Petition updateRegelmäßiger Schulbus von Wehrheim nach Bad HomburgPresse: Eltern fordern Schulbus nach Bad Homburg – Kreis lehnt ab
Patrick HedfeldGermany
May 25, 2026

Neue Pressemitteilung zur Initiative (FNP 23.05.2026) 


Link: 

https://www.fnp.de/lokales/hochtaunus/wehrheim-ort893441/ab-eltern-fordern-schulbus-nach-bad-homburg-kreis-lehnt-94316982.html

 

Text:

Eltern fordern Schulbus nach Bad Homburg – Kreis lehnt ab

 

Eine Initiative aus Wehrheim will einen Schulbus in den Vordertaunus durchsetzen. Der Hochtaunuskreis sieht sich nicht zuständig und verweist auf die Nachbarstadt Usingen.

 

Wehrheim – Obwohl sich die Situation bei der Taunusbahn gegenüber dem Zustand von vor vier Jahren gebessert hat, empfinden viele Bürger aus dem Hintertaunus die Situation bei der Bahn immer noch als unzumutbar. Vor allem dann, wenn es um die Beförderung von Schülern geht, erklärt Patrick Hedfeld. Er selbst hat Kinder im schulfähigen Alter und ist Initiator einer Initiative, die dafür sorgen möchte, dass – aufgrund der Unzuverlässigkeiten der Taunusbahn – ein Schulbusbetrieb von Wehrheim nach Bad Homburg und Friedrichsdorf aufgenommen wird.

Dieser soll dafür sorgen, dass die Schüler aus Wehrheim auch rechtzeitig bei ihren Schulen im Vordertaunus ankommen. Hedfelds Meinung nach ist die Schülerbeförderung per Bahn aufgrund von Ausfällen und Verspätungen seit Jahren unzuverlässig und der Zugang zu den Bahnhöfen infolge von Baustellen und dem daraus resultierenden Verkehr ist gerade für Kinder gefährlich. Er sieht hier den Schulträger in der Verantwortung, Abhilfe zu schaffen und dafür zu sorgen, dass Schüler des Hochtaunuskreises bei den entsprechenden Schulen ankommen.

 

Petition an die Landesregierung
In diesem Zusammenhang hatte Hedfeld nach eigener Aussage zweimal den Landrat direkt um Stellungnahme und sogar den Oberbürgermeister Frankfurts in seiner Rolle als Aufsichtsrat um Hilfe gebeten.

Der Vater hatte dazu bereits Ende März eine Petition an den entsprechenden Ausschuss des Hessischen Landtags übermittelt, um zu erreichen, dass die Situation des Schulwegs zwischen Wehrheim und Bad Homburg neu bewertet wird. Der Petitionsausschuss hatte den Antrag an den Landtag überwiesen, jedoch angeordnet, Hedfeld über die Sach- und Rechtslage zu informieren. Bislang hat sich die Landesregierung selbst noch nicht zu der Petition geäußert.

Ein Schreiben des Ausschusses stellte klar, dass die Neubewertung des Schulwegs in die Zuständigkeit des öffentlichen Schulträgers, also des Hochtaunuskreises, falle. Dieser entscheidet unter Berücksichtigung zumutbarer Bedingungen, der Interessen des Gesamtverkehrs und des Grundsatzes der Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit der Beförderungsart. Vorrangig seien öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. Demzufolge müsse der Kreis beurteilen, ob das Verkehrsmittel die Aufgabe auch zuverlässig erfülle. Sei der Schulweg mit besonderen Gefahren für die Sicherheit verbunden, so gebe es einen Anspruch der Schüler auf Beförderung.

 

Freiwillige Leistung nicht finanzierbar
Der Kreis bewertet die Situation jedoch anders als die Eltern. Zwar sei es unstrittig, dass Eltern eine freie Schulwahl hätten, für den sicheren Schulverkehr habe der Kreis jedoch nur innerhalb eines Schulbezirks zu sorgen – und dieser sei im Falle Wehrheims die Nachbarstadt Usingen. Dort gebe es entsprechende weiterführende Schulen. Sollten Eltern entscheiden, dass ihr Kind auf eine andere Schule in einem anderen Schulbezirk gehen soll, wie Bad Homburg, Friedrichsdorf oder Oberursel, so sei der Kreis für die daraus resultierenden Folgen nicht mehr zuständig. Wäre dies der Fall, müsse der Kreis etliche Schulbuslinien aus dem Hintertaunus zu den verschiedensten Schulen des Vordertaunus anbieten, was angesichts der zahlreichen Ortschaften schlichtweg unmöglich sei.

Dem Kreis steht zwar die Einrichtung von Schulbuslinien als freiwillige Leistung offen, etwa eine zwischen Wehrheim und Bad Homburg. Dies jedoch als eine freiwillige Leistung anzubieten, sei bei der aktuellen Haushaltslage des Hochtaunuskreises so nicht darstellbar, wie Anita Hense, die stellvertretende Fachbereichsleiterin des Hochtaunuskreises, schrieb. Eine solche Mehrausgabe müsse ohnehin vom RP Darmstadt genehmigt werden, was angesichts der Haushaltssituation des Kreises äußerst unwahrscheinlich sei, was der Sprecher des Kreises, Alexander Wächtershäuser, auf Nachfrage dieser Zeitung bestätigte.

Technisch gesehen habe der Kreis keine Handhabe, um die Pünktlichkeit der Taunusbahn zu gewährleisten. Dies sei Sache des RMV und dieser in besagten Fragen der richtige Ansprechpartner, so Wächtershäuser. Die Initiative rund um Hedfeld hatte in der Vergangenheit bereits Kontakt zum RMV. Eine Bürgerversammlung, bei der auch Vertreter von START geladen waren, war zwar durchgeführt worden, die Vertreter des Bahnunternehmens hatten jedoch kurzfristig abgesagt.

 

 

 

 

 

 

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