Keine Kassenbonpflicht ab 01​.​01​.​2020 (Ressourcen und Nerven sparen!)

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Liebe Umweltschützerinnen und Umweltschützer, liebe Einzelhändlerinnen und Einzelhändler und liebe Konsumentinnen und Konsumenten,

ab 01.01.2020 tritt ein Gesetz in Kraft, welches den Einzelhandel bei jedem Kaufvorgang verpflichtet einen Kassenbon zu drucken. Damit soll der  Steuerbetrug im Einzelhandel eingedämmt werden. Im folgenden möchte ich ein paar Punkte aus den verschiedensten Bereichen unseres Alltages aufzählen, warum es sich nicht lohnt:

  • Umweltschutz: Laut Ralph Brügelmann, Steuerexperte des Handelsverbands Deutschland (HDE), rechnet der Einzelhandel mit mehr als zwei Millionen Kilometer an zusätzlichen Kassenbons.


Fakt ist also, es wird mehr Müll geben und Kassenbonpapier ist bis jetzt umwelttechnisch auch kein normales Papier. Selbst das Umweltbundesamt rät ab, dieses "Papier" im normalen Papiermülleimer zu entsorgen. Wie soll denn das Recycling funktionieren? 

  • Einzelhandel: Auch der Bäcker um die Ecke oder auch der heimische Metzger sind verpflichtet Kassenbons zu drucken. Laut HDE ist das mit hohe Kosten für die Einzelhändler verbunden. Zusätzlich löst laut dem Steuerexperten des HDE die Kassenbonpflicht nicht das Problem des Steuerbetrugs. 

Anmerkung: Meines Erachtens wird das Grundproblem mit einer Verbürokratisierung, erheblichem Kosten- und Ressourcenaufwand vom Gesetzgeber nicht gelöst. Es benötigt wohl eine andere Herangehensweise bei der Lösungsfindung. Natürlich macht es Sinn, wenn eine Online-Übertragung möglich wäre, dennoch plädiere ich dazu, dass es erst die richtigen Systeme, damit meine ich auch auf dem Markt erprobte und erhältliche, gibt und diese sukzessiv eingeführt werden. 

  • Kauferlebnis: Zu guter Letzt frage ich mich, wie es wohl ist, wenn nun immer Kassenbons gedruckt werden. Ich persönlich verzichte - sofern möglich- auf den Kassenbon oder jegliche weitere Ausdrücke um die Umwelt zu schonen (Punkt 1). Des Weiteren sorge ich mich um die wirklich kleinen Einzelhändler (Punkt 2)  und zu guter letzt, möchte ich nicht noch häufiger gefragt werden: "Wollen Sie den Kassenbon?" Weil, rein theoretisch ich selbst für den kleinsten Kaugummi den ich kaufe, einen Bon bekommen würde. 


Anmerkung: Laut Spiegel-online, ist es möglich, dass sich kleine Geschäfte von dieser Pflicht befreien lassen könnten. Hierzu ist ein schriftlicher Antrag bei den Finanzämtern einzureichen. Das bedeutet mehr Bürokratie und somit auch natürlich höherer Arbeitsaufwand für alle

MEINE BITTE: Bitte liebe Menschen da draußen, unterzeichnet die Petition, damit wir - wie schon bei Kaffebechern und Plastikstrohhalmen- auch hier unseren Umweltbeitrag leisten und auf der anderen Seite,  die im Einzelhandel arbeitenden fleißigen Menschen entlasten können! Vielen, vielen Dank! 

 

Zum Autor dieser Petition: 

Mein Name ist Patrick Maisch, ich bin 25 Jahre alt, Theologiestudent und Sozialdemokrat aus Tübingen. Mir ist es ein wichtiges Anliegen solche Themen ins Gespräch zu bringen. Ich möchte mit dieser Petition erreichen, dass das Thema nochmals neu und umweltbewusster angedacht wird sowie Menschen helfen und die Möglichkeit geben politisch und gesellschaftlich das Wort zu ergreifen. 

Des Weiteren ist mir bewusst, dass meine Meinung nicht die Meinung eines Jeden darstellt, doch bin ich frei und offen und lade auch herzlich zum offenen Diskurs ein.

Ich hoffe, auch mit den Links meinen Gedankenprozess deutlich offen gelegt zu haben.

Herzlichen Dank für die Unterstützung,

Patrick Maisch

Quellen:

https://handelsjournal.de/news/november-2019/einzelhandel-kritisiert-kassenbon-pflicht.html 
https://www.spiegel.de/wirtschaft/service/bon-pflicht-neues-kassengesetz-hat-folgen-fuer-die-umwelt-a-1297036.html
https://www.umweltbundesamt.de/themen/bons-gehoeren-nicht-ins-altpapier 

(abgerufen am 22.11.2019)