Petition update

Kurzbericht von der Sitzung des Landtagsausschusses am 29.5.2019

Karl Tempel

Jun 5, 2019 — 

 

Liebe Unterstützer*innen, heute gibt es ein kleines Bilderrätsel: Bitte sehen Sie sich das Foto an und suchen Sie die Unterschiede zwischen dem Wald auf der linken und dem auf der rechten Seite!

Sie können keine finden? Wir auch nicht! 

Um es aufzulösen: dies ist ein Foto aus der Lieberoser Heide - links des Weges 2014 mit Gift "behandelte" Flächen, rechts im Naturschutzgebiet liegende, "unbehandelte" Flächen. Die Bäume sind also durchaus sehr lebendig, obwohl die Experten der Forstverwaltung ständig wiederholen, dass ohne "Behandlung" mit Karate Forst flüssig ganze Wälder sterben würden. Sehr interessant dazu auch der hier zitierte, aktuelle Bericht aus dem Landtag in Brandenburg.

 

Kurzbericht von der Ausschusssitzung am 29.5.2019
Friedhelm Schmitz-Jersch, Landesvorsitzender NABU Brandenburg

"In der Sitzung des Landtagsausschusses für Agrar und Umwelt am 29. Mai 2019 wurde der Tagesordnungspunkt „ Bekämpfung von Forstschädlingen in Brandenburg“ erörtert. Der Referent für Forstwirtschaft aus dem zuständigen Ministerium zeigte Fotos von 3 Waldflächen. Die Bilder, unmittelbar nach einem weitgehenden Kahlfraß aufgenommen, sollten den Eindruck erwecken, dass diese Wälder abgestorben seien.

Tatsächlich erholen sich solche Wälder nach einem Kahlfraß wieder. Man muss ihnen nur etwas Zeit geben. Das lässt sich gut an den Wäldern im Bereich Lieberose in Süd-Brandenburg erkennen. Dort durften nach einem Befall 2014 rund 500 ha Wald im Naturschutzgebiet nicht beflogen und besprüht werden. Die auch dort überwiegend vorhandenen Kiefernreinbestände haben sich vom Kahlfraß vollständig wieder erholt. Die Bäume haben wieder ausgetrieben, nur einzelne Stämme in den häufig viel zu dicht stehenden Kiefernforsten sind abgestorben. Es ist kein Unterschied erkennbar zu dem direkt daneben liegenden Kiefernwald, der 2014 aus der Luft mit Karate-Forst besprüht wurde.

In Lieberose hat man den Bäumen Zeit gegeben, wieder auszutreiben. Auf Flächen in anderen Regionen hat die Forstverwaltung unmittelbar nach Kahlfraß alle kahlgefressenen Bäume entnommen. Diese Bilder von weitgehend baumfreien Bereichen werden dann als Beweis für die Auswirkungen des Befalls vorgeführt.

Zu den Befliegungsaktionen in den Kreisen Teltow Fläming und Potsdam Mittelmark berichtete der Referent in der Ausschusssitzung von über 8oo Anrufen, Briefen und Mails beim Ministerium, die sich gegen die Besprühungsaktion mit dem Totalinsektizid gewehrt hätten. Das sei schwer auszuhalten gewesen. Er stellte ein Verhalten „wie bei Impfgegnern“ fest.

Zur rechtlichen Lage erklärte der Referent, dass der Beschluss des Oberverwaltungsgerichts im Eilverfahren unanfechtbar sei und eine Befliegung in diesem Jahr nicht mehr stattfinde. Er halte aber dennoch eine grundsätzliche rechtliche Klärung für sinnvoll. Man könne etwa einen neuen, überarbeiteten Bescheid beim Verwaltungsgericht einreichen."


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