
Künftige Rentner müssen sich auf einen sinkenden Lebensstandard im Ruhestand einstellen. Auch bei privater und gesetzlicher Vorsorge muss mehr als die Hälfte derzeitiger Rentenanwärter ihren Konsum stark einschränken. Das zeigte eine Studie in dieser Woche.
Rentenskandale, so schien es in den vergangenen Wochen, gibt es vorrangig in Russland. Schließlich empörten sich Menschen dort und Medien hier darüber, dass eine seit 20 Jahren geplante Rentenreform umgesetzt werden soll.
Doch in Deutschland wird das wirtschaftliche und damit soziale Abstellgleis, auf dem ältere Menschen stehen, für immer mehr Rentner zum existenzbedrohenden Un-Ruhestand.
Konsum muss eingeschränkt werden - trotz privater Vorsorge
Mehr als der Hälfte der 55- bis 64-jährigen Erwerbstätigen kann mit ihren derzeitigen Rentenanwartschaften ihren aktuellen Konsum nicht vollständig decken. Ihnen fehlten im Schnitt 700 Euro, wenn sie jetzt in den Ruhestand gingen. Das zeigte eine in dieser Woche veröffentlichte und von der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung finanzierte Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW).
13.09.2018
Quelle:
https://deutsch.rt.com/inland/76022-rentner-schnallt-guertel-noch-enger-700-euro-fehlen/