Kein Rotstift für Hohenlohe! Hände weg von Sozialem, Klima und Natur

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Das Problem

Am 13.  Juli 2026 hat der Kreistag Hohenlohe mehrheitlich zahlreiche Streich- und Kürzungsentscheidungen beschlossen. Betroffen sind der Soziale Bereich, Bildung, Integration, aber auch Natur- und Umweltschutz*. Im Sozialen Bereich trifft dies ausgerechnet jene Angebote, die Menschen in schwierigen Lebenssituationen unterstützen, Kinder schützen, Familien stärken und gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen. Dabei vermeidet jeder Euro, der heute in frühe Hilfen, Beratung, Bildung, Integration und psychosoziale Unterstützung fließt, ein Vielfaches an höheren Folgekosten. Viele der Sparbeschlüsse sind zudem kommunale Pflichtaufgaben der Daseinsvorsorge, ihre Streichung rechtswidrig. Familien, Kinder, Hochbetagte sowie Menschen in Krisensituationen benötigen aber vor Ort funktionierende öffentliche und gemeinnützige Strukturen. Sie haben keine Ausweichmöglichkeiten wie Menschen in der Stadt. So wird der ländliche Raum geschwächt.
Auch beim Natur- und Klimaschutz gefährdet der Streichkatalog Stellen, die überwiegend durch Fördermittel der EU, des Bundes oder des Landes finanziert werden. Es wird dabei in Kauf genommen, dass  Pflege und Schutz unserer Kulturlandschaft eingeschränkt oder ganz eingestellt werden müssen. Das betrifft auch Städte und Gemeinden und die Landschaftspflege . Umwelt- und Klimaschutz wirken aber nicht nur “ökologisch” – sie sind integraler Bestandteil unserer regionalen Lebensqualität, Teil unserer kulturellen Identität und nicht zuletzt auch unserer Wettbewerbsfähigkeit.

Der Landkreis trägt Verantwortung für kommende Generationen. Die Einsparungen verlagern Probleme, die heute noch klein sind, in die Zukunft - mit deutlich höheren Kosten.

Wir - zahlreiche Organisationen aus den Feldern Soziales, Pflege, Integration, Klima- und Naturschutz aus dem Hohenlohekreis - appellieren daher an alle Kreistagsmitglieder,

·        die beschlossenen Kürzungen zurückzunehmen,
·        gemeinsam mit den betroffenen Trägern und Institutionen tragfähige Alternativen zu entwickeln,
·        die soziale Infrastruktur und die einzigartige Natur- und Kulturlandschaft des Hohenlohekreises langfristig zu sichern.

Haushaltsdisziplin ist wichtig. Sie darf jedoch nicht zulasten derjenigen gehen, die auf Unterstützung angewiesen sind oder täglich Verantwortung für andere übernehmen. Sie darf ebenso wenig unsere Lebensgrundlagen langfristig gefährden.

*Folgende Stellen und Positionen sind u.a. von Kürzungen und Streichungen betroffen: 

Soziales/Inklusion/Integration:  Frühe Hilfen (Familienhebammenbegleiter/innen), Infokoop ASK Waldenburg (Beratung für Fälle häuslicher Gewalt), Kommunale/r Behindertenbeauftragte/r, , Verfahrenslotse, Koordinationsstelle Integrationsmanagement, AV Dual-Begleiter, Integrationsbeauftragte/r,  Koordinierungsstelle „Generalistische Pflege“, Gleichstellungsbeauftragte/r,  Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatungsstelle, Stellen für Pakt ÖGD.  Bildung: Bildungskoordinator/in, Kreismedienzentrum (Medienangebote für Schulen, Kindergärten, Vereine). Natur- und Umwelt: Biodiversitätsberater/in (1 Stelle Amt 30, 2 Stellen Amt 50), Wildtierbeauftragte/r, Natura-2000-Beauftragte/r, Mobilitätsmanager/in, Radbeauftragte/r; Bürgerschaftliches Engagement:   Stabstelle „Bürgerschaftliches Engagement“, Ehrenamtsbeauftrage/r.
Weiteres: Datenschutzbeauftrage/r 

 

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Andrea HohlweckPetitionsstarter*inIch bin Regionalgeschäftsführerin des BUND Heilbronn-Franken

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