
Kinderarmut bekämpfen, Arbeitslosengeld verlängern, Reiche höher besteuern: All das und mehr verkündete die SPD großspurig vor der Wahl. Doch was kümmert sie ihr Geschwätz von gestern: Für eine zweite Koalition mit der Union will sie selbst winzigste Verbesserungen opfern.
Die SPD bejubelt ganz besonders ihre neue Grundrente, auf die sie sich mit der Union geeinigt hat. Das heißt: Wer mindestens 35 Beitragsjahre gearbeitet und eingezahlt hat, soll eine Grundrente erhalten, die zehn Prozent, also aktuell 41,60 Euro, über der Grundsicherung liegt. Das wären demnach statt 416 Euro plus die „angemessene“ Miete ohne Strom künftig 457,60 Euro plus Wohnkosten unterhalb der von der Kommune festgelegten Obergrenze für die Unterkunftskosten. Laut GROKO entfällt damit auch jeglicher Anspruch auf irgendeine Art Sozialhilfe oder Wohngeld.
Dies beutet 10 % mehr als Hartz IV
Quelle:
https://deutsch.rt.com/meinung/63798-neues-aus-unterklassen-arme-gehen-leer-aus/
19.01.2018