Tempolimit 130 km/h - sofort !

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Mein Bruder Thomas-Christian Geck (HB) und ich (NRW) sowie die Unterzeichner*innen dieser Petition fordern den Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages auf, die Abgeordneten auf die Notwendigkeit eines sofortigen Tempolimits von 130 km/h hinzuweisen und sie anzuhalten, das von vielen Umweltverbänden bereits seit Jahren geforderte und im Bundestag mehrfach beantragte Tempolimit auf Autobahnen von 130 km/h endlich in namentlicher Abstimmung zu beschließen. Wir halten das für eine europagerechte, umweltpolitisch dringliche, verkehrstechnisch überzeugende, gesundheitsfördernde und sozial gebotene Maßnahme; und für einen konkreten Schritt auf dem Weg zur Klimawende, der der Umwelt und nachfolgenden Generationen unmittelbar zugutekommt.

Der Deutsche Bundestag hat am 17.10.2019 erneut ein Tempolimit auf Autobahnen von 130 km/h mit 498:126 Stimmen (7 Enthaltungen) abgelehnt - unter den Gegenstimmen sogar auch Befürworter. Eine Mehrheit der Bürger*innen findet das nicht in Ordnung: Nach dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat sind 52% dafür, nach YouGov 57%; deutlich mehr (über 80%) würden das Tempolimit allerdings akzeptieren. Für unverantwortlich halten wir, dass diese kostenlose Chance zur deutlichen Verringerung des CO²-Ausstoßes (um bis zu 9% der CO²-Emissionen des PKW-Verkehrs) trotz der akuten Klimakrise vertan wird. Schlimm auch, dass einer großen Mehrheit der Parlamentarier die weiteren positiven Effekte eines Tempolimits völlig egal sind: Weniger Unfälle, weniger Tote/Schwerverletzte, weniger Staus, weniger Hektik, weniger Drängeln, geringere Feinstaubbelastung. Unfassbar, dass Abgeordnete die täglichen Raser, Drängler und gelegentlich Rechtsüberholer tatsächlich als „mündige Bürger“ wertschätzen, obwohl deren unmündiges Verhalten augenblicklich abgestellt gehört.

Warum soll ausgerechnet Deutschland (als einziges europäisches Land ohne Tempolimit auf Autobahnen) mit seinen ungelösten Umweltproblemen am klimafeindlichen "Recht auf Raserei“ festhalten? Auf der linken Autobahnspur hält gefühlt nicht einmal die Hälfte aller Autofahrer den gesetzlichen Mindestabstand ein; selbst bei Starkregen, Nebel oder einer Verringerung der Fahrspuren wird dort verkehrsgefährdend gerast. Und warum ignoriert die Mehrheit des Bundestages beharrlich die wissenschaftlich belegten Vorteile eines Tempolimits, die in allen anderen europäischen Staaten gelten und sich bestens bewährt haben? Selbst in den USA mit z.T. extrem langen graden Streckenabschnitten gilt ein generell akzeptiertes Tempolimit von sogar nur 113 km/h, übrigens ohne dass dies den Export deutscher (Luxus-)Automobile behindert hätte. Das Tempolimit 130 km/h fördert nach unseren Erfahrungen im Ausland zügiges, flüssiges Fahren - ohne die derzeit unnötige Klimabelastung durch ständiges Bremsen und Beschleunigen.

Die strategischen Fehler der Autoindustrie (u.a. ständig steigende Motorleistungen; zu hohe Abgaswerte; betrügerische Täuschung von Politik und Kunden, kurz: Dieselskandal) wird das Parlament nur mittel- bis langfristig durch eine grundlegende Verkehrswende korrigieren können. Das Tempolimit greift dagegen sofort - gerade auch bei hochmotorisierten PKW, und darauf kommt es jetzt an! Der Bundestag ist aufgerufen, dem eklatanten Versagen der Automobilindustrie damit eine vernünftige Entscheidung entgegen zu setzen und eine der einfachsten Maßnahmen zum Schutz unserer Umwelt sowie unserer Kinder und Enkelkinder endlich auf den Weg zu bringen!