
Liebe Nachbarn und Unterstützer des offenen Briefes „Kein Mandat für das Forum lebendiges Seckbach“
Für 2025 wünsche ich Ihnen und unserem schönen Stadtteil nur das Beste. Ich hoffe, Sie sind alle gut ins neue Jahr gestartet. Wie angekündigt, möchte ich die Petition „Kein Mandat für das Forum lebendiges Seckbach“ zeitnah abschließen. Ich sammele in den kommenden Tagen noch einige Unterschriftenlisten ein, die von Gewerbetreibenden und Privatpersonen genutzt worden sind. Zusammen mit den Unterzeichnern der Online-Petition sind voraussichtlich mehr als 400 Unterstützer meines offenen Briefes zusammengekommen. Ich denke das ist ein sehr klares Votum für die Ablehnung der Vorschläge und das Auftreten des Forums. Diese Ablehnung wird übrigens auch von vielen, wenn nicht den meisten Gewerbetreibenden in unserem Stadtteil mitgetragen.
Im nächsten Schritt möchte ich unserem Ortsbeirat die analogen und digitalen Unterschriftenlisten vorstellen und das weitere Vorgehen besprechen. Hierfür habe ich heute ein Treffen angeregt. Dabei würde ich folgende Punkte besprechen wollen, die teilweise über die Inhalte des offenen Briefes hinausgehen:
1. Wesentliches Ziel verkehrstechnischer Planungen für Seckbach sollte sein, die Durchgangsverkehre zu reduzieren. Dabei darf unser Verkehrsproblem einerseits nicht einfach auf andere Stadtteile verlagert werden, indem Durchfahrtverbote verhängt werden. Ebenso wenig akzeptabel ist es andererseits, die Verkehre innerhalb Seckbachs auf unsere Nebenstraßen zu verlagern. Es braucht eine vernünftige Lösung für Seckbach und die umliegenden Stadtteile und Regionen.
2. Bei dieser Suche nach verkehrstechnischen Lösungen darf es nicht sein, dass Autofahrer für die Versäumnisse unzureichender Verkehrs- und ÖPNV-Planungen gegängelt werden. Viele Menschen sind mangels praktikabler Alternativen auf das Auto angewiesen, um zu ihren Arbeitsstäten zu gelangen oder anderen Bedarfen nachzugehen.
3. Es sollten Möglichkeiten geprüft werden, um gegen das Regelwerk zu opponieren, welches Gemeinden Mindestbreiten von Bürgersteigen vorschreibt, um für Baumaßnahmen Steuergelder ausgezahlt zu bekommen. Politik und Behörden stehen im Dienst der Bürger und nicht umgekehrt. Unter dieser Regelung ohne Bezug zur Realität und ohne Anerkennung historisch gewachsener Strukturen leiden gewiss noch viele andere Stadtteile und Gemeinden. Womöglich lässt sich mit anderen Betroffenen ein Schulterschluss herstellen und das Regelwerk kippen bzw. eine Sonderregelung erreichen, sollten die Anforderungen nicht ohne massive Eingriffe in gewachsene Strukturen umsetzbar und nicht praktikabel sein.
4. Sollte keine kurzfristige Lösung im obigen Sinne möglich sein, sollte die Stadt Frankfurt auf die Landesmittel verzichten und die Sanierung der unteren Wilhelmshöher eigenständig umsetzen, ohne die Verkehrssituation in unserem Stadtteil grundsätzlich zu verändern.
5. Gemeinsam mit vielen Nachbarn würde ich es begrüßen, wenn der Ortsbeirat zu einer Veranstaltung einlädt, um die Bürger über den aktuellen Stand der Verkehrsplanungen und mögliche Perspektiven zu informieren und/oder wenn er hierfür verstärkt auch andere Kommunikationsmittel nutzt. Die Bürger Seckbachs sollten alle Optionen zukünftiger Verkehrsplanungen und deren Rahmenbedingungen kennen, um sich ein eigenes Urteil erlauben und hierüber demokratisch entscheiden zu können. So kann auch verhindert werden, dass in unserem Gemeinwesen Interessengruppen ohne demokratisches Mandat die Meinungshoheit übernehmen, um Partikularinteressen nachzugehen.
Ich halte Sie weiter auf dem Laufenden und verbleibe mit den besten Grüßen und Wünschen
Thomas Deichmann