„ONE NIGHT IN MOSCOW“ mit DJ Baur in Fulda absagen

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Das Anliegen

„ONE NIGHT IN MOSCOW“ mit DJ Baur in Fulda absagen

Am 24. Oktober 2026 soll im S-Club Fulda die Veranstaltung „ONE NIGHT IN MOSCOW“ mit dem russischen DJ Baur (Baur Bimurzin) stattfinden.

Wir, die Unterzeichnenden, fordern die Verantwortlichen auf, diese Veranstaltung in ihrer geplanten Form abzusagen und den Auftritt von DJ Baur zu stornieren.

Warum wir diese Veranstaltung für nicht vertretbar halten

Seit Februar 2022 führt die Russische Föderation einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Der Krieg dauert bis heute an: Ukrainische Städte werden weiterhin angegriffen, Menschen werden getötet, Familien verlieren ihre Angehörigen und ihr Zuhause. Millionen Menschen mussten ihre Heimat verlassen. Viele von ihnen haben auch in Deutschland, in Hessen und in der Region Fulda Schutz gefunden.

Vor diesem Hintergrund halten wir es für zutiefst unangemessen und unsensibel, mitten in Deutschland eine Party unter dem Titel „ONE NIGHT IN MOSCOW“ zu veranstalten.

„Es ist nur Musik“? Nein – Kultur ist nicht immer unpolitisch

Musik und Unterhaltung existieren nicht losgelöst von ihrem gesellschaftlichen und politischen Kontext. Sie können Bilder und Narrative transportieren und dazu beitragen, bestimmte Realitäten auszublenden oder zu normalisieren.

Eine Veranstaltung wie „ONE NIGHT IN MOSCOW“ vermittelt in der gegenwärtigen Situation eine Botschaft: Moskau wird als attraktives und unbeschwertes Party-Motiv inszeniert – während Russland weiterhin Krieg gegen die Ukraine führt und ukrainische Gebiete besetzt hält.

Gerade deshalb ist es wichtig, nicht nur zu fragen, welche Musik gespielt wird, sondern auch, welchen Kontext eine solche Veranstaltung schafft und welches Bild sie vermittelt.

DJ Baur trat 2026 auf der besetzten Krim auf

Besonders kritisch sehen wir die Wahl des angekündigten Hauptacts.

DJ Baur lebt und arbeitet weiterhin in Russland und ist dort auch 2026 aktiv. Noch im Juli 2026 trat er beim Festival „Sunsation“ auf der von Russland besetzten ukrainischen Halbinsel Krim auf.

Die Krim ist völkerrechtlich Teil der Ukraine. Die Annexion der Halbinsel durch die Russische Föderation im Jahr 2014 wird international nicht anerkannt.

Es handelt sich somit nicht um einen lange zurückliegenden Auftritt, sondern um eine Veranstaltung auf besetztem ukrainischem Gebiet, die nur wenige Monate vor dem geplanten Auftritt in Fulda stattgefunden hat.

Darüber hinaus ist DJ Baur weiterhin im russischen Musikgeschäft tätig und mit dem russischen Radiosender Radio Record verbunden. Auch 2026 erscheinen Sendungen von „Nejtrino & Baur @ Record Club“.

Auch die wirtschaftliche Dimension darf nicht ignoriert werden

Einkünfte eines in Russland lebenden und arbeitenden Künstlers, die dort der Besteuerung unterliegen, fließen in den russischen Staatshaushalt – denselben Staatshaushalt, aus dem zugleich Russlands massive Militärausgaben und der Krieg gegen die Ukraine finanziert werden.

Vor diesem Hintergrund sehen wir es kritisch, wenn durch einen Auftritt in Deutschland zusätzliche Einnahmen für einen weiterhin in Russland wirtschaftlich tätigen Künstler generiert werden.

Unser Protest richtet sich nicht gegen Menschen russischer Herkunft

Wir möchten ausdrücklich klarstellen:

Diese Petition richtet sich nicht gegen Menschen aufgrund ihrer russischen Herkunft, Sprache oder Nationalität.

Entscheidend ist der konkrete Kontext: Während Russland weiterhin Krieg gegen die Ukraine führt, soll in Fulda eine Veranstaltung stattfinden, die Moskau als Party-Motiv inszeniert – mit einem in Russland tätigen Künstler als Hauptact, der noch wenige Monate zuvor auf der besetzten ukrainischen Halbinsel Krim aufgetreten ist.

Für uns ist das keine Frage der Nationalität, sondern eine Frage der Verantwortung.

Deshalb fordern wir:

1. Die Absage der Veranstaltung „ONE NIGHT IN MOSCOW“ am 24. Oktober 2026 im S-Club Fulda in ihrer derzeit geplanten Form.

2. Die Stornierung des angekündigten Auftritts von DJ Baur.

3. Die Einstellung des Ticketverkaufs für diese Veranstaltung.

4. Ein klares Zeichen gegen die Normalisierung des russischen Angriffskrieges und für Solidarität mit der Ukraine und den vom Krieg betroffenen Menschen.

Fulda ist für viele Menschen, die vor dem russischen Angriffskrieg fliehen mussten, zu einem sicheren Zuhause geworden.

Gerade deshalb erwarten wir von Veranstaltern und Verantwortlichen Sensibilität dafür, welche Botschaft eine solche Veranstaltung in der aktuellen Situation vermittelt.

Es geht nicht darum, Menschen aufgrund ihrer Herkunft auszugrenzen. Es geht darum, nicht so zu tun, als könne man Krieg, Besatzung und die Realität von Millionen Betroffenen ausblenden, sobald die Musik beginnt.

Mit unserer Unterschrift fordern wir die Verantwortlichen auf: Überdenken Sie Ihre Entscheidung und sagen Sie diese Veranstaltung ab.

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Valentyna SimonovaPetitionsstarterin/Petitionsstarter

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