Petition update

Aufruf zur Demo „Gegen #Heimzwang und Lohndumping in der Behindertenassistenz“

AbilityWatch

Jan 13, 2019 — 

Wir fordern das Landesamt für Soziales des Saarlandes auf, endlich Markus Igel die ihm zustehende Persönliche Assistenz zu bewilligen!

Kommt zu unserer Solidaritätsdemo und unterstützt Markus Igel in seinem Kampf und verhindert, dass die menschenunwürdige Praktik Alltag in deutschen Behörden wird:

Am 24. Januar um 11:00 Uhr
Landesamt für Soziales
Hochstraße 67, Saarbrücken

Presse und Fernsehen werden vor Ort sein und berichten. Mit Samuel Koch und Raul Krauthausen haben sich zudem prominente Unterstützer des Protestes angekündigt.

Gebt uns gerne auf Facebook bescheid, ob ihr kommen könnt: www.facebook.com/events/808256759507090/

Hintergrund:

Markus Igel ist schwerbehindert und braucht rund um die Uhr Hilfe. Seine gesamte Kindheit und Jugend hat er in einem Heim verbracht. Dank seiner Assistent*innen kann er heute jederzeit essen, trinken oder auf Toilette gehen und ein selbstbestimmtes Leben in seiner eigenen Wohnung führen. Doch damit könnte jetzt Schluss sein: Markus droht mit 31 Jahren die erneute Zwangsunterbringung im Heim…

Die Behörde will die lebensnotwendige Assistenz nicht mehr bezahlen!

Markus soll seine jahrelang angestellten Hilfskräfte entlassen und sich osteuropäische Pflegekräfte zu Dumping-Löhnen suchen. Markus hat eine Sprachbehinderung und ist zur Kommunikation auf Personen angewiesen ist, die der deutschen Sprache fließend mächtig sind. Die Behörde verlangt, dass Markus‘ Mitarbeiter arbeitslos werden und dafür Menschen unter Mindestlohn arbeiten sollen.

Im Übrigen haben die angefragten Vermittlungsdienste für osteuropäische Arbeitskräfte die Übernahme des Falles abgelehnt. Das bedeutet, dass Markus nur der Weg zurück ins Heim bleibt, wenn seine Assistenz nicht weiter finanziert wird.

Vor einigen Jahren wollten die Behörden Markus schon einmal zurück ins Heim abschieben. Er hat vor dem Bundesverfassungsgericht dagegen gekämpft. Mit Erfolg! Auch jetzt hat Markus wieder das Gericht eingeschaltet. Doch der juristische Weg dauert und er hat kein Geld mehr, um den Lohn für seine Assistenten weitere Monate vorzuschießen!

Markus wird systematisch ausgehungert, damit er aufgibt. Selbst wenn in zwei oder drei Monaten ein Gericht entscheidet, dass er Anspruch auf die lebensnotwendige Assistenz hat, wäre Markus längst im Heim, die Assistenten wären weg und die Wohnung wäre gekündigt. Alles, was er sich aufgebaut hat, wäre dann vernichtet. Freund*innen weg. Wohnung weg. Selbstbestimmtes Leben, adé!


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