Physiotherapie darf kein Luxus sein! Stoppt die Streichung aus dem Pflegebudget ab 2025

Physiotherapie darf kein Luxus sein! Stoppt die Streichung aus dem Pflegebudget ab 2025

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"Physiotherapeut:innen bilden einen Grundstein der medizinischen Versorgung. Etwa jede:r fünfte Bundesbürger:in nimmt im Laufe eines Jahres physiotherapeutische Leistungen in Anspruch.

So viele Physio-Freunde erzählen mir davon, dass sie den Beruf lieben, ihn aber aufgrund der Rahmenbedingungen verlassen. Und nun soll diese wichtige Leistung nicht mehr im Pflegebudget der Krankenhäuser berücksichtigt werden?"

Das GKV-Finanzstabilisierungsgesetz vom 20. Oktober 2022 sieht vor, ab 2025 nur noch Pflegefach- und Hilfskräfte über das Pflegebudget zu refinanzieren, die unmittelbar an der Patientenversorgung beteiligt sind.  Alle anderen medizinischen Fachkräfte (Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden, Hebammen...) sollen von den Krankenhäusern anderweitig finanziert werden.

Soll eine im Krankenhaus notwendige therapeutische Behandlung nun zum Luxus werden - rentabel sein oder gar Profit generieren? Wird sie sogar ganz zur Privatsache und nur noch extern möglich, wenn der Patient es wieder in eine Praxis schafft?

Oder sollen Physiotherapeuten aus den Praxen die Patienten im Krankenhaus nun als "Hausbesuch" versorgen? - Praxen in denen es zum Großteil auch bereits an Therapeuten mangelt? 

Die Berufsgruppe der Hebammen wird zu diesem Thema bereits laut - zu Recht!

Doch auch die Therapiefachberufe sind seit Jahren unterfinanziert, die Anmeldezahlen der Fachschulen gehen massiv zurück, die Gehälter sind weit unter denen der Wirtschaft und der Industrie und eine angebrachtere Vergütung wird gewiss nicht erfolgen, wenn sie nun auch noch aus der staatlichen Budgetierung rausfallen!  

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Sehr geehrter Herr Lauterbach, sehr geehrte Bundesregierung,
 
Physiotherapeuten arbeiten in ohnehin bereits knapp bemessenen Zeitfenstern für das Wohl aller Patienten.

Ob vor oder nach einer Operation - oder eben statt - einer Operation. Ob klein oder groß, jung und alt; jeder benötigt im Laufe seines Lebens die helfende Hand eines Therapeuten oder einer Therapeutin.

Die Streichung aus dem Pflegebudget ist ein Statement!

Wie sollen die Wenigen, die noch in dem Beruf arbeiten, jemals angemessen bezahlt oder mehr wertgeschätzt werden? 

Wie sollen sich die Arbeitsbedingungen verbessern und wie sollen langfristig wieder mehr junge Menschen diesen schönen, aber mittlerweile auf Grund der Rahmenbedingungen unattraktiven, Beruf erlernen wollen?

So sicher nicht! 

Deshalb fordern wir dringend die Änderung des GKV-Finanzstabilisierungsgesetzes und eine Berücksichtigung von Physiotherapeuten und anderem medizinischem Fachpersonal im Pflegebudget ab 2025! 

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P.S.: An alle Physios unter euch: Lasst uns auch in Zukunft für solche Themen einsetzen. Wir haben eine Facebook-Gruppe aufgesetzt, in der wir unsere Interessen unkompliziert diskutieren und vertreten können:

https://www.facebook.com/groups/physiolobby/

Oder diskutiert auf Instagram mit:

https://www.instagram.com/physiolobby/

 

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Änderungshinweis:

In einer vorherigen Version des Textes wurde beschrieben, dass die Fachschulen noch immer privat zu finanzieren seinen. Da hat sich in den letzten Monaten und Jahren etwas getan, wie in der Facebook-Gruppe diskutiert wurde. Die staatlichen Schulen sind mittlerweile Schulgeld frei. Danke an Wilfried H. für den Hinweis.

Bild von vectorjuice auf Freepik

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