署名活動についてのお知らせ#NoFracking: Keine neuen Terminals für Klimakiller-Gas!Bebauungsplan Brunsbüttel soll für Terminal geändert werden – stoppt den fossilen Tsunami!
Lilli und Gustav und die Deutsche Umwelthilfe (DUH)
2021/03/12

Liebe Unterstützer*innen,

derzeit rollt ein fossiler Tsunami auf uns zu, der die Klimakrise immer weiter anheizt und den Ausbau der erneuerbaren Energien zu ersticken droht. Anstatt von fossilen Energien weg zu kommen sollen immer neue fossile Infrastrukturprojekte geschaffen werden, die uns für Jahrzehnte an diese Energieform binden. Diese Pläne werden weiter energisch vorangetrieben – mit starker Unterstützung aus der Politik. In Brunsbüttel soll nun der Bebauungsplan geändert werden, der aufgrund bereits vorhandener Störfallbetriebe die Ansiedlung eines Fracking-Terminals bisher ausschließt. Unterstützt uns jetzt, damit wir diese Pläne durchkreuzen können.

Was nicht passt, wird passend gemacht. Das dachte sich wohl die Stadt Brunsbüttel, als sie die Idee hatte, den Bebauungsplan für das Grundstück zu ändern, auf dem ein Fracking-Terminal entstehen soll. Denn: der bisherige Bebauungsplan schließt die Ansiedlung eines solchen Terminals aus guten Gründen aus – Sondermüllverbrennungsanlage, Chemiepark und atomare Anlagen in unmittelbarer Nähe sprechen dagegen, doch letztere werden in den Änderungsunterlagen einfach ignoriert. Anscheinend hat die Stadt zudem versucht, das Verfahren möglichst heimlich durchzudrücken, denn aus der öffentlichen Bekanntmachung der geplanten Änderung geht die dahinterliegende Absicht, den Bau eines LNG-Terminals zu ermöglichen, gar nicht hervor. Wir haben der Stadt eine Stellungnahme übermittelt, in der wir die Intransparenz des Vorgehens kritisieren und erneut auf unser Rechtsgutachten verweisen, in dem wir bereits 2019 auf die gefährliche Gemengelage vor Ort hingewiesen hatten. Wir fordern: das Verfahren muss gestoppt werden.

Für uns ist dieser Vorgang ein weiteres Zeichen dafür, dass die Politik der fossilen Industrie einen Wunsch nach dem anderen erfüllen möchte – und das nicht nur in Brunsbüttel. Auch in Stade, Wilhelmshaven und bei Nord Stream 2 werden alle erdenklichen Hindernisse aus dem Weg geräumt, nur, damit wir unsere Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen mitten in der Klimakrise noch weiter steigern. Die Gewinner sind die Unternehmen, die so weiterhin Profite einfahren und unsere Atmosphäre ungestraft verschmutzen können. Die Verlierer sind jetzige und zukünftige Generationen, die unter den Folgen dieses Handelns leiden werden. Und am Ende will wieder niemand von irgendetwas gewusst haben.

Wir fragen uns: wie lange soll das noch so weitergehen? Bereits jetzt gibt es Zweifel daran, dass das 1,5°-Ziel von Paris noch eingehalten werden kann. Wir haben in Deutschland drei Dürresommer hintereinander erlebt, der Wald ist in katastrophalem Zustand und sogar der Golfstrom schwächt sich merklich ab - und unsere einzige Antwort ist, einen fossilen Energieträger durch einen anderen zu ersetzen?

Nein, das akzeptieren wir nicht. Der fossile Tsunami kann aufgehalten werden, wenn wir uns gemeinsam gegen diese Projekte und die dahinterstehende Politik wehren. Im vergangenen Jahr konnten wir dabei mit eurer Unterstützung bereits viele Erfolge erzielen: in Wilhelmshaven wurden die Pläne von Uniper aufgrund unseres Protestes auf Eis gelegt und weiterhin liegt für keines der Projekte auch nur ein Antrag auf Genehmigung vor. Wir stärken weiterhin den Widerstand vor Ort und decken Missstände auf. Und wir wissen, dass die Zeit unser Verbündeter ist, denn je länger wir die Projekte verzögern, umso illegitimer werden die Vorhaben angesichts der fortschreitenden Klimakrise und höherer Klimaschutzziele wahrgenommen.

Wir wehren uns weiter, organisieren uns und bauen unseren Einfluss aus. Doch die Industrie treibt ihre Vorhaben immer vehementer voran – mit viel Geld und einem offenen Ohr bei Politikerinnen und Politikern. Alleine kommen wir gegen diese Übermacht nicht an - wie auch bei früheren Erfolgen sind wir auf Menschen angewiesen, die uns in unserer Arbeit unterstützen. Deshalb bitten wir euch heute darum, über eine Spende oder eine Fördermitgliedschaft bei uns nachzudenken. Nur dadurch bleiben wir schlagfertig und können die Pläne der Gas-Lobby gerade in diesem entscheidenden Wahljahr durchkreuzen! Auch darüber hinaus gilt wie immer: leitet den Aufruf zur Petition gerne an Freunde und Bekannte weiter. Wir freuen uns über jede Unterstützung und machen weiter – für uns, unsere Erde und alle zukünftigen Generationen.

Lili, Gustav und

Constantin von der Deutschen Umwelthilfe

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