

Unsere sorbisch lernenden Kinder in der Niederlausitz genießen die letzten Tage der Sommerferien, auch im Landtag ist es in der Sommerpause ruhiger geworden und überhaupt...
Können wir so kurz vor der Wahl des neuen Landtags mit Blick auf die Sorben-/Wenden-SchulVerordnung(SWSchulV), für die wir hier aktiv seit zweieinhalb Jahren kämpfen, noch den großen Wurf von unserer Bildungsministerin Frau Ernst erwarten?
Alles Andere wäre ernüchternd für uns, haben wir uns doch vom Besuch von Frau Ernst und ihren Versprechen sich aktiv für unsere Kinder und die sorbische Minderheit im Sinne einer zukunftsorientierten und den Aspekten des Minderheitenschutzes entsprechenden Verordnung persönlich einzusetzen viel versprochen.
Liebe Frau Ministerin Ernst, was ist los? Wieso gibt es noch immer keine Verordnung für den Sorbisch Unterricht, welche den praktischen Anforderungen an bilingualen (Sachfach-)Unterricht oder Sorbisch als Fremdsprache gerecht wird? Die binnendifferenziert und das Lernen in kleinen Lerngruppen ermöglicht und die Rechtsansprüche unserer Kinder wahrt. Die Sicherheit und Stabilität für künftige Sorbischlehrer gibt, dass sie in Zukunft in der Niederlausitz auch gebraucht werden.
Die ein geschlossenes Bildungskonzept vom Kindergarten bis zum Abitur (oder Fachabitur oder Realschul- und Hauptschulabschluss...) beinhaltet und eine wissenschaftliche Begleitung und weitere Evaluationen vorsieht, die das Bisherige auf den Prüfstand stellt und den Mut hat sorbische Bildung in unserem Sinne komplett neu zu denken!
Wo sind die konstruktiven und ziel- und lösungsorientierten und mit uns Sorben abgestimmten Ansätze aus Ihrem Haus?
Wir erwarten mehr von Ihnen, liebe Frau Ernst und möchten Sie und Ihre Kollegen, die an der SWSchulV arbeiten, ausdrücklich ermutigen sich unseren Forderungskatalog von Mai 2017, den wir persönlich dem ehemaligen Bildungsminister Günter Baaske übergeben haben oder dem aktuellen Schreiben von Sorbenrat und Domowina an Sie, liebe Frau Ernst, bei Ihrer Arbeit intensiv zu berücksichtigen.
Auch wenn der Wahlkampf für die Landtagswahl langsam in die heiße Phase geht.
Liebe Frau Ernst, bitte zeigen Sie, dass Sie unser Vertrauen verdient haben und in der Lage sind final eine beschlussfähige Vorlage für den Sorbischunterricht noch vor dem Ende Ihrer Legislaturperiode vorzulegen. Auch wenn nach dem jetzigen Stand das Klassenziel für Ihr Ministrium in dieser Angelegenheit noch nicht erreicht wurde. Wir glauben weiterhin an Sie!
Im Wahlkampf für die Brandenburger Landtagswahl setzt die Partei Die Linke positive Akzente und macht sich für unsere Sorbische Sprache und Bildung stark! Das finden wir gut, denn wir Sorben gehören in die Lausitz und sorbische Bildung und die Schaffung lückenloser Bildungsketten und Schulabschlüsse ist auch unter dem Aspekt des Strukturwandels und der Energiewende ein wichtiger Aspekt für die Leistungsfähigkeit und Zukunft der Region. Dafür machen sich Kathrin Dannenberg, Renate Harcke und ihre Kolleginnen und Kollegen aus der Fraktion von Die Linke stark. Dafür setzten sie mit einem Antrag zur Förderung der WITAJ-Kindergärten Akzente und erwirkten, dass hier im Sektor der Frühkindlichen Bildung 40.000 Euro in den Doppelhaushalt des Landes für 2019 eingestellt wurden. Auch hier erlauben Sie bitte die Nachfrage, liebe Frau Ernst, wieso diese Mittel bisher -wir haben nunmehr Ende Juli- noch nicht an die WITAJ-Kindergärten geflossen sind? An Kindergärten, die ohne diese Mittel ein erhebliches Finanzierungsgap aufweisen.
Bitte machen Sie dies zur Chefsache und schaffen eine kurzfristige und vor allem praktische Lösung!
Es gibt viel zu tun und auch jetzt können wir noch Akzente setzen, die auch nach der Wahl noch Bestand haben und zeigen, dass Brandenburg das Land ist, dass sich aktiv für sprachliche und kulturelle Vielfalt und unsere Kinder, die in Kindergärten und Schulen die sorbische Sprache erlernen wollen einsetzt.
Bitte unterstützt uns dabei und unterzeichnet und teilt diese Petition.
Vielen Dank!