tiere, die in Deutschland Jahr um Jahr geschlachtet werden, benötigen große Mengen Nahrung.

Deutschland und die EU beziehen nahezu ihre gesamte Futtersoja aus Argentinien, Brasilien und Paraguay. Allein für den Sojahunger der deutschen Masttiere wird in Südamerika eine Fläche größer als Brandenburg bestellt. Für die Ausweitungen der riesigen Monokulturen werden wertvolle Wälder gerodet und Menschen vertrieben. Wer bleibt, wird oft krank. Bayer hat 2019 allein in Brasilien zwölf Wirkstoffe vertrieben, die in der EU verboten sind. Die Sprüheinsätze mit diesen Pestiziden vernichten die Artenvielfalt, vergiften die Böden, die Gewässer (einschließlich das Trinkwasser) und die Luft.

Jetzt drohen sogar Großinvestoren und Rentenfonds damit, Milliarden aus Brasilien abzuziehen, wenn nicht effektiv etwas gegen die Zerstörung des Amazonasgebietes unternommen wird. Die Funktionäre aus Brüssel lassen sich offenbar allein von Wirtschaftsinteressen leiten. Nun sollen bis zum Frühjahr 2021 die Verträge durch Nachverhandlungen im Klima- und Umweltschutz nachgebessert werden.

Durch den liberalisierten Handel könne Europa mehr Autos, Maschinen, Chemikalien – darunter viele bei uns in Europa verbotene Pestizide - und Dienstleistungen verkaufen, Südamerika noch mehr Agrarprodukte wie Soja, Rindfleisch, Zucker und Ethanol sowie Bodenschätze. Zudem sollen die Patent- und Urheberrechte der europäischen Wirtschaft auch gestärkt werden.

Ein Freihandelsvertrag mit den MERCOSUR-Staaten wird die Zerstörung des Amazonasgebiets und des ökologischen Gleichgewichts der Region und der Welt weiter beschleunigen. Neoliberaler Handel, ewiges Wirtschaftswachstum und exzessiver Konsum sind nicht mit dem Umwelt- und Klimaschutz vereinbar.

Mit herzlichen Grüßen
Marianne Grimmenstein

 

 


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