Petition updateWort halten!"Abstrusität" und "Lächerlichkeit" - nationale Presse berichtet über offenen Brief des Unipredigers
Bürgerinitiativkreis "Wort halten"
Oct 21, 2019

Auch knapp 1 Monat nach Veröffentlichung des Offenen Briefes des Universitätspredigers hüllt sich die Leitung der Universität Leipzig in Schweigen. Es gibt keinerlei Reaktion - auch nicht, nachdem sich die Ev.-Luth. Landeskirche mittels Predigtwort des Landesbischofs und einer Presseerklärung nochmals klar für die Aufstellung der geretteten Barockkanzel ausgesprochen hat.

Das Verhalten der Universitätsleitung gegenüber der Staatsregierung, Landeskirche und Universitätsprediger fügt der Universität Leipzig bereits einen bedauerlichen Reputationsschaden zu, der jetzt auch die Landesgrenzen von Sachsen übersteigt. Inzwischen berichten auch nationale Medien über den offenen Brief des Universitätspredigers und die hierin zum Ausdruck kommenden Missachtungen und Rechteverletzungen! Am 17.10. ist unter dem Titel "Warum Kirchen unschuldig sind" im Feuilleton der WELT ein großer Zeitungsbericht veröffentlicht worden, dem nachfolgendes kurzes Zitat entnommen ist: "Gegen die Denkmalpflege, gegen den Universitätsprediger und gegen den Paulinerverein macht sich nun ausgerechnet die Universität zum Anwalt der Erhaltung der Kanzel. Diese sei, so das Argument, innerhalb des Paulinums nicht mehr gewährleistet. Nachdem bereits die gesamte kirchliche Ausstattung samt Altar hinter einer raumhohen Glaswand weggeschlossen und somit aus dem einstigen Kirchenschiff ausgesperrt worden sind, will man nun verhindern, dass mit der Kanzel ein Element kirchlicher Tradition in dieses zurückkehrt. Das wird bemäntelt mit der Behauptung, dass die Holzkonstruktion der Kanzel dem „Raumklima“ des von der Universität nur noch als Aula bezeichneten Kirchenschiffs nicht gewachsen sei. Zudem behindere die Kanzel die Sicht. An Abstrusität, ja, Lächerlichkeit sind diese Argumente kaum zu überbieten. Und sie bedeuten den einseitigen Bruch eines Vertrages, den die Universität mit der Landeskirche, dem Freistaat Sachsen, der Stadt Leipzig und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz 2008 geschlossen hat."

Der Bürgerinitiativkreis "Wort halten" appelliert an die Universitätsleitung, weiteren Reputationsschaden abzuwenden und die in dieser Online-Petition enthaltenen Forderungen als konstruktive Beilegungschance im Streitfall Kanzel zu begreifen (ein Streitfall, der in Anbetracht des Harms-Kompromisses seit 2008  tatsächlich gar kein Streitfall mehr sein sollte!). Der Bürgerinitiativkreis ist unverändert bereit, hierüber auch konstruktiv mit allen Beteiligten zu sprechen!

Der Bürgerinitiativkreis wächst weiter von Tag zu Tag! Vor Kurzem wurde die Grenze von 1000 Unterstützern überschritten. Neu hinzugekommen sind zuletzt u.a. Thomaskantor Gotthold Schwarz und Arnold Vaatz, stellv. Vorsitzender der CDU-/CSU-Bundestagsfraktion.

Alle bisherigen Unterstützer im Bürgerinitiativkreis "Wort halten" werden aufgerufen, jetzt nochmal 1 weiteren Unterstützer durch persönliche Ansprache zu gewinnen! Mit jeder Unterstützerstimme mehr wird der Staatsregierung und der Landeskirche deutlicher vor Augen geführt, dass auch dann eine amicable Lösung zu suchen ist, falls die jetzige Universitätsleitung sich weiter an den Sächsischen Staatskirchenvertrag und die Zusage der früheren Universitätsleitung aus 2008 nicht gebunden sehen sollte.

Leipzig, den 22.10.2019

 

Kontakt:

Bürgerinitiativkreis "Wort halten"
c/o Stiftung "Universitätskirche St. Pauli zu Leipzig"
Burgstr. 5
04109 Leipzig
info@stiftung-universitaetskirche.de

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