Actualización de la peticiónKeine Rechtsbeugung für Flächenverbrauch im Landkreis Heilbronn

Nachhaltigkeitskongress in Brackenheim und Trumps Ausstieg aus dem Klimaabkommen

Matthias BöhringerPfaffenhofen, Alemania
11 jun 2017
Liebe Unterstützer, am 23./24. Juni findet in Brackenheim ein internationaler Kongress zur Naturbewahrung und Nachhaltigkeit statt. Die Heilbronner Stimme berichtete darüber am 1. Juni. Siehe Link http://www.plaudereckle.de/nachhaltigkeit/stadtentwicklung/2017-06-01_Stimme_Nachhaltigkeitskongress-Brackenheim.jpg Die Teilnahme ist kostenlos, allerdings ist eine schriftliche Anmeldung erforderlich: Betreff: Tagungsnummer 97 FGL Akademie für Natur- und Umweltschutz Baden-Württemberg Postfach 103439 70029 Stuttgart oder per Mail an fritz-gerhard.link@um.bwl.de Dieser Nachhaltigkeitskongress in Brackenheim kommt passend zu Trumps Ausstieg aus dem Pariser Klimavertrag. Nach der großen und berechtigten Empörung über den US-Präsidenten müssen sich aber Bundespolitik und unsere kommunalen Entscheider selber an die Nase fassen. Noch immer werden Flächenschutz und Klimaschutz nur insoweit Raum gegeben wie sie großen Konzernen und den Expansionswünschen der Wirtschaft nicht zu nahe treten. Die große Koalition hat den Ausbau der erneuerbaren Energien ausgebremst, bei denen gerade Deutschland mit dem dezentralen von Genossenschaften getragenen Modell ein Vorbild war. Die Braunkohletagebaue dürfen weiterbetrieben und ausgebaut werden. Und Herr Dobrindt lächelt über den Abgasskandal hinweg. Die lange Liste enthält die abschaltende Abgasreinigung bereits unterhalb milden 17 Grad, „Luftanhalten“ des Patienten Auto auf dem Prüfstand mit Erkennung des Lenkwinkels, Zunahme der Überschreitung der Grenzwerte für Stickoxid mit jeder neuen Euro-Norm (bei Euro 6 bis zum 6-fachen). Die Tagungsteilnehmer in Brackenheim können gleich mal einen Umweltfrevel besuchen: Die im Artikel zum Nachhaltigkeitskongress abgebildete Photovoltaikanlage auf dem Dach des Fliesenvertrieblers Taxis ist Greenwashing. Das Logistikzentrum mit rund 20 LKW-Andockstellen steht völlig überdimensioniert in der Landschaft, belastet die Straßen und leuchtet nachts die Felder aus. Der Boden darunter ging verloren. Gerade die Böden tragen mit ihrer Humusschicht zum Klimaschutz bei. Je lebendiger diese Böden sind, also je ökologischer sie bewirtschaftet werden, desto mehr Kohlenstoff können sie binden. Auch Güglingen ist immer bestrebt, Unternehmen mit großer Umwandlung von Äckern entgegen zu kommen. Die hehren Worte mit den Strategien zur Nachhaltigkeit bedürfen also noch großer glaubwürdiger Umsetzung in der Praxis. Die Glaubwürdigkeit steht und fällt mit dem treten gegen die Wachstumswünsche in der Fläche. Viele Grüße, Matthias Böhringer P.S. Bitte machen Sie noch ordentlich Werbung für diese Petition. Es sollten über 100 Unterschriften zusammenkommen.
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