
Das Forschungsinstitut ZEW hat deutsche Energie-Experten befragt. Ergebnis: 80 Prozent erwarten in den kommenden fünf Jahren weiter steigende Strompreise.
Die Stromrechnung ist für viele Haushalte und Unternehmen zunehmend ein Ärgernis. Betriebe zahlen in Deutschland mehr Geld für die Kilowattstunde Strom als in den meisten anderen EU-Staaten, auch für viele Privatleute sind die Entgelte zuletzt kräftig gestiegen. Und Entwarnung für die Zukunft kann derzeit nicht gegeben werden, zeigt das noch unveröffentlichte Energiemarktbarometer des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim. Die Forscher haben 180 Fachleute der deutschen Energiewirtschaft nach ihren kurz- und mittelfristigen Prognosen befragt. Demnach erwarten für die kommenden sechs Monate etwas über die Hälfte der Befragten ein stabiles Preisniveau – immerhin 45 Prozent hingegen glauben, dass der Strom teurer wird (bei Erdgas sagen dies 43 Prozent). Auf Sicht von fünf Jahren ist das Bild noch klarer: Hier erwarten 80 Prozent der Experten, dass die Stromkunden hierzulande tiefer in die Tasche greifen müssen (bei Erdgas: 60 Prozent). Nur 16 Prozent gehen von einem stabilen Niveau aus.
04. August 2018
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