Gladbecker Petition: Der Weg aus der Pandemie ist kein „Spaziergang“

Das Problem

Liebe Mitbürger*innen,

nach über 5 Millionen Toten weltweit und über 116 000 Toten in Deutschland in Verbindung mit einer Corona-Infektion stellen wir uns einer lauten und zunehmend aggressiven Protest-bewegung deutlich entgegen.

Wir wissen, dass die Bekämpfung der Pandemie eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist. Sie kann nur gemeinsam bewältigt werden. Alle sollten solidarisch die weltweite Impfkampagne gegen das Corona Virus SARS-Cov-2 unterstützen und die Impfangebote annehmen.

Wir wenden uns gegen die sogenannten „Spaziergänge“. Sie sind keine zufälligen Treffen oder abendliche Erholungsrunden, sondern Demonstrationen und Aufmärsche. Immer wieder kommt es in den deutschlandweiten Aktionen zu gewalttätigen Übergriffen, Hass und Hetze. Mit der Titulierung „Spaziergänge“ versuchen die Initiator*innen bewusst das Versammlungsrecht mit seinen Vorgaben zu umgehen. Auch in Städten und Gemeinden unserer Region marschieren sogenannte „Spaziergänger*innen“ anonym und ohne Verantwortung zu übernehmen.

Diese Demonstrationen und Aufmärsche werden oftmals von Menschen (mit-) angestoßen und/oder organisiert, die rechtsextremen Positionen und Gedanken anhängen. Auch wenn sie vorgeben, sie seien in friedlicher Opposition unterwegs und verträten die gute Absicht, einen universellen Freiheitsgedanken zu schützen, sind viele dabei, die den demokratischen Staat in seiner Verfasstheit mit seinen Grundrechten, wie dem Schutz aller Menschen in unserer Gesellschaft, sowie die Demokratie im Allgemeinen ablehnen. Die Symbolik auf der Straße und die vertretenen Parolen machen es deutlich: Es sind Rechtsextreme und Querdenker*innen. Diese Hintergründe kann inzwischen niemand leugnen, sie sind aufgezeigt, belegt und diskutiert.

Wer mit diesen Feind*innen unserer demokratischen Werte spaziert, hat vielleicht keine rechtswidrigen oder -verletzenden Absichten, demonstriert jedoch schon durch seine Anwesenheit schweigendes Einverständnis mit extremen Positionen und verbaler und körperlicher Gewalt, die nachweislich in diesem Umfeld stattfinden. Das Ergebnis bedeutet, diesen Ideen und Positionen eine öffentliche Plattform zu verschaffen, sie immer wieder neu in die Gesellschaft zu tragen und sie dort zu verankern und zu festigen. Diejenigen, die die Impulse zu den Demonstrationen und Aufmärschen geben, suchen gezielt die Anonymität, scheuen davor zurück, die Verantwortung für die Demonstrationen zu übernehmen und besetzen scheinbar hohe Werte, um ihre politischen Ziele zu verschleiern. Sie missbrauchen die Möglichkeiten unseres Grundgesetzes, unseres höchsten Gutes; sie nutzen das Versammlungsrecht, um genau dieses zu umgehen. Sie berufen sich auf Demokratie und Pluralismus und kaschieren dabei ihr demokratiefeindliches Auftreten, das von Hetze, Wissenschaftsferne und einem engstirnigen Weltbild geprägt ist. Diese Gruppe gefährdet die Demokratie in ihrer Existenz.

Die „Spaziergänger*innen“ gerieren sich als vermeintliche Träger*innen einer Mehrheitsmeinung, unterstellend, dass die Mehrheit nicht in der Lage wäre sich selbst zu äußern. Doch sie sind eine Minderheit in der Gesellschaft. Sie werden geführt von einem noch kleineren, staatsfeindlichen Teil unserer Gesellschaft, die in den sozialen Netzwerken ihr wahres Gesicht zeigt: ohne Distanz zu Gewalt, ohne Anstand im Tonfall, ohne Distanz zu Diffamierungen und Drohungen, denen anders Denkende, Verantwortungsträger*innen aus Politik, Wissenschaft, Medizin und anderen Teilen unseres zivilen Miteinanders zunehmend ausgesetzt sind.

