Обновление к петицииKeine Rechtsbeugung für Flächenverbrauch im Landkreis Heilbronn
15. Juni: angepeilte jährliche Flächeninanspruchnahme bereits ausgeschöpft

Matthias BöhringerPfaffenhofen, Германия
2 авг. 2017 г.
Liebe Unterzeichner und Unterzeichnerinnen,
am 15. Juni war der 30-Hektar-Tag. Bereits Mitte Juni wurde in Deutschland sämtliche Fläche für Siedlung und Verkehr in Anspruch genommen wie das die Nationale Nachhaltigkeitsstrategie ursprünglich für 2020 vorsah. Die schwarz-rote Bundesregierung hat mit der "nachhaltiges Wachstum" verkaufenden Klimakanzlerin in der Neuauflage der Nationalen Nachhaltigkeitsstragie 2016, das Ziel, den täglichen Flächenverbrauch auf unter 30 Hektar zu senken um 10 Jahre auf das Jahr 2030 verschoben.
Hier eine Zusammenstellung der Umweltindikatoren vom Stand 2012, dort war für die Flächeninanspruchnahme noch eine Wolke vergeben, mit der Anpassung des Zieljahres an den schleppenden Trend gibt es nun eine Sonne:
http://www.plaudereckle.de/nachhaltigkeit/politiker/2014-03_wachstum_antw_bundeskanzleramt/indikator_umwelt.jpg
Das Ziel von 2030 auf heute angewendet dürften also deutschlandweit seit 15. Juni kein Acker, keine Wiese und kein Wald in Wohn-, Gewerbe- und Industriegebiete umgewandelt werden. Der NABU nimmt Bezug auf diese gerügte Anpassung der Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie. Auf der verlinkten NABU-Seite kommt man zu einer Statistik, wie sich der Flächenverbrauch abhängig von Größe oder Einwohnerzahl auf Kommunen von Berlin bis Güglingen verteilt.
Die Bundesregierung relativiert die Flächeninanspruchnahme mit dem Anteil der Parks, Kleingärten, Friedhöfe, Hofflächen und anderer unversiegelter Flächen. Diese Flächen sind dennoch der offenen Landschaft abgetrotzt, durchsetzt und umgeben von Versiegelungen, die Landschaft ist zerschnitten und zersiedelt. Der NABU sieht auch den Trend auf keinem guten Weg. Dazu trägt die Erleichterung von Bebauungsplänen am Siedlungsrand bei, die hier auch schon in den Neuigkeiten behandelt wurden. Die persönliche Erfahrung zeigt auch nicht das Bestreben, in den Trend zu kommen. Weiterhin werden Flächennutzungspläne mit neuen Wohn- und Gewerbegebieten fortgeschrieben und bestehende verändert.
13,7 % von etwa 360.000 km sind inzwischen verbraucht, meist zu Lasten der Landwirtschaftsfläche:
"Insgesamt machte die Siedlungs- und Verkehrsfläche im Jahr 2014 mit 48 895 km² rund 13,7 Prozent der gesamten Fläche Deutschlands aus. Die größten Flächenarten in Deutschland sind mit 184 607 km² die Land-wirtschaftsfläche (51,7 Prozent) gefolgt von der Wald-fläche mit 109 306 km² (30,6 Prozent). Im Vergleichs-zeitraum 1992 bis 2014 hat sich der Anteil der Waldflä-che um 4 770 km² erhöht, während die Landwirt-schaftsfläche um 10 505 km² zurückgegangen ist. Somit ist davon auszugehen, dass der Anstieg der Siedlungs- und Verkehrsfläche im Wesentlichen zu Lasten von Landwirtschaftsflächen erfolgte."
Hier auch nochmal der Link zur offiziellen Seite der Bundesregierung
https://www.bundesregierung.de/Webs/Breg/DE/Themen/Nachhaltigkeitsstrategie/_node.html
Viele Grüße,
Matthias Böhringer
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