Kinderwunsch darf kein Privileg sein, Reform der Fortpflanzungsmedizin in Deutschland


Kinderwunsch darf kein Privileg sein, Reform der Fortpflanzungsmedizin in Deutschland
Das Problem
Die Fortpflanzungsmedizin in Deutschland basiert noch immer auf dem Embryonenschutzgesetz von 1990 und wird den heutigen medizinischen Möglichkeiten sowie den Lebensrealitäten vieler Menschen längst nicht mehr gerecht. Moderne Verfahren, die in anderen Ländern bereits angewendet werden, sind hier weiterhin verboten, mit gravierenden Folgen für Betroffene.
Ich bin ein Trans-Mann und lebe in Deutschland. Seit ich denken kann, wünsche ich mir, eines Tages Vater zu sein und eine eigene Familie zu gründen. Doch dieser Weg wurde mir genommen.
Aufgrund einer starken familiären Krebsbelastung, meine Mutter und meine Tante sind daran gestorben, auch mein Vater war betroffen, mussten mir vorsorglich meine Fortpflanzungsorgane entfernt werden. Es war eine Entscheidung für mein Leben, aber gleichzeitig gegen meine Chance auf ein eigenes Kind. Moderne Verfahren könnten mir helfen, doch sie sind in Deutschland verboten.
Damit bin ich nicht allein. Viele Menschen verlieren durch Krankheit oder medizinische Eingriffe die Möglichkeit, auf natürlichem Weg Kinder zu bekommen. Verfahren wie die Eizellspende oder die Mitochondrien-Ersatztherapie könnten neue Perspektiven eröffnen, bleiben hier jedoch unzugänglich. Während Samenspenden erlaubt sind, werden andere Möglichkeiten weiterhin untersagt, eine Ungleichbehandlung, die viele als diskriminierend empfinden.
Hinzu kommt eine soziale Ungerechtigkeit: Wer es sich leisten kann, weicht ins Ausland aus. Wer das nicht kann, bleibt ohne Chance. So entsteht eine Zwei-Klassen-Medizin, in der der Kinderwunsch vom Einkommen abhängt.
Für mich bedeutet das eine Sackgasse und eine enorme psychische Belastung. Es fühlt sich an, als würde mir das Recht auf Familie verwehrt, nicht aus medizinischen Gründen, sondern wegen veralteter Gesetze.
Deshalb fordere ich nicht nur für mich, sondern für alle Betroffenen. Der Deutsche Bundestag muss das Embryonenschutzgesetz grundlegend reformieren und durch ein modernes, gerechtes Fortpflanzungsmedizingesetz ersetzen.
Wir wollen nichts Unmögliches. Wir wollen einfach nur Eltern sein.

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Das Problem
Die Fortpflanzungsmedizin in Deutschland basiert noch immer auf dem Embryonenschutzgesetz von 1990 und wird den heutigen medizinischen Möglichkeiten sowie den Lebensrealitäten vieler Menschen längst nicht mehr gerecht. Moderne Verfahren, die in anderen Ländern bereits angewendet werden, sind hier weiterhin verboten, mit gravierenden Folgen für Betroffene.
Ich bin ein Trans-Mann und lebe in Deutschland. Seit ich denken kann, wünsche ich mir, eines Tages Vater zu sein und eine eigene Familie zu gründen. Doch dieser Weg wurde mir genommen.
Aufgrund einer starken familiären Krebsbelastung, meine Mutter und meine Tante sind daran gestorben, auch mein Vater war betroffen, mussten mir vorsorglich meine Fortpflanzungsorgane entfernt werden. Es war eine Entscheidung für mein Leben, aber gleichzeitig gegen meine Chance auf ein eigenes Kind. Moderne Verfahren könnten mir helfen, doch sie sind in Deutschland verboten.
Damit bin ich nicht allein. Viele Menschen verlieren durch Krankheit oder medizinische Eingriffe die Möglichkeit, auf natürlichem Weg Kinder zu bekommen. Verfahren wie die Eizellspende oder die Mitochondrien-Ersatztherapie könnten neue Perspektiven eröffnen, bleiben hier jedoch unzugänglich. Während Samenspenden erlaubt sind, werden andere Möglichkeiten weiterhin untersagt, eine Ungleichbehandlung, die viele als diskriminierend empfinden.
Hinzu kommt eine soziale Ungerechtigkeit: Wer es sich leisten kann, weicht ins Ausland aus. Wer das nicht kann, bleibt ohne Chance. So entsteht eine Zwei-Klassen-Medizin, in der der Kinderwunsch vom Einkommen abhängt.
Für mich bedeutet das eine Sackgasse und eine enorme psychische Belastung. Es fühlt sich an, als würde mir das Recht auf Familie verwehrt, nicht aus medizinischen Gründen, sondern wegen veralteter Gesetze.
Deshalb fordere ich nicht nur für mich, sondern für alle Betroffenen. Der Deutsche Bundestag muss das Embryonenschutzgesetz grundlegend reformieren und durch ein modernes, gerechtes Fortpflanzungsmedizingesetz ersetzen.
Wir wollen nichts Unmögliches. Wir wollen einfach nur Eltern sein.

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Petition am 4. Mai 2026 erstellt