Unsere Gesellschaft ist aber anders:

WIR    sind stark, vielfältig und solidarisch.
WIR    leben Zusammenhalt auf dem Boden unseres Grundgesetzes und schützen unsere Demokratie vor ihren Feinden.
WIR   zeigen mit diesem gemeinsamen Aufruf Gesicht.
WIR   nennen unsere Namen.
WIR   lehnen jedwede Form von Einschüchterung, Hass, Hetze und Gewalt ab.
WIR   erklären unser Mitgefühl mit allen Betroffenen, die im Zusammenhang mit dem Coronavirus einen nahestehenden Menschen verloren haben oder an den Folgen der Erkrankung leiden.
WIR   stehen an der Seite aller, die täglich mit ihrer Arbeit in den Kliniken, Arztpraxen, Impfstellen, Pflegeeinrichtungen, in den Gesundheitsbehörden oder an anderer Stelle dazu beitragen, diese Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen zu überwinden.
WIR   rufen alle „Spaziergänger*innen“ auf, genau zu hinterfragen, mit wem sie auf die Straße gehen, mit welchen Forderungen und auf welcher faktischen Grundlage.
WIR   fordern die Demonstrierenden auf, die Regeln einzuhalten, Demonstrationen anzumelden und damit die Anonymität zu verlassen.
WIR   stehen auf der Seite derer, die demokratisch-rechtsstaatlich handeln und bei Corona-Themen wissenschaftlich fundiert, ausgewogen und im Sinne der Gesellschaft entscheiden.
WIR   suchen den Schulterschluss mit all jenen Privatpersonen und Initiativen in der Region, die sich gegen die Querdenken-Szene und die kruden Theorien wenden, die den „Spaziergängen“ zugrunde liegen. 
WIR   möchten nicht, dass unsere Stadt ein Sammelpunkt von Corona-Leugner*innen, Verschwörungs-Erzähler*innen, Demokratiefeind*innen und Neonazis wird.

WIR rufen daher alle auf:

Gemeinsam solidarischen Zusammenhalt und gemeinsame Verantwortung für unsere Freiheit und unsere Demokratie zu zeigen. Marschieren Sie nicht bei den „Spaziergängen“ mit! Sie machen Positionen salonfähig, die dem Zusammenhalt und der Demokratie schaden. Die Freiheit des Einzelnen endet dort, wo sie die Freiheit des Anderen beschränkt. Lassen Sie sich impfen! Es ist ein Akt der gegenseitigen Solidarität und bedeutet keine Einschränkung der Freiheit!
Wenn auch Ihnen die Zukunft und die Gesundheit aller Bürger*innen am Herzen liegen, unterzeichnen Sie bitte mit ihrem Verein, Ihrer Institution oder als Privatperson diesen Gladbecker Aufruf, diese Gladbecker Petition.

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Roger KreftPetitionsstarter*in
Diese Petition hat 77 Unterschriften erreicht

Das Problem

Liebe Mitbürger*innen,

nach über 5 Millionen Toten weltweit und über 116 000 Toten in Deutschland in Verbindung mit einer Corona-Infektion stellen wir uns einer lauten und zunehmend aggressiven Protest-bewegung deutlich entgegen.

Wir wissen, dass die Bekämpfung der Pandemie eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist. Sie kann nur gemeinsam bewältigt werden. Alle sollten solidarisch die weltweite Impfkampagne gegen das Corona Virus SARS-Cov-2 unterstützen und die Impfangebote annehmen.

Wir wenden uns gegen die sogenannten „Spaziergänge“. Sie sind keine zufälligen Treffen oder abendliche Erholungsrunden, sondern Demonstrationen und Aufmärsche. Immer wieder kommt es in den deutschlandweiten Aktionen zu gewalttätigen Übergriffen, Hass und Hetze. Mit der Titulierung „Spaziergänge“ versuchen die Initiator*innen bewusst das Versammlungsrecht mit seinen Vorgaben zu umgehen. Auch in Städten und Gemeinden unserer Region marschieren sogenannte „Spaziergänger*innen“ anonym und ohne Verantwortung zu übernehmen.

Diese Demonstrationen und Aufmärsche werden oftmals von Menschen (mit-) angestoßen und/oder organisiert, die rechtsextremen Positionen und Gedanken anhängen. Auch wenn sie vorgeben, sie seien in friedlicher Opposition unterwegs und verträten die gute Absicht, einen universellen Freiheitsgedanken zu schützen, sind viele dabei, die den demokratischen Staat in seiner Verfasstheit mit seinen Grundrechten, wie dem Schutz aller Menschen in unserer Gesellschaft, sowie die Demokratie im Allgemeinen ablehnen. Die Symbolik auf der Straße und die vertretenen Parolen machen es deutlich: Es sind Rechtsextreme und Querdenker*innen. Diese Hintergründe kann inzwischen niemand leugnen, sie sind aufgezeigt, belegt und diskutiert.

