
Viele Ruheständler werden weniger Geld bekommen, als sie derzeit für Konsum und Wohnung ausgeben. Das zeigt: Die Debatte um Altersarmut ist viel zu eng gefasst.
...Die Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung zeigt, dass die 55- bis 64-Jährigen pro Kopf Ausgaben von durchschnittlich 1.370 Euro im Monat haben – aber Rentenzahlungen von nur 1.230 Euro erwarten können. Hierbei gibt es natürlich große Unterschiede zwischen Bevölkerungsgruppen: Die zehn Prozent Menschen mit den geringsten Einkommen geben durchschnittlich 540 Euro aus, die zehn Prozent mit dem höchsten Einkommen über 3.000 Euro.
Die Unterschiede bei den Renten sind ähnlich groß: Über ein Drittel der Menschen, die kurz vor dem Ruhestand stehen, hat Anwartschaften aus der gesetzlichen und betrieblichen Altersvorsorge von unter 1.000 Euro im Monat. Deutlich besser gestellt sind Menschen, die Anspruch auf eine Beamtenpension haben.
… Ein genauerer Blick zeigt zudem, dass bestimmte Gruppen von diesen Einschnitten ihres Lebensstandards deutlich stärker betroffen sind. So werden 70 Prozent aller Frauen, die kurz vor der Rente stehen, ihren Lebensstandard nicht halten können
14. September 2018
Quelle:
https://www.zeit.de/wirtschaft/2018-09/rentendebatte-stabile-rente-altersarmut-altersvorsorge