Обновление к петиции#NoFracking: Keine neuen Terminals für Klimakiller-Gas!Regierung in Quebec erteilt kanadischem Fracking-Exportterminal Absage!
Lilli und Gustav und die Deutsche Umwelthilfe (DUH)
22 июл. 2021 г.

Liebe Unterstützer:innen,

keine drei Wochen ist es her, da wurden die Pläne für das LNG-Terminalprojekt im kanadischen Goldboro mangels Partner und nach massivem Widerstand aus Kanada und Deutschland auf Eis gelegt. Gestern erreichte uns nun die nächste frohe Botschaft aus Übersee: Das Énergie Saguenay LNG Projekt bekommt von der Regierung in Quebec keine Genehmigung! Das ist ein weiterer Riesenerfolg, der auch den Verlust eines strategischen Partners für LNG Stade bedeutet. Unterstützt uns, damit wir auch die fossilen Projekte hierzulande ein für alle Mal beerdigen können!

Momentan sind wir hin- und hergerissen. Wir sehen einerseits, wie die Klimakatastrophe immer erbarmungsloser zuschlägt und die Leben von Menschen hierzulande und auf der ganzen Welt zunehmend gefährdet und zerstört. Andererseits gibt es auch immer wieder Positives zu berichten – die Absage der ursprünglichen Pläne für das LNG-Projekt in Goldboro Anfang des Monats hatte uns ein weiteres Mal Hoffnung gemacht, nachdem – auch dank unseres Widerstands – Uniper seine Pläne für ein LNG-Importterminal in Wilhelmshaven bereits im April endgültig beendet hatte. Nun kam gestern Abend der nächste große Erfolg hinzu: Auch das kanadische Énergie Saguenay LNG Projekt kann wohl nicht realisiert werden, denn die kanadische Provinzregierung von Quebec verweigert der Vorhabenträgerin GNL Quebec die Genehmigung!

Die Regierung von Quebec unterstützte das Vorhaben ursprünglich, doch stellte dafür auch Kriterien auf, die nach Ansicht der Politiker:innen nicht erfüllt werden konnten: Énergie Saguenay trage weder zum Übergang in eine klimaverträglichere Energieversorgung noch zu niedrigeren Treibhausgasemissionen bei und habe nicht genügend Rückhalt in der Bevölkerung – ganz im Gegenteil!

Dabei demonstriert uns die erteilte Absage der Provinzregierung einmal mehr, was unser Protest bewirken kann, denn der Entscheidung gegen das Projekt war jahrelanger, massiver Widerstand aus der kanadischen Zivilgesellschaft hervorgegangen. Aktivist:innen aus indigenen Gruppen, studentischen Zusammenschlüssen und wissenschaftlichen Vereinigungen haben hunderte Veranstaltungen durchgeführt und immer weiter Druck gemacht – auch in Form einer Petition – bis die Regierung  nun ihre ursprüngliche Unterstützung für das Projekt aufgab und einlenkte. Dieser Erfolg wird in Kanada gebührend gefeiert werden – und wir freuen uns mit!

Das Projekt in Saguenay hätte die Treibhausgasbilanz Kanadas um jährlich acht Millionen Tonnen verschlechtert und erwiesenermaßen Fracking-Erdgas aus Westkanada über eine neu zu bauende, 780 Kilometer lange Pipeline bis an die Ostküste auch nach Stade gebracht. Stattdessen macht die Entscheidung nun den Weg frei für den weiteren Ausbau erneuerbarer Energie in Kanada, anstatt zu einem weiteren fossilen Lock-In durch unnötige, wirtschaftlich riskante und klimapolitisch desaströse Projekte einer rückwärtsgewandten Industrie zu führen, die einfach nicht aus ihren fossilen Fieberträumen erwachen will.  

Die Entscheidung dürfte auch Hanseatic Energy Hub aufhorchen lassen, denn gerade erst angekündigt, hat sich die strategische Partnerschaft zwischen deren Projekt in Stade und GNL Quebec nun auch schon wieder erledigt. Der durch die Ankündigung prompt auf den Plan gerufene geballte Widerstand deutscher und kanadischer Klima- und Umweltschutzorganisationen kann sich jetzt also woanders entfalten. Wir können der Vorhabenträgerin und den politischen Entscheidungsträger:innen in Niedersachsen daher nur einen Rat geben: Folgt dem Beispiel Kanadas und stoppt das Projekt. Wenn nicht, werden wir es für euch tun – in Stade und auch in Brunsbüttel.

Lili, Gustav und

Constantin von der Deutschen Umwelthilfe

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