
Sehr geehrter Herr Dr. Hedfeld,
vielen Dank für Ihr Schreiben an Landrat Krebs sowie für Ihr Engagement für die Verkehrsanbindung im Schülerverkehr zwischen Wehrheim und Bad Homburg.
Wie Ihnen bekannt ist, wurde die von Ihnen angesprochene Thematik bereits mehrfach zwischen dem Hochtaunuskreis, dem Verkehrsverband Hochtaunus (VHT), dem Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) sowie weiteren beteiligten Institutionen geprüft und erörtert. Auch die von Ihnen vorgetragenen Argumente hinsichtlich der Schülerbeförderung, der Zuverlässigkeit der Bahnverbindung und möglicher alternativer Verkehrsangebote sind dabei berücksichtigt worden.
Die Situation stellt sich heute jedoch anders dar als in den vergangenen Monaten und Jahren. Die umfangreichen Bau- und Modernisierungsmaßnahmen im Bereich des Bahnhofs Friedrichsdorf, die zeitweise erhebliche Auswirkungen auf den Betriebsablauf und die Zugangsmöglichkeiten zu den Bahnsteigen hatten, sind inzwischen abgeschlossen. Gleichzeitig hat sich die Betriebsqualität der Taunusbahn stabilisiert. Nach den vorliegenden Daten bewegt sich die Pünktlichkeit der Verbindung seit längerer Zeit auf einem guten Niveau und liegt über den durchschnittlichen Pünktlichkeitswerten im RMV-Gebiet.
Vor diesem Hintergrund besteht aus Sicht des Hochtaunuskreises derzeit keine ausreichende Grundlage für die Einrichtung eines zusätzlichen regelmäßigen Schulbusverkehrs zwischen Wehrheim und dem Bahnhof Bad Homburg. Die vorhandene Schienenverbindung erfüllt grundsätzlich die Anforderungen an die Erreichbarkeit der Schulen und stellt das zentrale Rückgrat der Verbindung zwischen Wehrheim und Bad Homburg dar. Davon abgesehen haben wir - wie bereits erläutert - aufgrund der angespannten Finanzlage des Kreises und des Genehmigungsvorbehalts des Regierungspräsidiums Darmstadt keine Möglichkeit, einen Schulbusverkehr zu etablieren.
Auch hinsichtlich Ihres Vorschlags, die Angelegenheit auf die Tagesordnung einer kommenden Verbandsversammlung des Verkehrsverbands Hochtaunus zu setzen, sehen wir derzeit keine Veranlassung. Die Fragestellung ist den zuständigen Gremien bekannt, wurde bereits umfassend betrachtet und hat angesichts der aktuellen Entwicklung des Bahnbetriebs keinen neuen Sachstand ergeben, der eine erneute Befassung erforderlich machen würde.
Unabhängig davon nehme wir die von Ihnen geschilderten Erfahrungen sowie die Anliegen der betroffenen Familien ernst. Der Hochtaunuskreis wird die Entwicklung der Verkehrsqualität auf der Strecke weiterhin aufmerksam verfolgen und gemeinsam mit den zuständigen Verkehrsunternehmen und beteiligten Institutionen bewerten.
Für Ihr Engagement und Ihren Einsatz für die Belange der Bürgerinnen und Bürger in Wehrheim danken wir Ihnen ausdrücklich.
Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag
Sonja Marie Stasch