Wer mit diesen Feind*innen unserer demokratischen Werte spaziert, hat vielleicht keine rechtswidrigen oder -verletzenden Absichten, demonstriert jedoch schon durch seine Anwesenheit schweigendes Einverständnis mit extremen Positionen und verbaler und körperlicher Gewalt, die nachweislich in diesem Umfeld stattfinden. Das Ergebnis bedeutet, diesen Ideen und Positionen eine öffentliche Plattform zu verschaffen, sie immer wieder neu in die Gesellschaft zu tragen und sie dort zu verankern und zu festigen. Diejenigen, die die Impulse zu den Demonstrationen und Aufmärschen geben, suchen gezielt die Anonymität, scheuen davor zurück, die Verantwortung für die Demonstrationen zu übernehmen und besetzen scheinbar hohe Werte, um ihre politischen Ziele zu verschleiern. Sie missbrauchen die Möglichkeiten unseres Grundgesetzes, unseres höchsten Gutes; sie nutzen das Versammlungsrecht, um genau dieses zu umgehen. Sie berufen sich auf Demokratie und Pluralismus und kaschieren dabei ihr demokratiefeindliches Auftreten, das von Hetze, Wissenschaftsferne und einem engstirnigen Weltbild geprägt ist. Diese Gruppe gefährdet die Demokratie in ihrer Existenz.

Die „Spaziergänger*innen“ gerieren sich als vermeintliche Träger*innen einer Mehrheitsmeinung, unterstellend, dass die Mehrheit nicht in der Lage wäre sich selbst zu äußern. Doch sie sind eine Minderheit in der Gesellschaft. Sie werden geführt von einem noch kleineren, staatsfeindlichen Teil unserer Gesellschaft, die in den sozialen Netzwerken ihr wahres Gesicht zeigt: ohne Distanz zu Gewalt, ohne Anstand im Tonfall, ohne Distanz zu Diffamierungen und Drohungen, denen anders Denkende, Verantwortungsträger*innen aus Politik, Wissenschaft, Medizin und anderen Teilen unseres zivilen Miteinanders zunehmend ausgesetzt sind.

Unsere Gesellschaft ist aber anders:

WIR    sind stark, vielfältig und solidarisch.
WIR    leben Zusammenhalt auf dem Boden unseres Grundgesetzes und schützen unsere Demokratie vor ihren Feinden.
WIR   zeigen mit diesem gemeinsamen Aufruf Gesicht.
WIR   nennen unsere Namen.
WIR   lehnen jedwede Form von Einschüchterung, Hass, Hetze und Gewalt ab.
WIR   erklären unser Mitgefühl mit allen Betroffenen, die im Zusammenhang mit dem Coronavirus einen nahestehenden Menschen verloren haben oder an den Folgen der Erkrankung leiden.
WIR   stehen an der Seite aller, die täglich mit ihrer Arbeit in den Kliniken, Arztpraxen, Impfstellen, Pflegeeinrichtungen, in den Gesundheitsbehörden oder an anderer Stelle dazu beitragen, diese Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen zu überwinden.
WIR   rufen alle „Spaziergänger*innen“ auf, genau zu hinterfragen, mit wem sie auf die Straße gehen, mit welchen Forderungen und auf welcher faktischen Grundlage.
WIR   fordern die Demonstrierenden auf, die Regeln einzuhalten, Demonstrationen anzumelden und damit die Anonymität zu verlassen.
WIR   stehen auf der Seite derer, die demokratisch-rechtsstaatlich handeln und bei Corona-Themen wissenschaftlich fundiert, ausgewogen und im Sinne der Gesellschaft entscheiden.
WIR   suchen den Schulterschluss mit all jenen Privatpersonen und Initiativen in der Region, die sich gegen die Querdenken-Szene und die kruden Theorien wenden, die den „Spaziergängen“ zugrunde liegen. 
WIR   möchten nicht, dass unsere Stadt ein Sammelpunkt von Corona-Leugner*innen, Verschwörungs-Erzähler*innen, Demokratiefeind*innen und Neonazis wird.

WIR rufen daher alle auf:

Gemeinsam solidarischen Zusammenhalt und gemeinsame Verantwortung für unsere Freiheit und unsere Demokratie zu zeigen. Marschieren Sie nicht bei den „Spaziergängen“ mit! Sie machen Positionen salonfähig, die dem Zusammenhalt und der Demokratie schaden. Die Freiheit des Einzelnen endet dort, wo sie die Freiheit des Anderen beschränkt. Lassen Sie sich impfen! Es ist ein Akt der gegenseitigen Solidarität und bedeutet keine Einschränkung der Freiheit!
Wenn auch Ihnen die Zukunft und die Gesundheit aller Bürger*innen am Herzen liegen, unterzeichnen Sie bitte mit ihrem Verein, Ihrer Institution oder als Privatperson diesen Gladbecker Aufruf, diese Gladbecker Petition.

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Roger KreftPetitionsstarter*in

Petition geschlossen.

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