
Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,
am 20.August hatten einige Klima-Aktivistinnen, u. a. Greta Thunberg und Luisa Neubauer, ein Treffen mit Frau Merkel. Sie hatten Frau Merkel aufgefordert, das MERCOSUR-Abkommen nicht zu unterschreiben. Die Kanzlerin hat ihnen gesagt, dass sie erwägt zu versuchen, mutiger zu sein. Luisa Neubauer hat verbreitet, dass Frau Merkel sogar versprochen hat, das Abkommen in seiner derzeitigen Form nicht zu unterschreiben. Selbstverständlich läuft die Industrie inzwischen Sturm und macht leere Versprechungen, die wir schon kennen. In der Süddeutschen Zeitung stand schon am 21. 8. 2020 so drin: Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag betonte, das Abkommen sei ein wichtiger Schritt für eine bessere wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen den großen Märkten. Außenwirtschaftschef Volker Treier sagte der dpa: «Das Abkommen könnte gerade für die aktuelle Krisenbewältigung dringend benötigte wirtschaftliche Impulse aussenden.» Das Freihandelsabkommen könne effektiv dazu beitragen, Lieferketten robuster und diversifizierter aufzustellen. «Und wir könnten ein wirksames Instrument erhalten, um dauerhaft auf bessere Sozial- und Umweltstandards in den Mercosur-Staaten hinzuwirken.» Hier können Sie den ganzen Artikel lesen:
https://www.zeit.de/news/2020-08/21/merkel-zweifelt-an-umsetzung-des-mercosur-abkommens
Selbstverständlich denkt die Bundesregierung nicht daran, dieses Abkommen wirklich zu stoppen. Ein Tag später nach dem Treffen mit den Klimaaktivistinnen verkündete schon Regierungssprecher Steffen Seiber, dass die Bundesregierung weiterhin „zu Geist und Intentionen dieses großen Freihandelsabkommens“ stehe. Also wird sich die Bundesregierung unverändert für den Abschluss von MERCOSUR einsetzen und sie macht bei der Zerstörung unserer Lebensgrundlagen unverändert aktiv mit.
WIR sind auf dem besten Weg, unseren Planeten unbewohnbar zu machen. Es ist an der Zeit, dass sämtliche Handelsverträge auf EU-Ebene, und so auch MERCOSUR, auf soziale Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit überprüft werden. Dieser Zerstörungswahn wegen der enormen Gier Einiger muss gestoppt werden.
Die Lage kann sich nur dann ändern, wenn sich viele Bürgerinnen und Bürger für positive Veränderungen einsetzen. Deshalb haben mehrere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beschlossen, wegen der Vernichtung unserer Lebensgrundlagen ein Strafverfahren mit mir zusammen gegen die Bundesregierung einzuleiten. Bitte unterstützen Sie diese Aktion mit Ihrem Beitritt. Die Teilnahme an dem Strafverfahren ist kostenlos und es entstehen für Sie keine weiteren Verpflichtungen und/oder Folgen. Jede/jeder kann mitmachen. Zu dem Beitritt braucht man auch nicht unbedingt deutscher Staatsbürger und volljährig zu sein. Sie brauchen nur die Beitrittserklärung auszufüllen, auszudrucken, zu unterschreiben und per Post an die angegebene Adresse zu senden. Hier finden Sie das Formular unter
Die Brände im Amazonasgebiet sind inzwischen außer Kontrolle. Für billiges Fleisch wird der Regenwald in Brand gesteckt. Das EU-MERCOSUR-Freihandelsabkommen ist ein giftiges Abkommen. Extreme hohe Krebsraten, Haut- und Atemwegserkrankungen, spontane Schwangerschaftsabbrüche, Kinder mit Gendefekten – das ist heute schon Realität in Ortschaften Brasiliens, Argentiniens, Uruguays und Paraguays, die in der Nähe von mit Pestiziden besprühten Monokulturen liegen.
Das MERCOSUR-Handelsabkommen würde nur den Import von Pestiziden in den Mercosur-Staaten für ein Landwirtschaftsmodell vergünstigen, das vom Verbrauch großer Mengen an Pestiziden abhängt und enorme Umweltzerstörung verursacht. Das Abkommen würde sogar die Situation der Menschen dort generell verschlimmern. Profitieren würden u.a. deutsche Pestizidhersteller wie Bayer und BASF, die bereits heute Pestizide in diese Region exportieren, auch solche, die in der EU auf Grund ihrer Gefährlichkeit nicht zugelassen sind.
Stoppen wir diese mutwillige Umweltzerstörung! Unterstützen Sie bitte die Aktion der Wissenschaftler mit Ihrem Beitritt, denn es geht wirklich um zu viel für uns alle!
Mit herzlichen Grüßen
Marianne Grimmenstein